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Der Teaser gibt den Takt vor

(Ein Gastbeitrag der Textakademie GmbH)

Eines der wichtigsten Instrumente in der Textproduktion: Der Anreißer. Er macht Appetit auf mehr, soll den Leser fangen und vor Allem: Der Anreißer zieht in den Rest des Textes! Nur wie geht das? Gibt es da nicht bestimmte Ansätze?

Keine Sorge – ein paar Antworten auf diese Fragen werden Sie hier finden. Der Anreißer – im Übrigen auch Teaser genannt – ist gewiss nicht nur eine bloße Information über das, was im Text steht. Er ist eine Art Werbetext für den Verkaufsteil. Der Bruder vom Anreißer ist im Journalismus zu Hause und heißt Anschreiber oder Lead-in. Er transportiert die Informationen des Artikels in Kurzform und führt dadurch zum Hauptteil.

Ein guter Teaser sollte eine ausgewogene Mischung aus Spannung und Ausblicken bieten. Er soll Neugier schaffen, ohne dass er zu aufdringlich ist. Das richtige Maß ist sehr wichtig, denn eine ständige Frage des Lesers will beantwortet werden: Weshalb soll ich mich mit dem folgenden Text beschäftigen?
Wer richtig gut Texten lernen möchte, kommt an einer professionellen Anleitung natürlich nicht vorbei.

Für den kleinen Info-Snack zwischendurch sollen diese ersten Anregungen aber reichen. Gründe weiter zu lesen sind:

  1. Neugier: Der User braucht einen Anreiz zum Weiterlesen!
  2. Angst: Hier ist die Befürchtung gemeint, möglicherweise etwas zu verpassen. Typisch sind Deadlines und andere Einschränkungen: Nur so lange der Vorrat reicht!
  3. Bekanntes: Gibt es ein Schlüsselelement für den Leser? Etwas, das er schon kennt und über das er mehr erfahren will?
  4. Nützliches: Gratis-Angebote und besondere Vorteile sind klassischer Lockstoff für Werbetexte.
  5. Schnelle Information: Als Faustregel für die Länge des Teasers empfehlen sich 160 – 350 Zeichen. Er sollte bewusst in kurz gehaltenen Sätzen verfasst sein, damit ist er schneller und wird besser erfasst.

Während diese Motive im werblichen Anreißer intensiver verarbeitet werden, sind im journalistischen Anschreiber die Informationen im Fokus. Man baut ihn um verschiedene W-Fragen herum auf: Wer, was, wann, warum und wen betrifft das?

Es braucht schon ein paar Versuche, aber mit diesen Motiven können gute Anreißer und schöne Spannungskurven erzeugt werden. Viel Spaß beim Ausprobieren und „Teasen“!

Kommentare

Albert Bloch

Noch ein Tipp zum Beitrag aus meiner täglichen Arbeit als Texter:

Jeder Teaser kann nach der so genannten DEAN-Formel bewertet werden. Das steht für Dringlichkeit, Einzigartigkeit, absolute Klarheit und Nutzen. Ein optimaler Teaser sollte alle vier Kriterien erfüllen

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