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Blogparade: Welches sind die 3 besten Business-Bücher

Ralf Senftleben macht eine Blogparade und fragt:

"Welche sind für Sie persönlich die 2-3 allerbesten Business-Bücher, die Sie kennen? Und was macht diese Business-Bücher so besonders? Warum gerade diese Bücher?"

Da musste ich gar nicht so lange nachdenken. Hier sind die drei.

Der Tipping Point. Wie kleine Dinge Großes bewirken können
von Malcolm Gladwell

Genau genommen kein Businessbuch, sondern ein spannendes, brillant geschriebenes Sachbuch, das versucht zu erklären, warum manche Produkte über Nacht zum Kult werden. Oder nacherzählt, wie sich die Kriminalität in New York eindämmen ließ. Das einzige Sachbuch, was ich schon mehrfach gelesen habe. Nebenbei: Das Buch war die Initialzündung für die meisten aus der Szene aus Viralmarketing und Sozialer Netzwerkanalyse.

Kopf schlägt Kapital. Die ganz andere Art ein Unternehmen zu gründen
von Günter Faltin

Wer ein Unternehmen gründen will braucht keine betriebswirtschaftlichen Kenntnisse, keinen Businessplan und infolgedessen auch keine Bankberater. Er braucht ein Businesskonzept. Wenn das gut ist muss man weder Schulden machen noch sich Allerwertesten aufreißen. Die Thesen von Günter Faltin habe ich zwar persönlich durch ihn kennen gelernt und nicht durch dieses Buch. Aber wer nicht die Möglichkeit hat seine Veranstaltungen in Berlin zu besuchen, der sollte sich das Buch zulegen und die andere Existenzgründungsliteratur in die Tonne kicken.

Marketeasing: Werbung total anders
von Bernd Röthlingshöfer

Wie? Eigenlob? Ihr könnt mich jetzt für arrogant halten - aber die Recherchen zu diesem Buch, das Nachdenken über die neue Business- und Werberealität haben mich total verändert. Nicht nur beim lesen, sondern auch beim Schreiben lernt man was. Gerade beim Schreiben! Und nachdem ich den dort vorgestellten Marketeasing-Ansatz lebe und wo es nur geht, predige hat mich das bei weitem mehr geprägt als manch andere Lektüre.


Biietschminuswebspehs

Wer sich schon immer mal von einem halbnackten Mädel das Angebot eines Domainhosters erklären lassen wollte, kann dies jetzt bei Biietschminuswebspehs tun.

Eigentlich wollte ich mit diesem Posting für den Einsatz von mehr Video in Onlineshops plädieren. Aber nimmt mir das jetzt noch einer ab?

Erinnert fatal an die nackten Nachrichtensprecherinnen von Naked News (Slogan: The program with nothing to hide).


Der Teaser gibt den Takt vor

(Ein Gastbeitrag der Textakademie GmbH)

Eines der wichtigsten Instrumente in der Textproduktion: Der Anreißer. Er macht Appetit auf mehr, soll den Leser fangen und vor Allem: Der Anreißer zieht in den Rest des Textes! Nur wie geht das? Gibt es da nicht bestimmte Ansätze?

Keine Sorge – ein paar Antworten auf diese Fragen werden Sie hier finden. Der Anreißer – im Übrigen auch Teaser genannt – ist gewiss nicht nur eine bloße Information über das, was im Text steht. Er ist eine Art Werbetext für den Verkaufsteil. Der Bruder vom Anreißer ist im Journalismus zu Hause und heißt Anschreiber oder Lead-in. Er transportiert die Informationen des Artikels in Kurzform und führt dadurch zum Hauptteil.

Ein guter Teaser sollte eine ausgewogene Mischung aus Spannung und Ausblicken bieten. Er soll Neugier schaffen, ohne dass er zu aufdringlich ist. Das richtige Maß ist sehr wichtig, denn eine ständige Frage des Lesers will beantwortet werden: Weshalb soll ich mich mit dem folgenden Text beschäftigen?
Wer richtig gut Texten lernen möchte, kommt an einer professionellen Anleitung natürlich nicht vorbei.

