Previous month:
Juli 2008
Next month:
September 2008

Restlos ausverkauft

Bei_amazon_ausverkauft

Ist die 1.Auflage von "Werbung mit kleinem Budget" bei Amazon.

Aber Geduld. Die 2. Auflage kommt noch in diesem Monat in den Buchhandel. Mein Exemplar habe ich schon. Gegenüber der 1. Auflage sind natürlich einige Aktualisierungen eingeflossen, vor allem im Kapitel zum Web.
Der Seitenumfang ist mit 239 Seiten exakt gleich geblieben. Aber eine wichtige Neuerung gibt es noch: der Verlag hat den Preis um 10 Cent gesenkt!


SMS von Barack Obama

Obama Fans erfuhren es nicht aus den Medien, sondern per SMS. Denn Barack Obama hat den direkten Weg zu seinen Fans und Unterstützern gewählt, um ihnen mitzuteilen, dass er Joseph Biden als Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten gewählt habe.
2,9 Millionen SMS hat er versenden lassen. Und das ist das eigentlich Erstaunliche daran. Dass derart viele Menschen bereit waren, ihre Handy-Nummer preiszugeben, um sich über wichtige Wahlkampfnachrichten informieren zu lassen. Denn die Handy-Numemr rückt man nicht jedem raus, schon gar nicht, um Werbe-Mails zu erhalten.
Trotzdem rate ich ständig, dass Sie ihren Kunden SMS senden sollten. Nicht als Werbebotschaften, sondern als Serviceleistung.
Vielleicht hat Barack Obama mit der Aktion auch eines bewirkt. Dass sich auch mehr Unternehmer hierzulande Gedanken über den sinnvollen Einsatz von SMS-Services machen.

Nielsen: "Obama text" reached 2.9 million

Bitte mehr SMS einsetzen

Bitte noch mehr SMS einsetzen


Kauft bei meinen Lesern (5): Heute bei Cathrin Schlenker, Haushelden

Wer sagt denn, dass ich in dieser Serie nur Leserinnen und Leser mit einem Onlineshop vorstelle?

Nachdem beim letzten Mal bereits Schmuckhersteller Teno dabei war, stelle ich heute ein Portal vor, das sich darum kümmert, dass im Haushalt alles wie am Schnürchen läuft. Babysitter, Blumengießer oder Heckenschneider werden im Portal Haushelden.de vermittelt. Cathrin Schlenker, die Portalmanagerin stellt es vor.

Photo_cathrin_schlenker 1. Was können meine Leser und Leserinnen bei dir kaufen?

Hmm.. Zu kaufen gibt es bei uns nichts. HausHelden.de ist ein Vermittlungsportal für haushaltsnahe Dienstleistungen. Das heißt jemand der beispielsweise einen Babysitter oder eine Haushaltshilfe sucht, wird bei uns fündig. Es muss lediglich ein Auftrag eingestellt werden und die "HausHelden" geben daraufhin Ihr individuelles Angebot ab. Jeder Hausheld verfügt über ein Profil, das Auskunft über Persönlichkeit, erhaltene Bewertungen und Erfahrungen gibt. So bekommt der Auftraggeber schon mal eine guten ersten Eindruck und die Auswahl der passenden Unterstützung erleichtert sich erheblich. Für beide Seiten ist "HausHelden.de" kostenlos, "kaufen" passt deshalb überhaupt nicht zu uns..

2. Warum gerade bei dir?

Weil HausHelden.de die schönste Seite im gesamten Netz ist! Scherz beiseite, wir haben es in der kurzen Zeit, die wir jetzt online sind, geschafft, die Konkurrenz hinter uns zu lassen. Jeder, der eine Unterstützung im Haushalt sucht oder der in diesem Bereich arbeiten möchte ist somit gut beraten, dies bei uns zu tun.

3. Seit wann gibt es dein Geschäft?

Seit Mitte April diesen Jahres sind wir online.

4. Welche Werbemaßnahmen betreibst du?

Unsere Nutzer gewinnen wir über klassisches Online-Marketing, PR, Guerilla Marketing und Mundpropaganda.

