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Knuffiger Kiesel: Das Palm Pre im Test

Palm_posteingang Ist das nicht manchmal komisch. Da habe ich jahrelang überlegt, ob ich mir ein iPhone zulege oder lieber doch das Google Handy mit dem Android genannten Betriebssystem. Und jetzt habe ich gleich zwei der neuen Smartphones und iPhone Konkurrrenten im Haus und nutze sie beide begeistert. Vor etwa 4 Wochen gekauft habe ich mir das G2 Touch – hierzulande exklusiv vertrieben von T-Mobile. Und seit 1 Woche nutze ich das neue Palm Pre, ich habe es im Rahmen der Produkteinführung als Tester von O2 erhalten.
Erstes Fazit: Das neue Palm schlägt das G2 Touch gleich in ein paar mir wichtigen Kategorien um Längen. Und das ist umso erstaunlicher für mich selbst, da ich den Palm, wenn ich ihn nicht als Tester erhalten hätte, vermutlich nie in die Hand genommen hätte. Und da liegt er jetzt nun.Satt und rund – ein haptischer Wonneproppen mit seinen sanft gerundeten Ecken. Wie ein großer Kiesel, der sich beruhigend und handschmeichelnd anfühlt. Solche Smartheit geht dem G2 Touch leider ab. Ist zwar um einiges flacher gebaut, aber warum ist das Bedienfeld unter dem Display so seltsam geknickt?

Phase 1: Das Auspacken.
Palm_verpackung Die Palm Leute haben einiges für das nette Design getan. In einer weißen Box offenbart sich ein  Innenleben in knallorange. Kein Plastik, sondern gerillte Kartonstreifen bilden 3 Fächer in den das Handy selbst, die Kopfhörer und der eigenwillig gestaltete Steckdosenadapter liegen – Strom holt man sich hier mit einer Art USB-Kabel, das natürlich nur per Adapter in hiesige Steckdosen passt. Freude! Auch schön: Eine Softvelours Hülle ist gleich dabei um das Palm vor Kratzern zu schützen. Ich will ja hier keinen Vergleichstest zum G2 Touch schreiben – aber bei Optik und Haptik, bei der Verpackung und der liebevollen Gestaltung liegt der Palm um Längern vorn.

Phase 2: die Inbetriebnahme
Nachdem das Handy nun ausgepackt ist, geht’s erst mal ans Laden. Leider finde ich keine Öffnung, in die ein Kabel passen würde. Also Bedienungsanleitung befragen. Und siehe  da – auf der rechten Geräteseite ist der Anschluss, verdeckt von einem winzig kleinen Plastikkäppchen, das man sehr sehr umständlich aufpfriemeln muss. Wie lange das labbrige Ding an seinem Platz bleibt, wage ich nicht zu wetten. Ist sicher die erste Sollbruchstelle am Gerät.
Nach dem Anschalten geht es mit einer hübschen Animation weiter – und unbemerkt laden sich hier wohl ein paar Megabyte an Softwareupdate herunter. Auch muss man sich ein Palm Profil anlegen um Online-Verbindungen zu nutzen. Wozu das Ganze? Soll ein Techniker erklären – aber wenigstens ist es schnell erledigt. Dann nervt doch noch ein bisschen die „Einführungs-Animation“ auf dem Bildschirm – erst wenn man eine Bedienungsgeste nämlich das Unterhalb-des-Bildschirms-darüberwischen gelernt hat – inklusive Wiederholung, darf man weiter. Das ist ein bisserl arg oberlehrerhaft an der Stelle.

Palm tastatur Zum Totlachen fand ich eigentlich die kleine Tastatur, die nach dem Hochschieben des Displays zu Vorschein kommt. Aber nur solange bis ich sie ausprobiert habe: Es tippt sich damit eindeutig schneller und präziser als wenn man Buchstaben auf den Touchscreen-Bildschirm tippt. Ein bisschen komme ich mir beim Anblick der Tastatur zwar vor wie ein Rechenzwerg aus der gefürchteten Controlling-Abteilung – aber wenn man die Tastatur nicht braucht, versteckt man sie gleich wieder. Natürlich ist der Bildschirm ein Touchscreen und man kann – bis auf die Text- und Zahleneingaben – alle Funktionen mit der Bildschirmberührung bedienen. Mensch, dieses Zusammendrücken oder Vergrößern von Browserinhalten – das blitzschnelle Ändern von Hoch- auf Querformat, wie es alle Smartphones können – ist schon ein Spaßbringer. Aber ganz klasse, finde ich die Idee, wie man beim Palm offene Anwendungen schließt. Man schrumpft die bildschirmfüllende Anwendung einfach mit einem Druck auf den Mittelknopf und sie schnurren auf halbe Größe zusammen. Dann wischt man sie einfach vom Bildschirm und mit einem Papierknüllgeräusch ist sie geschlossen. Aus den Augen aus dem Sinn. Das kann das G2 Touch nicht – ob es beim iPhone kann? Keine Ahnung. Aber es ist das Feature das dazu beiträgt, dass man das Palm Pre so gerne in die Hand nimmt.

Weitere Eindrücke

Bedienungsfreundlichkeit, Übersichtlichkeit scheint mir beim Palm alles einen Tick besser gelöst als beim G2 Touch. Mannomann, wie oft habe ich in den ersten Tagen gegoogelt, weil ich beim G2 Touch nicht weiterwusste – und man ist schneller bei Google als bei der geräteeigenen Hilfe-Anleitung. Beim Palm erschließt sich das alles blitzschnell von selber.

Palm_desktop

Gerade mache ich die mitgelieferte Kurzanleitung auf und entdecke – es gibt noch weitere Funktionen, die ich noch nicht kannte, Text ausschneiden zum Beispiel. Und jetzt habe ich auch den Lautstärkeregler entdeckt. Ganz ohne Bedienungsanleitung geht’s also doch nicht.

Zum Schluss noch ein paar (un-)wichtige Details.

Das Einrichten von E-Mail-Konten ist bei beiden Handys super einfach. Aber am einfachsten beim Palm. Nur mit Benutzername und Passwort einloggen und das Gerät findet alle wichtigen Parameter für den E-Mail-Verkehr selbst. Beim G2 Touch muss man noch umständlich Server- und Portnummer eintragen – nein danke. Spaß machen die Google Maps Funktionen mit der Bestimmung des eigenen Standorts, die permanent aktualisierten Wetterfunktionen, die Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Einkaufsquellen.

Über die WLan Funktion bin ich mit dem Palm jetzt nahezu rund um die Uhr online. Mir als Handyhasser sind diese Smartphones plötzlich nicht nur ans Herz gewachsen, sondern begleiten mich jetzt den ganzen Tag. Man kann mit ihnen zwar auch telefonieren – aber alles andere macht mehr Spaß.
Der Palm Pre ist für mich der Sieger nach Sympathiepunkten. Nur schade, dass ihm die geniale Wikitude-Funktion fehlt – das Einblenden von Sehenswürdigkeiten in den Kamerasucher. Aber die fehlt ja dem iPhone auch.

Kommentare

Lucas von Gwinner

"Nur schade, dass ihm die geniale Wikitude-Funktion fehlt – das Einblenden von Sehenswürdigkeiten in den Kamerasucher. Aber die fehlt ja dem iPhone auch."

Gibt’s auch für’s iPhone: Im AppStore zum Download unter dem namen NearestWiki für 1,59€. Und funktioniert auch ganz hervorragend.

christina

Gibts seit Anfang Otkober für iPhone 3gs - Wikitude im App Store und zwar kostenlos!

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