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Straßenkunst zum Mitmachen

Das sind Shoefiti... Kunst im öffentlichen Raum, bei der sich Joseph Beuys Maxime "Jeder ist ein Künstler" erfüllt. Jeder kann mitmachen. Ein Paar alte Schuhe zusammenbinden, zielen, werfen und hoffen, dass die Dinger an einem Stromkabel auch hängenbleiben.

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Bild: flickr

Der Shoefiti Virus geht seit etwa 5 Jahren rund um die Welt. Eine Spezialvariante sind dabei die Schuhbäume. Einer der ersten in Deutschland wurde jetzt in Konstanz gesichtet.

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Bild: Lorth, Gessler, Mittelstaedt

Mehr darüber auf der Shoefiti-Website




The next big thing? Holt Google jetzt Cash aus Bildern?

Pixazza
Die Idee ist alt. Aber die perfekte Umsetzung rückt jetzt vielleicht näher. Stell dir vor Du siehst Schnappschüsse von Promis, perfekt eingerichtete Wohnungen oder entdeckst eine wunderbaren Terracotta-Topf aus Urlaubsfotos. Jetzt wüsstest Du gerne was das für ein Artikel ist, wo Du ihn kaufen kannst und was er kostet? (Was ist das bloß für ein ultrakurzes Kleid, das Angelina Jolie trägt?) Also drauf klicken und Infos über das Produkt einholen.
Dass man diese Tags und Links in Bilder einbauen kann, dafür sorgt das Web-Startup Pixazza. Sie sehen das Angebot ganz unbescheiden als eine Art AdSense für Bilder. Und so funktionierts:

  • Webseitenbetreiber bauen einen Javascript Code in ihre Website ein
  • Dann können sie kleine Preisschilder in ihre Bilder einbauen
  • Scrollt man nun über das Preisschild, erhält man weitere Informationen über das gezeigte oder ein ähnliches Produkt
  • Außerdem kann man den Artikel bei einem der Partner von Pixazza zu kaufen.

ZDnet weiß: "Die Zuordnung der Produkte erfolgt jedoch nicht automatisch. Stattdessen bedient sich das Unternehmen im Internet angeworbener Hilfskräfte, die die Gegenstände in den Bildern den Produkten der Werbekunden von Pixazza zuordnen. Verkauft der Werbetreibende eines seiner Produkte, erhalten der Betreiber der Website, auf der das Bild gezeigt wurde, die Hilfskraft, die das Produkt zugeordnet hat, und Pixazza eine Provision".

Zunächst bietet Pixazza seinen Werbedienst nur für Bekleidung an. Andere Produkte wie Möbel, Reisen, Elektronikgeräte und Sportartikel sollen im Laufe des Jahres folgen. Was das Ganze mit Google zu tun hat? Nun, Google hat sich gerade mit 5,75 Mio Dollar an Pixazza beteiligt.



Wie man blitzschnell und unkompliziert Kundenfeedback einholt

Das zeigt uns gerade Mobilfunkanbieter blau.

"Werden Sie blau-Tester!
Verbesserung der blau.de-Website

Für die Überarbeitung unserer Website www.blau.de brauchen wir SIE! Testen Sie bei uns im Hamburger Büro exklusiv die neuen Funktionen und sprechen Sie mit unseren Entwicklern und Produktmanagern über mögliche Verbesserungen. Als Aufwandsentschädigung erhalten Sie von uns 50 Euro Guthaben für Ihr blau.de-Konto. Einzige Voraussetzungen: Sie wohnen in Hamburg oder Umgebung (für Reisekosten können wir leider nicht aufkommen) und Sie haben an einem Wochentag nachmittags ca. zwei Stunden Zeit für uns. Die Anzahl der blau-Tester-Plätze sind begrenzt. Bewerben Sie sich jetzt unter Angabe Ihres Namens, Alters und Telefonnummer per E-Mail an blautester@blau.de."

Gefällt mir der Laden. Und deshalb bin ich da auch schon länger Kunde.


35,64 Millionen kaufen online

Neue Zahlen gibts heute von der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) zur Internetnutzung in Deutschland.