5. Was ist dein spezielles Angebot für uns?

Da HausHelden.de ohnehin für alle Nutzer kostenlos ist, muss ich erstmal überlegen, was ich Euch anbieten kann. Mein Spezial-Angebot: Die ersten 5 Auftraggeber, die einen HausHelden über uns finden, bekommen diesen den ersten Arbeitstag von uns geschenkt. Das heißt, wir übernehmen den HausHelden-Lohn. Eine kurze E-Mail an schlenker@portalunited.de mit dem Stichwort "Röthlingshöfer" und der Auftragsnummer genügt


Für openPR brauchts starke Nerven

So langsam wird es mir zu doof, Texte bei openPR einzustellen.

In einem Portal, in dem es von PR-Bla-Bla nur so wimmelt, scheint ab und an ein Mitarbeiter die selbstherrliche Verweigerungskeule zu schwingen und macht auf journalistischen Anspruch:

"Guten Tag,
vielen Dank für die Nutzung von openPR.de. Wir möchten die Qualität unserer Pressemitteilungen auf einem hohen Niveau halten.
Leider konnte Ihre Pressemitteilung nicht veröffentlicht werden.
Begründung:
Unvollständiges bzw. nicht aussagefähiges Firmenportrait.
"

Auf weniger hohem Niveau ist die Arbeit der Mitarbeiter von OpenPR. Denn unter dem exakt gleichen (jetzt abgelehnten) Firmenporträts-Text stehen schon Meldungen im Archiv.

Naja. Es gibt Alternativen.


Macht Marketing unglücklich?

Eigenartige Thesen, die der amerikanische Marketing-Guru Seth Godin heute äußert.

"A journalist asked me, Most people have a better standard of living today than Louis XIV did in his day. So why are so many people unhappy?

What you have doesn't make you unhappy. What you want does.

And want is created by us, the marketers.

Marketers trying to grow market share will always work to make their non-customers unhappy."

Ist also das Marketing dafür verantwortlich, dass die Leute unglücklich oder zumindest unzufrieden sind? Oder überschätzt da nicht einer das Marketing ganz gewaltig?


Sympathisches Guerilla-Marketing

Da kannste mal sehn. Deutsche Werbekreative werden immer besser, wenn es um die Inszenierung sympathischer Straßen-Werbung geht. In der Tradition der 70er Jahre-Street Happenings und inspiriert von Aktionen wie dieser, spielt die Bayerische Nahverkehrswerbung derzeit in den Fußgängerzonen Folgendes auf:

Update: 20.08.08 Leider wurde das obige Video vom Netz genommen. Bastian Scherbeck von der betreuenden Agentur Achtung-Kommunikation schreibt mir dazu: "Nach Upload des Videos hat sich ein in dem Videoclip mehrmals zu sehender Passant gemeldet, der darauf bestanden hat, dass er nicht im Internet gesehen werden möchte. Diesem Wunsch sind wir nachgekommen..."

LISA, der nächste trnd-Klon ist da

Nun ja, die trnd-Leute waren wohl unbestritten die ersten im deutschsprachigen Raum, die eine Community aus Warentestern aufbauten und für das Mundpropaganda-Marketing nutzten.

Dann folgten vor kurzem die Probierpioniere. Und jetzt macht sich auch die Frauenzeitschrift LISA dran.

Aus der Pressemeldung:

Ab sofort können Werbetreibende neue und bereits etablierte Produkte auf der neugegründeten Empfehlungs- Plattform der Zeitschrift LISA bewerten und besprechen lassen. Dabei konnte als erster Werbekunde die Beiersdorfer Marke NIVEA Hair Care für ein umfangreiches Projekt gewonnen werden.
"LISA-Freundeskreis" ist eine Community mit Erdung im realen Leben, bestehend aus aktiven und konsumfreudigen LISA-Leserinnen und Usern - den sogenannten Prosumern. Die Teilnehmerinnen erhalten Produkte oder Testkonzepte für sich und für ihre Freundinnen und können in Form von Umfragen, Online- und Produkttests sowie in Blogs ihr Feedback abgeben. Die daraus resultierenden Ergebnisse werden in der Zeitschrift LISA veröffentlicht und somit einem breiten Publikum vorgestellt.

trnd definierte sich vor kurzem als Medium und legte konsequenterweise Mediadaten vor. Jetzt steigen die etablierten Medien ins Geschäft ein. Das wird spannend. Der LISA Freundeskreis ist die erste Empfehlungscommunity im BURDA Verlag. Wenns hinhaut, werden wohl schnell weitere folgen.