Für den kleinen Info-Snack zwischendurch sollen diese ersten Anregungen aber reichen. Gründe weiter zu lesen sind:

  1. Neugier: Der User braucht einen Anreiz zum Weiterlesen!
  2. Angst: Hier ist die Befürchtung gemeint, möglicherweise etwas zu verpassen. Typisch sind Deadlines und andere Einschränkungen: Nur so lange der Vorrat reicht!
  3. Bekanntes: Gibt es ein Schlüsselelement für den Leser? Etwas, das er schon kennt und über das er mehr erfahren will?
  4. Nützliches: Gratis-Angebote und besondere Vorteile sind klassischer Lockstoff für Werbetexte.
  5. Schnelle Information: Als Faustregel für die Länge des Teasers empfehlen sich 160 – 350 Zeichen. Er sollte bewusst in kurz gehaltenen Sätzen verfasst sein, damit ist er schneller und wird besser erfasst.

Während diese Motive im werblichen Anreißer intensiver verarbeitet werden, sind im journalistischen Anschreiber die Informationen im Fokus. Man baut ihn um verschiedene W-Fragen herum auf: Wer, was, wann, warum und wen betrifft das?

Es braucht schon ein paar Versuche, aber mit diesen Motiven können gute Anreißer und schöne Spannungskurven erzeugt werden. Viel Spaß beim Ausprobieren und „Teasen“!


Kauft bei meinen Lesern (9): Heute bei Anthony Robert Hammond, Anthony's Garage Winery

Über die Garage Winery bin ich schon ein paar mal gestolpert. Mir sind die knallbunten Etiketten aufgefallen und die frechen Bezeichnungen wie Sugar Babe, Goldmarie, Pearls & Roses oder Rosamunde. Ich muss zugeben - bestellen wollte ich da noch nichts. Das Ganze kam mir eher vor wie eine Produktlinie für den Alkopop-versauten Gaumen. Aber der Marketeasing-Ansatz mit den sau-frechen Namen war klasse! Bis ich dann bei Lars Breidenbach das hier las:

"Im Duft schon klar und sauber, überrascht mich der Wein mit eher dezenter Frucht und Süße. Beim ersten Nippen bin ich fast enttäuscht, doch dann kommt mit jedem Schluck mehr Trinkfreude am "Pearls and Roses" auf! Sehr feine Perlage, harmonische Säure, frischer klarer Charakter. Etwas Erdbeere und Quitte im Bukett, absolut nicht die erwartete Fruchtbombe, sondern ein ausgewogenes, dolles Stöffchen."

Sitting_on_the_palettes 1.Was gibt es bei Euch zu kaufen?
Die Garage Winery produziert Weine mit einer etwas anderen Ausrichtung. Mit unserem eher bunten Design wollen wir Wein über den optischen Weg kommunizieren und den Zugang dazu deutlich erleichtern. Die Hemmschwelle, Wein direkt beim Winzer zu kaufen soll gesenkt werden. Unsere Weine wie „Rosamunde“ (=Rosé) und „Sugar Babe“ (= süßer Riesling) helfen dabei. Diese gibt es in großen, als auch in kleinen Flaschen. Ebenso unsere Website als www.garage-winery.com und www.mini-garage-winery.com

2. Warum gerade bei Euch?
Unsere Garagen Weine gibt es nur bei uns. Wir sind das Original. Nur bei uns wird gedanklich geschraubt und neue Ideen entwickelt. Wir haben Weine, die es eben nur bei uns gibt. Wir haben die Mini-Linie entwickelt und da das gut ankommt, gibt es auch schon die ersten Nachahmer bestimmter Produkte.