  • 42,84 Mio. Menschen sind im Netz (66,0 Prozent der deutschen Wohnbevölkerung ab 14 Jahren).
  • 69,7 Prozent der Internetnutzer sind seit mehr als drei Jahren im Netz, das entspricht 29,10 Mio. Menschen.
  • Neun von zehn Surfern (93,9 Prozent) gehen von zu Hause ins Internet, ein Drittel (32,6 Prozent) am Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz und knapp ein Drittel (30,4 Prozent) bei Freunden oder Verwandten bzw. anderweitig.
  • Die beliebteste Art, von zu Hause aus online zu gehen, ist mit Abstand DSL, das in den eigenen vier Wänden von 69,1 Prozent der Onliner genutzt wird (ISDN: 19,0 Prozent).
  • Mit einem Anteil von 97,3 Prozent, das entspricht 40,61 Millionen Menschen, haben sich fast alle Internetnutzer schon einmal online über Produkte informiert.
  • Insgesamt haben 85,4 Prozent der Onliner, das sind 35,64 Millionen Menschen, in den vergangenen 12 Monaten Produkte online gekauft.

Quelle: www.agof.de/internetfacts.


Kauft bei meinen Lesern (10): Heute bei Roland Kopp-Wichmann, Buchautor

Ich gebe ja zu, Lebenshilfe-Ratgeber sind nicht so mein Ding. Um Bücher dieser Gattung habe ich bisher immer einen weiten Bogen gemacht. Vorurteil? Vielleicht. Und so gehöre ich zu den Leuten, die Roland Kopp-Wichmann bestimmt nicht im Buchhandel kennen gelernt hätten. Ich habe ihn online kennengelernt und bin seit einigen Wochen aufmerksamer Leser seiner Blogs. Ohne Klugschwätzerei geht es dort zur Sache, unaufgeregt, beruhigend, überzeugend. Zum Beispiel hier: Warum grübeln wir und was sind die besten drei Tipps dagegen?". Das gefällt mir und macht mich neugierig auf sein Buch. Sag ich doch immer: Liebe Autoren bloggt, was das Zeug hält. So kann man euch kennen und schätzen lernen.

Kopp-wichmann_11. Was können meine Leser und Leserinnen bei dir kaufen?

Ich habe mein erstes Buch geschrieben: „Frauen wollen erwachsene Männer – Warum Männer sich ablösen müssen, um lieben zu können.

Das Buch beschreibt, welche negativen Folgen es in der Partnerschaft haben kann, wenn der Mann sich nicht genug äußerlich und innerlich
von seiner Mutter oder auch dem Vater abgelöst hat. Dieser Schritt ist nicht einfach. Im Buch gibt es dazu einen Test und viele Übungen, mit denen man sich dem Thema nähern kann.

2. Warum gerade bei dir?

Ich arbeite seit über 25 Jahren mit Menschen, vor allem in Persönlichkeitsseminaren und Coachings. Dabei fiel mir mit der Zeit auf, wie wenig erwachsen sich Männer, die im Beruf voll ihren Mann stehen, in der Partnerschaft verhalten. Das hat mich sehr interessiert und daraus ist das Buch entstanden.

3. Seit wann gibt es dein Buch?

Das Buch erscheint im Kreuz-Verlag und ist ab dem 9 Februar 2009 in allen Buchhandlungen und bei Amazon zu kaufen.
Im Vorfeld habe ich mir schon Gedanken über die Buchpromotion Gedanken gemacht, da ich ein begeisterter Leser Deiner „Werbepraxis aktuell“ und der Bücher „Mundpropaganda-Marketing“ und „Kauf! Mich! Jetzt!“ bin. Gerade die Tipps aus dem letztgenannten Titel habe ich für mein Buch umgesetzt.

Entsprechend Deinem Buch habe ich schon während des Buchschreibens einen Blog (www.frauen-wollen-erwachsene-maenner.de) dazu eröffnet, wo ich Leser aufforderte, mir ihre Gedanken und Erfahrungen mitzuteilen. Dann hielt ich die Blogleser auf dem Laufenden, was die Buchproduktion mit Lektorat etc. angeht.