Ach und noch was: NIVEA hat alle 3 Unternehmen getestet.


Endlich: Der NPS wird populärer

NPS? Der Net Promoter Score! Hinter diesem Kürzel verbirgt sich eine Kennzahl für die Weiterempfehlungsrate.

Kunden werden gefragt, wie wahrscheinlich es ist, dass sie ein Produkt oder eine Dienstleistung weiter empfehlen. Die Antworten darauf werden auf einer Skala von 0 - 10 gegeben. Promoter/Empfehler sind dabei diejenigen, die die beiden höchsten Punktzahlen (9 und 10) vergeben. Kritiker diejenigen, die Punkte zwischen 0 und 6 vergeben. Zieht man nun die Kritiker von den Promotern ab, hat man den NPS.

Beispiel: 30% der Kunden sind Promoter, aber 20% sind Kritiker, dann beträgt der NPS 10.

Der NPS ist ein einfaches und wirksames Tool, das einem zeigt, wie es um die Zukunft des Unternehmens bestellt ist: Je höher der NPS desto mehr "begeisterte" Empfehler. Je mehr Empfehlungen desto mehr Umsatz. Gleichzeitig kann das Unternehmen auch seine Ausgaben für Werbung verringern - denn die Empfehler sind die beste Werbung. Das Unternehmen ist vermutlich insgesamt profitabler.

Erfreulicherweise gibt es Unternehmen, die ihren NPS nicht nur heimlich messen, sondern ihn auch veröffentlichen. So zum Beispiel Spreadshirt, das einen NPS von 45,6 aufweist. Das ist schon verdammt erfreulich, wenn man z.B. weiss, dass die meisten Banken nicht über NPS 10 hinaus kommen.

Aber ein NPS von 45,6 lässt noch sehr viel Potential für Verbesserungen. NPS Stars wie Harley
Davidson haben NPS Werte über 80.

via Exciting Commerce
Gute Einführung in den NPS (PDF)


Workshop zu Werbung mit kleinem Budget startet am 12.08.

Nächste Woche, am 12.08. startet der Workshop "Werbung mit kleinem Budget". Wer Lust hat daran teilzunehmen, kann sich noch kurzfristig entscheiden und sich anmelden.
Der Online-Workshop hat keine Beschränkung in der Teilnehmerzahl. Je mehr, desto besser. Je bunter der Teilnehmerkreis (was Branchen angeht) desto interessanter.

Alle Detailinfos gibt es hier.


Witz als Waffe... oder wie Porsche den Opel Manta besiegte

Erinnern Sie sich noch an den Siegeszug des Opel Manta? Das Auto war so erfolgreich, dass sich Porsche bedroht fühlte und mit einer Kampagne wehren musste.
Herausgekommen ist dabei die vermutlich bislang wirksamste virale Kampagne Deutschlands. Denn die Porsche-Leute hatten eine sensationelle Idee. Sie haben den Mantawitz erfunden und damit das Auto bzw. seine Fahrer der Lächerlichkeit preisgegeben. In einem spannenden Video packt ein Ex-Vertriebler von Porsche über diese Strategie aus. Die ersten Mantawitze brachte übrigens der Blödler Karl Dall in Umlauf.

Ehrlich gesagt glaube ich dem Film kein Wort. Aber er wirft die spannende Frage auf: Wäre es möglich mit einer solchen Kampagne tatsächlich den Wettbewerb anzugreifen? Wäre virales Marketing auch als Attacke-Werkzeug wirksam, indem man Gerüchte, Witze usw streut?

Hintergründe bei Spiegel Online