„Der Homeworker sitzt grübelnd am Schreibtisch, da steckt seine Partnerin den Kopf durch die Tür: „Ich geh kurz einkaufen, soll ich dir was mitbringen?“ fragt sie. Der Herr des Hauses ist genervt. Diese gut gemeinte Frage ist heute schon die x-te Störung. Vorhin stand Filius 3 auf der Home-Office-Matte, weil sein Roller klemmte. Davor musste der Homeworker Getränkekisten in den Keller schleppen. Außerdem hat er an diesem Vormittag schon eine Spinne erledigt, den Autoschlüssel gesucht und den Dichtungsring am tropfenden Wasserhahn gewechselt“
Bloß die eigentliche Arbeit hat er nicht erledigt.
Nun hat der Homeworker ja nicht nur unter Störungen zu leiden. Wenn er allein zuhause arbeitet, ist er mitunter sein ärgster Feind. Checkt stundenlang e-Mails, geht Kaffeekochen oder wundert sich, dass keine Arbeitsstimmung aufkommt, wenn er in Trainingshosen am Schreibtisch sitzt. Die Lebens- und Arbeitssituation der über 5 Millionen Homeworker in Deutschland ist völlig unterschiedlich. Aber der Ratgeber spricht alle denkbaren Probleme an, von der Aufschieberitis zum Zeitmanagement, von der Selbstmotivation bis zur Vermeidung von Beziehungsstress. Dabei bleibt das Buch nicht theoretisierend und wird an keiner Stelle neunmalklug, wie manch andere Ratgeber. Die praxisnahen, immer wieder eingeflochtenen Beispiele sind im Gegenteil sehr anschaulich. Und die Tipps sind unideologisch und einfach, dafür aber umso wirksamer.
Sogar einen Abschnitt „Kampf den Käsebroten“ gibt es. Der erzählt davon, wie man sich in der Mittagspause auch abseits der Betriebskantine abwechslungsreich und ohne allzu großen Zeitaufwand versorgt.
Allerhöchste Geschenkempfehlungsstufe für alle Homeworker und deren Angehörige.
Homeoffice. Erfolgreiches Heimspiel dank Zeit- und Selbstmanagement
Von Birgit Golms, Gudrun Sonnenberg