3. Seit wann gibt es das Geschäft?
Die Gründung eines Weingutes startete im Jahre 2000. Die Garage Winery gibt es seit 2004. Am Anfang haben wir mit dem klassischen Weinmachen begonnen. Es gab nur Weine mit Lagenbezeichnung und relativ konservativen Etiketten. Doch ziemlich schnell haben wir gemerkt, dass uns als x.tes Weingut niemand hier braucht. Wir mussten unseren Platz suchen. Ein Studienkollege aus der Pfalz besuchte uns in unserer Garage, schaute sich um und sagte: „das ist ja ein richtiges Garagen-Weingut“ Das war die Zündung für uns. Daraus entwickelte sich der Weine „Garage“, der so gut ankam, dass wir spürten: da ist Raum für uns. Und so kamen immer mehr Weine in diese Linie mit dazu.

4. Welche Werbemaßnahmen betreibst Du?
Wir sind in der Presse recht gut vertreten, wie diese Woche im „Stern“, im August in der „Brigitte“. Daneben Berichte in der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“, der „Für Sie“, „Wiesbadener Tagblatt“. Am 14. November kommt um 20.15 h im Hessischen Fernsehen ein Bericht über uns. Deutschlandfunk und Deutsche Welle TV waren ebenfalls schon bei uns. Daneben haben wir unsere Homepage als wichtigen Kontakt und Werbeplattform für unsere Weine.
Ausserdem ganz wichtig unsere zwei Hoffeste, die wir im Jahr veranstalten, um den direkten Kontakt mit dem Kunden pflegen zu können.

5. Welches ist Dein spezielles Angebot für uns?
Unser spezielles Angebot: Wer mit dem Zusatz „Bernd Röthlingshöfer“ Wein bei uns bestellt, bekommt eine unseren trendigen Mini Flaschen kostenlos dazu.

So dann ordert mal schön. Die Fragen beantwortete übrigens Simone Böhm.


Wie man Mundpropagandisten einfach und effektvoll einbindet

Genau das zeigt der Online-Shop von Pure-Tea, einem Spezialversender von Biotee.
Dort kann jeder, der es möchte Tea-Taster werden. Man muss sich nur registrieren lassen und 10 Euro Jahresgebühr überweisen. Und dann erhält man:

  • 16 Exklusive Proben im Jahr. Als Pure Tea Taster erhalten Sie vierteljährlich jeweils 4 Teeproben neuer Teesorten zu je 10g.        
  • Einkaufsgutschein im Wert von 10,00 €. Nach Abgabe aller Verkostungsurteile erhalten Sie die 10,00 € als Einkaufsgutschein zurück.

Durch Ihr Votum bestimmen die Tea-Taster dann mit, welche Teesorten ins Sortiment aufgenommen werden. Klasse Modell, das auch andere inspirieren könnte, finde ich.


Hören Sie auf normal zu sein: Das Null-Stern-Hotel

Tja, wenn die Lage nahezu aussichtslos ist, kommen einem die besten Ideen.

Das Null-Stern-Hotel der Brüder Riklin im Schweizer Sevelen hat weder Top-Ausstattung, noch tolle Service,  es hat nicht mal ne Aussicht, denn es befindet sich in einem Atombunker.
Anstatt es so halbwegs bewohnbar oder gar kuschelig  zu machen, haben die Hotelbetreiber das einzig richtige gemacht: auf jeden Komfort verzichtet. Jetzt hagelt es offenbar Buchungen aus aller Welt.

"Die Außenwelt ist nur per Monitor zu sehen - und wer morgens warm duschen darf, entscheidet der Zufall....

"Dekoration in einem Siebener-Schlafraum kommt gar nicht in Frage", sagt Patrik Riklin, der das Konzept zusammen mit seinem Zwillingsbruder Frank entworfen hat. Trotzdem sei das Kalte-Kriegs-Flair "verdammt gemütlich". (Spiegel Online: Dekoration kommt gar nicht in Frage)

Übrigens: Kennt jemand das Restuarant in Italien, indem man beim Essen übel beschimpft  und mit schlechtem Service traktiert wird? Scheint ein Riesen-Spaß zu sein. Leider weiß meine Informantin nicht mehr, wo es war.


