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Kalte Muschi: Wie verrückt darf ein Name sein?

Kalte-Muschi Sehr verrückt. Hinter dem doppeldeutigen Namen verbirgt sich ein neues Weinmixgetränk. Rotwein mit Cola, um genau zu sein. Innerhalb eines Jahres wurden 1 Million Flaschen kalte Muschi  abgefüllt und ausgetrunken. Die Hersteller des Getränks haben offenbar alles richtig gemacht.

Das Getränk wurde ohne klassische Werbung in Szenebars, Cafés und Gaststätten eingeführt. Und zum Start ging man eine Partnerschaft mit dem FC St. Pauli ein. Dessen Fans wurden die ersten Kalte-Muschi-Trinker. Inzwischen ist es in Hamburg zum Kultgetränk geworden und verbreitet sich weiter über Deutschland.

Der Name spielt beim Erfolg eine wichtige Rolle. Gastronomen haben beobachtet, dass die Leute es trinken, weil sie den Namen lustig finden. Und über den Namen spricht man auch mit seinen Freunden. Noch eine Gastronomenbeobachtung: sobald ein Gast Kalte Muschi bestellt, ordern andere das gleiche Getränk. Clever, wie die Kalte-Muschi-Hersteller Netzwerkeffekte und Mundpropaganda nutzen.

Gefunden im nomyblog


Downloadtipp: Kostenloses e-Book "Public Relations im Mittelstand"

Dieses Buch sollte man nicht verpassen. PR-Profi Christian Fischer hat einen 90-seitigen Ratgeber "PR im Mittelstand" für PR-Neulinge geschrieben.

 Das sind die wichtigsten Inhalte:

  • Einführung in die PR,
  • PR-Themen und Ideen entwickeln,
  • PR-Instrumente,
  • Die Medienlandschaft,
  • Ohne Strategie verpufft die beste PR,
  • Erfolgskontrolle,
  • Eigene Pressestelle oder externe Berater?

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Mit einer AdWords Anzeige zur neuen Stelle

Ego-Surfen macht Spaß. Den eigenen Namen googeln, mal sehen wie viele Fundstellen Google meldet und nachlesen, was andere über einen schreiben. Macht jeder. Und natürlich machen das auch eitle Geschäftsführer oder Kreativdirektoren von Werbeagenturen. Der US-Amerikaner Alec Brownstein machte sich die Eitelkeit der Ego-Surfer zunutze, um sich auf diese Weise bei ihnen um eine Stelle zu bewerben.

Mit dem Text: "Hey Ian Reichenthal, googling yourself is a lot of fun. Hiring me is fun, too" schaltete er eine maßgeschneiderte AdWords Anzeige. Das machte er noch bei vier weiteren Ansprechpartnern. Die Aktion hatte durchschlagenden Erfolg. Vier der fünf Angesprochenen luden ihn zum Vorstellungsgespräch. Zwei machten ihm dann ein konkretes Jobangebot. Alec hatte die Wahl. 

Gekostet hat ihn die originelle Aktion lediglich sechs US-Dollar. Wow!  Sehen Sie selbst sein Fazit der Aktion:


Gefunden bei Karrierebibel


Das Ende der Gestaltung? Website erstellt Online-Anzeigen automatisch und kostenlos

Places Ad Places Ad2 Die Macher von iPromote haben es auf die kleinen Unternehmen abgesehen. Auf all jene, die sich keinen Designer für die Gestaltung ihrer Anzeigen leisten können oder wollen. Wer dennoch mit einer Anzeige seine Website bewerben will, der muss nur seine Websiteadresse eingeben. iPromote analysiert dann die Website, sucht nach den wichtigsten Textbausteinen und Bildern und baut das ganze zu einem Werbebanner in verschiedenen Formaten zusammen. Sieht ganz passabel aus und erfüllt seinen Zweck. Das Schöne daran: Man kann die vom System vorgeschlagene Musteranzeige nun noch selbst gestalten, etwa indem man eigene Bilder hochlädt oder die vorgeschlagenen Texte verändert. Die fertige Anzeige kann man dann sofort in diversen Werbenetzwerken schalten. Budget, Verbreitungsgebiet und Zahlungsweise festlegen, das war's.

Ein weiterer Anbieter ist die Firma PaperG mit dem Service PlaceLocal. Er wendet sich vor allem an lokal agierende Unternehmen, die nicht mal eine eigene Website haben müssen. Der Service erstellt die Anzeige aus Informationen, die im Web gefunden werden. Man muss nur Firmennamen und Adresse eingeben und die Software durchsucht das Netz nach brauchbaren Text- und Bildinformationen, aus denen die Anzeige zusammengebaut wird.

Abbildungen von PlaceLocal


Professionelle Produktfotos für nur 112 US-Dollar

Pastor produktfotografie Der New Yorker Fotograf Mariano Pastor ist nicht irgendwer. Er hat bereits mit Arbeiten für Lancome, Givenchy und andere auf sich aufmerksam gemacht. Jetzt hat der Topfotograf sein Businessmodell erweitert.

Auf der Website ViaU! kann man ihn ganz einfach online beauftragen, zum Preis von 112 US-Dollar. Hintergrund und Layout des sogenannten Still Life Shots werden auf der Website ausgewählt. Dann sendet man das zu fotografierende Objekt per Post an das Studio. Eine Einschränkung gibt es: die Objekte dürfen nicht größer als 18 Inch sein. Binnen 24 h  macht Pastor dann die Aufnahme und stellt sie wieder online. Die Kunden können dann das Foto herunterladen und es unbegrenzt benutzen.

Angebote wie diese werden die Fotowelt schnell umkrempeln. Noch sind hierzulande ja viele Fotografen unterwegs, die ihre Kunden mit undurchsichtigen Nutzungsvereinbarungen knebeln.

Bild: Mariano Pastor, viaU!


Wie man den perfekten Buchtitel findet

Nach der alt hergebrachten Methode funktionierte das ja so: Man macht sich als Autor sehr lange und sehr viele Gedanken, die man ein paar Dutzend mal wieder verwirft. Dann sendet man den allerbesten Vorschlag an den Verlag, wo sich Lektoren, Vertriebsleute und andere mal allein, mal gemeinsam in der Programmkonferenz schwere Gedanken machen. Gut möglich, dass der Titel danach verbessert, verwässert, auf alle Fälle aber irgendwie anders wird.

Man kann aber auch seine Leser fragen.Timothy Ferriss beispielsweise schaltete Google Anzeigen, um den optimalen Buchtitel für seinen Bestseller "Die 4-Stunden Woche" herauszufinden. Hat ja geklappt. Und dtv  macht es auf die direkte Tour und fragt bei Facebook:

"Abstimmung! Im kommenden Winterprogramm erscheint bei uns "Winterkartoffelknödel", ein Provinzkrimi von Rita Falk. Die Autorin schreibt derzeit an ihrem zweiten Krimi und wir suchen den passenden Buchtitel. Zur Auswahl stehen bisher: Milchnudelkompott, Dampfnudelblues, Schlawinerschnitzel, Sauerkrautkoma, Weißwurstsomm...er, Leberkäsjunkie. Jetzt möchten wir gerne Eure Meinung hören! Gefällt Euch einer der Titel?"