Über Adwords habe ich entsprechende Schlüsselworte und Themen-Tags geschaltet, um die Besucherzahl zu erhöhen. Auf dem Blog hatte ich einen Countdownzähler bis zum Erscheinungsdatum sowie ein Forum eingerichtet. Außerdem habe ich ein Seminar dazu gestaltet sowie eine Seite auf dem Blog, wo sich Interessenten, die eine Lesung oder einen Vortrag über das Thema organisieren wollen, informieren können.

Über Online-Druckereien habe ich je dreitausend Postkarten und Visitenkarten mit dem Buch-Cover drucken lassen, die ich an Freunde, Bekannte, Kollegen aber auch in Geschäften in Heidelberg verteile.

In meine Mails weise ich in der Signatur auf das Buch hin. Bei Xing habe ich in mehreren Gruppen auf das Buch hingewiesen, woraus zum Teil spannende Diskussionen entstanden sind. Über Twitter melde ich auch ab und zu einen Hinweis.
Von meinem Haupt-Blog www.persoenlichkeits-blog sowie meiner Website für Paare www.paartherapie4you.de weisen Links auf den Buchblog, bei dem ich auch andere Domains mit ähnlich klingenden Namen gekauft habe.

Darüberhinaus habe ich Journalisten und Blog-Autoren angeschrieben, für die das Buch interessant sein könnte. Ein Interview in der hiesigen Tageszeitung sowie eine Rezension auf dem Väter-Blog  waren bis jetzt die erfreulichen Ergebnisse. Auf amazon habe ich eine Video-Rezension eingestellt. Vier andere Leser haben dort schon ihre Kommentare hinterlassen.

Die Werbemaßnahmen haben sich bis jetzt gut bewährt. Für die ersten fünf Wochen ist der Verkauf schon sehr gut angelaufen. Nun warte ich noch auf die eine oder andere Besprechung in einer größeren Zeitschrift.

4. Was ist dein spezielles Angebot für uns?

Leser Deines Blogs können das Buch direkt von mir bekommen – mit einer persönlichen Widmung. Einfach mir eine Mail schicken.
Das Buch hat 200 Seiten und kostet bei mir dasselbe wie im Laden, nämlich 16,95 Euro. Porto zahle ich.


Wird das iPhone zum Buchlesegerät No. 1?

Während sich Amazon Kindle und Sony Bookreader abmühen (vom Sony Bookreader wurden weltweit seit Verkaufsstart 2006 nur 300.000 Stück verkauft; Amazon nennt keine Kindle Verkaufszahlen) zu den ersten Kunden zu kommen, ist ein Buchlesegerät bereits weltweit massenhaft verbreitet. Das iPhone! Elektronische Bücher im PDF Format auf das iPhone zu laden - kein Problem. Und mit dem Apple App-Store besteht schon ein ausgezeichneter Vertriebsweg.

Den nutzt z.B. der Verlag O'Reilly mit einem Abodienst für elektronische Bücher. Das so genannte Safari Bookbag ermöglicht es eine ganze Reihe von Büchern aufs iPhone oder den iPod touch zu laden. Auf der Website gibt es eine Demo dazu, wie das Ganze funktioniert. Selbst Amazon vertreibt die für den Kindle gedachten eBooks jetzt ebenfalls im Apple App-Store.

Und der Autor Drew McCormack hat soeben sein Fachbuch "Scientific Scripting with Python" online gestellt, und verkauft es jetzt für rund 5 Dollar. Ganz ohne Verlagshilfe übrigens.

Sieht so aus als kommt der Markt für diese elektronischen Bücher langsam in Bewegung. Nur noch nicht hier. Denn ein Massengeschäft erwarten die Verleger hierzulande nicht. Sollten sie aber: Denn nach einer FORSA-Studie wollen sich angeblich 2,2 Mio. Deutsche dieses Jahr ein digitales Buch kaufen.

Danke an Lucas von Gwinner, der mich auf Drew McCormack und das Thema aufmerksam machte!


Autoren, die twittern

Einer spontanen Eingebung folgend habe ich gestern einfach mal bei Twitter in die Runde gefragt, welche deutschsprachigen Buchautoren twittern. Daraus und aus Eigenrecherche entstand diese Liste Sicher nicht vollständig - auch bei den Autoren wurde jeweils nur ein Buchtitel angegeben. Hinweis auf Ergänzungen und Korrekturen sind willkommen!