Xipax: Kuschelfriedhof der Kreativen

Die neu gestartete Website von XIPAX will die Community für Werbeleute werden. Dort können Agenturen Ihre Werbearbeiten in den Kategorien Film, Radio, Press, Outdoor, Mobile, Interactive, Integrated, Direct selber uploaden und veröffentlichen. Die Arbeiten können mit einer Kurzbeschreibung versehen werden.
Für Werbeleute, die immer gern in den Ideen anderer wälzen, bevor sie eigene ausbrüten (Lürzers Archiv-Leser z.B) eine tolle Sache.
Und natürlich wird auch die Eitelkeit der Kreativen befeuert.

Aus der Pressemitteilung:
"Die User können somit Kampagnen nach Namen beteiligter Personen, Agenturen, Kategorien und Marken suchen. Auch der Community-Gedanke ist in XIPAX weitreichend implementiert. Benutzer können Werbemittel uploaden, suchen, bewerten, kommentieren, Freunden weiterleiten und Freunde auf die Plattform einladen.

Meine Prognose: Da bleiben die Werbeleute weitgehend unter sich. Denn für Unternehmen, die auf der Suche nach der geeigneten Agentur sind, ist das Suchen und Blättern anhand von Werbeergebnissen mühsam, zudem irrelevant. Es hilft bei der Agenturauswahl nicht viel zu sehen, was eine Agentur für andere gemacht hat. Wichtiger wären Fallstories vom Briefing bis zur Erfolgskontrolle. Aber die wird ja von Old School Werbern eh allzugern vergessen.

So wird das Ganze eher zum Museum einer aussterbenden Werbegattung, nämlich der klassischen Werbung. Oder gleich der Kuschelfriedhof der Kreativen.


Der unbekannte Marketeaser in Berlin

Da sieht mans. Bücher wirken eben doch.

Hundehaufen

Diese Technik beschrieb ich in Marketeasing unter der Überschrift: Cut & Paste oder wie man Hundehaufen umdeutet

"Im Winter 2004 geschahen seltsame Dinge in einem verschneiten frostigen Würzburger Schlosspark. Die an vielen Stellen befindlichen Hundehaufen waren mit kleinen amerikanischen Flaggen verziert, so, wie sie ansonsten in Käsewürfeln auf Buffets stecken. Was war das für ein Protest? Ein Protest gegen die amerikanische Weltmacht? Ein Warnhinweis, der Fußgänger vor Fehltritten bewahren sollte? Der unbekannte Würzburger Aktionist hatte einen Vorgänger im kurz zuvor abgelaufenen Wahlkampf, der in amerikanischen Städten Hundehaufen mit „Bush“-Fähnchen dekorierte.

Die Technik des Cut & Paste nimmt vorhandene Gegenstände des Alltags, nimmt unsere Umwelt ins Visier und versucht diese durch Anbringen einer Botschaft um-zudeuten. Grundsätzlich kann dies jedes Objekt in unserer Umgebung sein. Als häufigste werden aber Objekte zur Zielscheibe oder Projektionsplattform, die ohnehin mit Bedeutung aufgeladen sind:

–    Verkehrsampeln und Verkehrszeichen
–    Denkmäler
–    Historische Gebäude
–    Bauzäune
–    Brachflächen
–    Ruinen
–    Brücken
–    Schornsteine
–    Bushaltestellen"

Danke Thomas für das tolle Beweisfoto.

Mehr über Marketeasing gibt es hier zu lesen.


Sicherheitstipp: Ins Impressum gehören keine Kontodaten

Der eine oder andere Webshopbetreiber hat es bereits getan:
Seine Bankverbindungsdaten auf der Website veröffentlicht. Vielleicht aus Unkenntnis der Impressumspflicht? Vielleicht als Service für den Kunden?
Dummerweise sind diese Bankverbindungsdaten dann für Leute mit kriminellen Absichten leicht benutzbar, wie dieses Beispiel zeigt.

"Als ich am Freitag Abend meine Kontoauszüge durchblätterte, fiel mir eine Abbuchung in Höhe von 29,50 EUR der Firma ... auf. Da wurde ich skeptisch. Weder kannte ich die Firma ... noch habe ich in den vergangenen Wochen irgend etwas bestellt, was auch nur im Entferntesten mit dieser Firma zu tun haben könnte.

