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Wie man den perfekten Buchtitel findet

Nach der alt hergebrachten Methode funktionierte das ja so: Man macht sich als Autor sehr lange und sehr viele Gedanken, die man ein paar Dutzend mal wieder verwirft. Dann sendet man den allerbesten Vorschlag an den Verlag, wo sich Lektoren, Vertriebsleute und andere mal allein, mal gemeinsam in der Programmkonferenz schwere Gedanken machen. Gut möglich, dass der Titel danach verbessert, verwässert, auf alle Fälle aber irgendwie anders wird.

Man kann aber auch seine Leser fragen.Timothy Ferriss beispielsweise schaltete Google Anzeigen, um den optimalen Buchtitel für seinen Bestseller "Die 4-Stunden Woche" herauszufinden. Hat ja geklappt. Und dtv  macht es auf die direkte Tour und fragt bei Facebook:

"Abstimmung! Im kommenden Winterprogramm erscheint bei uns "Winterkartoffelknödel", ein Provinzkrimi von Rita Falk. Die Autorin schreibt derzeit an ihrem zweiten Krimi und wir suchen den passenden Buchtitel. Zur Auswahl stehen bisher: Milchnudelkompott, Dampfnudelblues, Schlawinerschnitzel, Sauerkrautkoma, Weißwurstsomm...er, Leberkäsjunkie. Jetzt möchten wir gerne Eure Meinung hören! Gefällt Euch einer der Titel?"

Kommentare

Bernd Dumont

Sehr schöner Beitrag und eine extrem clevere Strategie. Da stellt man sich schon die Frage, warum diese Vorgehensweise so selten (und nicht nur bei Büchern) verwendet wird. Nicht nur Verlage (Ausnahme dtv) sondern auch Autoren (Ausnahme Tim Ferris) sind da wohl immer noch etwas verschlafen.

Allerdings sollte man auch aufpassen: Bei Tim Ferris kann man davon ausgehen, dass seine Zielgruppe durchaus internet-affin ist. Beim "Winterkartoffelknödel" muss das vielleicht nicht der Fall sein und dann kann so eine Strategie zwar clever aussehen, letztendlich aber auch mächtig ins Auge gehen. Dann finden möglicherweise Menschen im Web den Titel "Dampfnudelblues" genial. In der Buchhandlung steht dann aber die "Winterkartoffelknödel-Fraktion" vor dem Buch, die sich von der Dampfnudel nun gar nicht angesprochen fühlt...

Ganz geschickt nutzt im deutschsprachigen Raum das Autorenduo Förster & Kreuz das Web. Gerade haben Sie eine Aktion gestartet, bei dem man für die Innenseite des Umschlags sein eigenes Portraitfoto einreichen kann (http://home.foerster-kreuz.com/2010/05/ihr-foto-auf-dem-cover-unseres-neuen.html). Unabhängig vom Titel kann man mal davon ausgehen, dass die Leute, die es auf das Buch schaffen, zu den besten Botschaftern werden. Und das ist doch ziemlich clever. Ich würde mal sagen: Bestes Marketeasing...

Bernd Röthlingshöfer

Stimme Deinen Anmerkungen zu. Danke auch für den Hinweis auf Förster/Kreuz. Sehr schöne Aktion - inspiriert von Seth Godin.

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