Non Fiction, Sach- und Fachbücher, Ratgeber

Ines Balcik, PONS Gramatik kurz & bündig Arabisch": http://twitter.com/elefant2

Monika Birkner, "Wachstumsstrategien für Solo- und Kleinunternehmer"
http://twitter.com/MonikaBirkner

Timm Bohlen, "Golfisch. Die einzig wahre Golfsprache" http://twitter.com/ebbes 

Barbara Brecht-Hadraschek
, "Prozessmanagement leicht gemacht" http://twitter.com/babsannette

Mela Eckenfels
, "Kochbuch für Geeks" http://twitter.com/Felicea

Daniel Fiene
, "Mitmachen im Web 2.0. Das Blogger-Buch" http://twitter.com/fiene

Mario Fischer
, "Website Boosting": http://twitter.com/mariofischer

Elke Fleing, "Hervorragend positioniert: Wie Sie erreichen, dass Kunden Sie finden": http://twitter.com/ElkeFleing

Elke Hesse
, "Auf gut Deutsch! 2009": http://twitter.com/wortgestalt

Petra Hildebrandt, "Kochbuch für Geeks": http://twitter.com/ishtar_Wolff Horbach, "77 Wege zum Glück": https://twitter.com/whorbach

Roland Kopp-Wichmann, "Frauen wollen erwachsene Männer: Warum Männer sich ablösen müssen, um lieben zu können": http://twitter.com/KoppWichmann

Lietz, Kai-Jürgen, "Das Entscheider-Buch. 15 Entscheidungsfallen und wie man sie vermeidet"http://twitter.com/Entscheidertipp und http://twitter.com/smartDecisions

Sascha Lobo, "Dinge geregelt kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin": http://twitter.com/saschalobo

Jochen Mai, "Die Karriere-Bibel: Definitiv alles, was Sie für Ihren beruflichen Erfolg wissen müssen" http://twitter.com/karrierebibel

Karina Matejcek, "Mama im Job": Karina Matejcek http://twitter.com/kamaco

Timo Off, Reise ins Land der Ideen (Hörbuch): http://twitter.com/geistesblitz

Kathrin Passig, "Dinge geregelt kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin"http://twitter.com/kathrinpassig

Volker Remy, "Wie man Aufträge sammelt und mit Fischen spricht": http://twitter.com/VolkerRemy

Bernd Röthlingshöfer, "Marketeasing": http://twitter.com/berndr

Mario Scheuermann, "Wein und Zeit. Von der Kultur des Genießens": http://twitter.com/weinreporter

Gerhard Schoolmann, "Wie gestalten wir unsere Website?": http://twitter.com/abseits

Torsten Schwarz, Leitfaden Online-Marketing: http://twitter.com/DocS

Nicole Simon, "Mit 140 Zeichen zu Web 2.0": http://twitter.com/NicoleSimon 

Jörg Weisner, "Erfolgreiche Gewohnheiten: Vergiss Selbstdisziplin, erfolgreiche Gewohnheiten bringen Dich voran": http://twitter.com/JoergWeisner

Nadia Zaboura, "Das empathische Gehirn": http://twitter.com/nadia_z


Fiction, Erzählungen, Romane, Lyrik

Nessa Altura, "Die 13. Klasse": http://twitter.com/nessaaltura

Petra A. Bauer, "Wer zuletzt lacht, lebt noch. Ein Berlin-Krimi" http://twitter.com/tintenkillerin
http://twitter.com/writingwoman

Elke Bräunling, "Da wird die Angst ganz klein" http://twitter.com/elpagi

Momo Evers, "Princess Astray, Prinzessin auf Abwegen": http://twitter.com/buchmamsell

Michael Gantenberg, "Neu-Erscheinung": http://twitter.com/Gantenberg

Susanne Gerdom, "Elbenzorn": http://twitter.com/sgerdom

Daniel Glattauer, " Alle sieben Wellen": http://twitter.com/glattauer

Anette Göttlicher, "Paul darf das. Maries Tagebuch":  http://twitter.com/a_nette 

Sarah Ines, "Liebe geht durch die Haut": http://twitter.com/sarahines

Jan-Tobias Kitzel, "Flammenmeer": http://twitter.com/jtkitzel

Jochen Langer, "Die Liebe am Nachmittag" http://twitter.com/JochenLanger

Falko Löffler, "Drachenwächter": http://twitter.com/falkoblog

Tasso J. Martens, "Mission Liebe":  http://twitter.com/Tasso9x

Markus Michalek, "Drei Städte": http://twitter.com/kapinski

Nicole Rensmann, "Ciara, Mitternachtslektüre vom Feinsten": http://twitter.com/NicoleRensmann

Alexander Wichert, "Kettenhund": http://twitter.com/vashtan

Hinweis: Petra A. Bauer hat eine ähnliche Liste erstellt.