In das gesetzlich vorgeschriebene Impressum gehören die Bankdaten jedenfalls nicht. Auch nicht auf irgendwelche Seiten des Webshops. Sie sollten erst im Rahmen des Bestellprozesses angezeigt oder übermittelt werden.


Die größten Werbefehler: Werbeerfolg nicht messen

Das ging ja schnell. Nach meinem gestrigen letzten Aufruf, erreichten mich weitere Zuschriften: So diese E-Mail von Ralf Senftleben über den Werbefehler seinen Werbeerfolg nicht zu messen und seine Erfahrungen dazu:

"Wir haben auf unserer Seite zeitzuleben.de lange Jahre Anzeigen für unsere eigenen Produkte geschaltet, ohne die Klickraten oder Umwandlungsraten zu messen. Seitdem wir genau das tun, hat sich unser Umsatz mehr als verdoppelt, einfach indem wir schlecht laufende Anzeigen und Produktinfos durch besser laufende ersetzt haben. Das Schöne ist, dass das außer dem Aufwand keinen zusätzliches Geld für Werbung gekostet hat. Wir haben einfach unsere vorhandenen Ressourcen besser genutzt.

Diese Erfahrung lässt sich gut auf Offline-Werbung übertragen. Nur wenn ich weiß, wo meine Kunden herkommen, kann ich die Werbekanäle ausbauen, die am besten funktionieren."

Vielen Dank, Ralf! Wer selber einen Fehler nennen möchte, sendet mir einfach eine E-Mail.


Die größten Werbefehler: "Dies ist eine automatisch generierte Mail

... bitte nicht antworten."

Jeder von uns hat es satt, mit E-Mails bombardiert zu werden, die offenbar von keinen Menschen geschrieben, sondern von einem Häufchen Software-Code generiert wurde.
Trotzdem sind diese E-Mails an der Tagesordnung. Selbst um Aufträge und Bestellungen zu bestätigen. Sie werden von Unternehmen eingesetzt, die uns dabei eines bewiesen: Der Kontakt zu uns, ihren Kunden ist ihnen nicht so wichtig. Sie wollen zwar unser Geld aber nicht mit uns reden.

Auf diese sogenannten No-Reply-E-Mails weisen dankenswerterweise Martin Oetting und Rob Nikowitsch hin. Und Martin, der gerade eine USA-Reise unternimmt, kennt auch ein hervorragendes Beispiel, wie man es besser macht:

"Gerade habe ich ein Auto bei AllCar Rent-a-Car über das Internet reserviert, weil wir am Wochenende nach Woodstock fahren und dort Freunde besuchen wollen. Die Bestätigungsemail begann mit folgendem Text:

"Vielen Dank, dass sie All Car Rent A Car gewählt haben. Falls Sie irgendwelche weiteren Anmerkungen oder Anfragen haben, antworten Sie bitte auf diese E-Mail."

Geschickt wurde die Mail von MNabih@...  Mit anderen Worten: bei diesem Autovermieter hat man sich den Herrn NoReply abgewöhnt und schreibt von Mensch zu Mensch. Es kann natürlich sein, dass dahinter ein Mechanismus steckt, der auch alles über ein zentralisiertes Callcenter abwickelt. Aber das ist mir momentan egal. Wichtiger ist, dass ich - wenn ich eine Frage habe - Herrn Nabih eine Mail schicken kann. Und davon ausgehe, dass er auch antwortet. Und das ist ein gutes Gefühl".


Die 100 größten Werbefehler... letzter Aufruf

Eigentlich sollte ja bereits am 10.09.2008 Schluss sein, aber dann kam jede Menge andere Arbeit dazwischen. Deshalb verlängere ich den Einsendeschluss. Am 17.10.2008 ist es dann soweit: Nichts geht mehr.

