Previous month:
April 2009
Next month:
Juni 2009

Radikale Zufriedenheitsgarantie

Na das ist doch mal ein Angebot, aber vielleicht ein falsches? Wer jetzt bei der comdirect Bank ein Konto eröffnet erhält folgende Zufriedenheitsgarantie: " 50 Euro, wenn Sie zufrieden sind. 100 Euro wenn sie es nicht sind. Und so funktioniert das:

"50 Euro erhalten Sie im 4. Monat nach Kontoeröffnung, wenn Sie mind. 5 Transaktionen in den ersten 3 Monaten je über 25 Euro oder mehr tätigen. Weitere 50 Euro bei Kontokündigung 12–15 Monate nach Eröffnung mit Angabe der Gründe für Ihre Unzufriedenheit. Voraussetzungen: Erhalt der ersten 50 Euro, mind. 5 Transaktionen pro Monat je über 25 Euro oder mehr ab dem 4. Monat. Weitere Details unter www.comdirect.de/zufriedenheitsgarantie"

Werde den Eindruck nicht los, das hier die falschen belohnt werden oder? Wäre es nicht richtiger gewesen, denen 50 Euro zu schenken, die ihr Konto behalten?

Und hier noch ne Idee, die wirklich was taugt, liebe Banker. Wie wärs mit ner "gewollten Fehlbuchung": Einmal im Monat erhält ein zufällig gewählter (Stamm-)Kunde der Bank eine Gutschrift von 1.000 Euro auf sein Konto. Die Gewinnchance ist weit höher als beim Lotto. Und die 12.000 Euro habt ihr doch noch in eurem Etat oder?




Kundenbindung ist doof

Kundenbindung ist eines der bescheuerten Wörter, die ich schon lange aus meinem Wortschatz gestrichen habe. Denn keine Kunde will gebunden werden. Kunden wollen frei sein in ihren Entscheidungen und brauchen keine Unternehmen, die sie an die Kette legen. Es ist eines der Wörter, das typisch ist für das Old School Marketingdenken. Alles nur vom Unternehmen und nicht vom Kunden her gedacht. Wenn Unternehmen über Kundenbindung nachdenken, kommen wahrscheinlich so Sachen wie Handy-Knebelverträge dabei heraus.

Schön dass es erfolgreiche Unternehmer gibt, die das anders sehen. Wie zum Beispiel der Boss der dm-Kette Götz Werner:
"Dabei geht es allerdings nicht um Kundenbindung, wie die meisten im Handel glauben. Es geht ­darum, dass sich der Kunde gern mit uns verbindet.
profil: Wie schaffen Sie diese Verbindung?
Werner: Durch Werbung, durch Sponsoring, durch das Auftreten unserer Mitarbeiter. Das Wichtigste ist die Mund-zu-Mund-Propaganda. Die eigenen Mitarbeiter müssen am Stammtisch gut über das Unternehmen reden. Viele Unternehmensführer unterschätzen, dass die wichtigsten Werbeträger die eigenen Mitarbeiter sind. So, wie wir unsere Mitarbeiter behandeln, behandeln sie dann unsere Kunden.

Zitat aus: profil online