Wo bleiben die deutschen Krisen-Menüs?

Die Weltwirtschaftskrise ist in den Metropolen rund um den Globus angekommen. Sehr spannend zu sehen, wie z.B. die Gastronomie in diversen Ländern darauf reagiert:

  • In Saint Malo offeriert Christopher Guesnon einmal in der Woche in seinem "La Cabane" ein Krisen-Menü: Tagesteller plus Dessert: 3,90 Euro.
  • Im Pariser "Chope du Château Rouge" in Montmartre gibt es freitags und samstags ohne Aufschlag einen Teller Couscous, wenn man ein Getränk bestellt.
  • Im Restaurant "Oriental Aroma" im südenglischen Wooton Bassett isst man zur Zeit angeblich sogar ganz umsonst. "Beim Abschied drückt Besitzer James Huynh den Gästen sogar noch ein Pfundstück in die Hand."
  • In Turin und Mailand sind die "Aperitivi con buffet" schwer im Kommen: "Am frühen Abend kann man sich in zahlreichen Bars für den Preis eines Getränkes so viele kalte und warme Speisen auf sein Plastiktellerchen legen, wie man will. Das wird vor allem von Studenten gerne für eine ausgiebige Mahlzeit genutzt"

Und in Deutschland? Ist die Krise offenbar noch nicht zu spüren. Aber was würden Sie tun, wenn Sie ein Krisen-Angebot schnüren würden?

Gemeinsam ist allen Angeboten, sie haben das Haus voll - dank Mundpropaganda.

Alle Zitate und weitere Infos vom Standard


Was tun gegen leerstehende Ladenlokale? Curiosity Shops einrichten!

In immer mehr Innenstädten sieht es trostlos aus. Geschäftsaufgaben und leerstehende Ladenlokale - es werden immer mehr. Besonder krass, wenn die Scheiben mit Packpapier zugeklebt sind. Oder ein Schild "Zu vermieten" als einzige Zierde darauf klebt - monatelang, versteht sich. So dass die Scheiben langsam verdrecken.

Schon im eigenen Interesse müssten Städte und Gemeinden, aber auch die Läden in unmittelbarer Nachbarschaft dagegen etwas tun. Denn sind erstmal mehrere Geschäfte in einer Straße weg, kann auch die Publikumsfrequenz ganz schnell abnehmen. Hier mal ein paar Ideen:

  • Ladeninhaber der angrenzenden Geschäfte gestalten eine gemeinsame Deko und nutzen so das Schaufenster
  • Die Scheiben werden durch Folien gestaltet - entweder durch Künstler oder auch mit Werbung
  • Die Läden werden zu Kunst-Aktionsflächen... es gab schon Dichterlesungen im Schaufenster

Und eine ganz tolle Idee kommt jetzt aus England. Dort werden in leerstehenden Läden so genannte Curiosity Shops eingerichtet. Örtliche Museen zeigen darin in einer Wanderausstellung originelle Exponate. Sie haben ja genug Sachen, die aus Platzmangel eh nur im Archiv liegen.

"We take an empty shop in a town centre and in less than two weeks turn it into an exciting place where you can see some of the unusual and wonderful objects from our local museum."

!2 Museen haben sich für die Curiosity Shop Idee zusammengeschlossen. Und das Ergebnis: Die Ausstellungsläden ziehen wieder Leute an. Die Publikumsfrequenz schnellt nach oben. Weshalb sich Stadtmarketer und Einzelhändler durchaus dazu durchringen sollten, solchen Ideen durch Sponsoring unter die Arme zu greifen.

Gefunden im 24hour Museum.