Kann Online die Printmedien retten?
Weniger ist mehr

Google Latitude weiß, was Du letzten Sommer getan hast

Nein, noch nicht heute. Aber sprechen wir uns in einem Jahr wieder. Seit heute stellt Google einen neuen Dienst zur Verfügung, der so faszinierend ist wie die Kernspaltung.
Google Latitude heißt das Ganze und ist eine Funktion von Google Maps für Handys. Der Service lokalisiert Dich und Dein Handy und zeigt Deinen Freunden auf einer Google Karte wo Du dich gerade aufhältst und hinbewegst. Klasse - so kann man z.B. Routen abspeichern, Freunde und Familie virtuell mitfahren oder mitlaufen lassen. Aber halt nicht nur Freunde.

Natürlich liest auch Google Dein Bewegungsprofil mit. Zusammen mit Deinem Surfverhalten, Deinem E-Mail Verkehr usw. bildet das nahezu Dein ganzes Verhalten ab. Was suchst Du online, wo klickst und was kaufst Du, wen kennst Du, wem schreibst Du, was schreibst Du und jetzt halt auch - wo bist Du, wo gehst Du hin, welche Läden, Gaststätten, Hotels, Freizeiteinrichtungen besuchst Du, wie lange hältst Du Dich an welchen Orten auf? Wen hast Du wo getroffen?

Der Service macht sicher jede Menge Spaß, bedeutet allerdings das Ende der Intimsphäre. Was Google weiß, wissen wohl so ziemlich alle Behörden dieser Welt. Hier eine kleine Demo:






Folgende Handys sind für Latitude nutzbar.
  • Android-Handys, wie z. B. das T-Mobile G1 (In Kürze verfügbar!)
  • iPhone und iPod touch (In Kürze verfügbar!)
  • den meisten Farb-BlackBerry-Handys
  • den meisten Handys mit Windows Mobile 5.0 und höher
  • den meisten Symbian S60-Handys (Nokia-Smartphones)
  • vielen Java-fähigen (J2ME) Handys, z. B. von Sony Ericsson (In Kürze verfügbar!)


Kommentare

Britta Stahl

Kann hilfreich sein, wenn man die Möglichkeit hat, diesen Dienst bewusst einzusetzten - z.B. beim Überwachen des Schulwegs der Kinder. Wenn dieser Dienst aber immer aktiv ist, kann er bestimmt schnell zur Last werden...

Tobias Singer

Ich sehe schon die Schlagzeilen und Kommentare vor mir (Überwachungsstaat, Verlust der Privatsphäre, Untergang des Abendlandes).
Ich sehe das ähnlich wie Britta. Es gibt bestimmt gute Anwendungsmöglichkeiten dafür. Letztendlich kann ja jeder selbst darüber entscheiden, wieviel er von sich preisgeben möchte und ob (bzw. wann) er den Dienst nutzen möchte oder nicht.

Susanne

Ich will mein allererstes Handy zurück, das nur telefonieren und SMS schreiben konnte.

Fussball

Welchen perfiden Plan verfolgt google eigentlich? Denn nachdem man mit der Suchmaschine schon Marktführer ist und Youtube ebenfalls schon dazugehört kann man heute im www davon ausgehen, dass gewisse Inhalte einfach nicht mehr zu finden sind, sollten sie gegen die Interessen von Google oder Partnern von Goolge verstoßen. Wissen ist Macht! Und es ist noch größere Macht, den Leuten vorzuenthalten.

Nachdem man dies nun alles steuern kann, geht man mit Chrome den nächsten Schritt. Wer surft wann und wo. Mit Google-Mail kennt man die Partner und Freunde und mit dem neuen Latitude kann man jederzeit geortet werden und somit Beweungsproifile erstellt werden. Und schon wieder ist man ein Stück durchsichtiger. Zwar gebe ich nichts auf Hollywood-Produktionen, aber hat denn niemand Staatsfeind Nr.1 gesehen?????

Für mich ist google das einflussreichste Unternehmen mit geheimdienstähnlichen Möglichkeiten

Steph

Also das geht mir auch entschieden zu weit.
Ich meine ich gehe niemals ohne mein Handy aus dem Haus weil es einfach super praktisch ist, aber wenn ich dadurch jederzeit überwachbar wäre, könntet sich das vielleicht wieder ändern.

LEADSExplorer

Internet Freunden sind nicht die Freunde im echten Leben.
Die Adressen echte Freunden sind auf die SIM karte gespeichert. Außer bereich von Google.

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