Aber worum geht es überhaupt? Ich bin für mein neues Buch weiter auf der Suche nach den größten Werbefehlern, die man machen, aber selbstverständlich besser vermeiden sollte. (Frei nach Pareto: 20% weniger Fehler, 80% mehr Erfolg). Jeder der einen solchen Fehler kennt und nennt, hat die Chance im Buch erwähnt und auf dem Cover des Buches abgebildet zu werden. (Detailinfos hier)

Also sputet Euch und sendet mir bitte Eure Mails und Hinweise bis 17.10.2008


Kunde 2.0 und Marketing 1.0?

Kunde 2.0 und Marketing 1.0? Das kann nicht funktionieren! Marketing von oben herab - und die Konsumenten laufen reihenweise davon. Das neue Marketing tickt völlig anders: Beziehungsarbeit löst die klassischen Theorien vom Eye-Catcher bis zum Werbedruck ab. Bürgermedien geben den Kunden Macht über Marken. Alles läuft über Begeisterung und Engagement. Aber wie wird das Marketing so anziehend,
dass die Menschen es (wieder) in ihrem Leben haben wollen?

Wer sein Old School Denken in Sachen Werbung endlich auf die Müllkippe werfen will und sich fragt, wie die neuen Spielregeln funktionieren, der ist herzlich eingeladen an einem der folgenden 3 Workshoptermine teilzunehmen.

19.11.2008 Zürich
26.11.2008 Hamburg
10.02.2009 München

Hier ein Überblick über die Workshop-Inhalte:

Klassische Werbung wirkt nicht mehr
• Werbung? Cool ist was anderes
• Arrivederci Aida - das Ende der alten Erfolgsformeln
• Nichts ändert sich, wenn Sie sich nicht ändern: Die umfassenden Herausforderungen für Ihr Unternehmen
• Die sechs Mantras für Marketeaser

Gute Werbung muss sich von selbst verbreiten
• Die Grundlagen der Mundpropaganda
• Wie Sie Gespräche auslösen
• Wie kreiert man ansteckende Botschaften?
• Wie bringt man ansteckende Botschaften in Umlauf?
• Welche Rolle spielen die Überträger?
• Der Mehrwert der Mundpropaganda
• Mundpropaganda planen und steuern?

Je näher desto besser. Marketeaser und der Kunde
• Der neue Wert der Kunden
• Wie Sie mehr Nähe zu Ihren Kunden herstellen
• Die Erfolgs-Gemeinschaft mit dem Kunden
• Stammkunden als Botschafter des Unternehmens
• Die Elite der Stammkunden: Fans

Marketeaser im Netz
• Das Internet: Ihr neues Alpha-Medium
• Das Web: Die Heimat der Kundenmedien
• Wie Weblogs Nachrichten verbreiten
• Passive Promotions, die Marketeaser-Strategie im Netz

Ausblick: Die nächsten fünf Jahre
• Fünf Trends, mit denen Sie rechnen müssen
• Die Zukunft hat schon begonnen

Mehr Informationen auf der Website der Vereon AG und hier im Flyer (PDF herunterladen)


Die Provence - in Sachen Marketeasing ganz weit hinten

"Fotos machen nicht erlaubt" - ich habe bei meinem Urlaub in der Provence kaum ein Atelier mit seinem Kunst-Kitsch-Angebot gesehen, das nicht dieses Schild aufgestellt hätte.

Eine zornige und lange Belehrung hat ein Bäcker in Lourmarin ins Schaufenster geklebt. Er wünsche nicht, dass Fotos von seinem Backraum geschossen werden - dummerweise ist der durch ein Schaufenster voll einsehbar. Und er hätte auch keine Lust in Gespräche verwickelt zu werden.
Oder das Weingut Domaine de la Garelle im Luberon - verkauft seine Weine vor Ort um 10 % teurer als im eigenen Online-Shop.
Soll das etwa heißen, Kunden bleibt mir vom Leib?

Zum letztgenannten Eindruck passt gar nicht, was die Bordeaux-Winzer erklären: Die sehen im Weintourismus das Geschäft der Zukunft. Aber vielleicht ticken die Leute im Bordeaux ja auch ganz anders als die Provencalen?