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Stichtag 14.09.2010: AdWords Werbung mit fremden Markennamen erlaubt

Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs hat Google seine Richtlinien für die Anzeigenschaltung überarbeitet.

Das bedeutet: Ab 14.09.2010 können Sie als Unternehmen auch geschützte Begriffe als "Keyword" nutzen. Ausdrücklich hat das Gericht entschieden, dass es legitim ist, wenn ein Inserent den Markennamen eines anderen Unternehmens als Keyword verwendet, um auf seine eigenen Anzeigen zu verweisen. Somit dürfen Sie auch Markennamen von Wettbewerbern in Ihrer Keyword-Strategie einsetzen. Die Markeninhaber von Louis Vuitton und Thonet wollten dies verhindern, sind aber bei dem Prozeß in Luxemburg zurückgewiesen worden.

Ausnahme: Die Anzeigenwerbung mit fremden Markennamen darf die Nutzer nicht verwirren oder täuschen. In solchen Fällen kann man auch künftig bei Google Beschwerde einreichen. Sollte zum Beispiel ein Anbieter mit seiner Anzeige zu Unrecht den Eindruck erwecken, dass er zu einem bestimmten Markenanbieter gehöre oder sogar geschützte Markenprodukte anbieten, wird Google die Anzeige entfernen.

Wie ist die Rechtslage in anderen Ländern? Hier die Liste der Länder, in denen Sie mit fremden Markennamen in AdWords Anzeigen werben dürfen.


Die Pressemappe: 7 Expertentipps für eine überzeugende Gestaltung

Natürlich ist der Inhalt der Pressemappe wichtiger als seine Verpackung. Aber da die Pressemappe die Visitenkarte Ihres Unternehmens ist, sollten Sie ihr auch Aufmerksamkeit gönnen. In PR Praxis habe ich die folgenden 7 Tipps gefunden, die helfen, dass Ihre Pressemappe auch in Form und Gestaltung überzeugt.

  • 1. Tipp: Achten Sie auf Stabilität. Ideal ist Papier von mindestens 250g/qm, besser noch 350 g/qm. Alles andere ist schnell zu labberig und fällt auseinander.
  • 2. Tipp: Die Mappe sollte Ihre „Hausfarben“ haben.
  • 3. Tipp: Auf die Vorderseite der Pressemappe sollten Sie das Logo Ihres Unternehmens und ggf. den Namen drucken lassen.
  • 4. Tipp: Sinnvoll ist es, das Logo und den Namen des Unternehmens auf der Rückseite zu wiederholen und ggf. durch die Kontaktdaten zu ergänzen. So kann man die Mappe auch noch zuordnen, wenn sie auf der Vorderseite liegt.
  • 5. Tipp: Praktisch sind Mappen, die am unteren Rand und an der Seite Laschen haben, damit nichts hinausfällt.
  • 6. Tipp: Je nach individuellem Geschmack kann auch oben eine Lasche angebracht werden. Beachten Sie in diesem Fall aber, dass großformatige Broschüren unter Umständen geknickt werden müssen.
  • 7. Tipp: Ideal ist es, wenn die Lasche unten so gestanzt ist, dass Sie dort die Visitenkarte des Ansprechpartners einstecken können.

Quelle: PRPraxis


50.000 Euro Bußgeld für den Einsatz von Google Analytics

Google Analytics ist  mit 79 % Marktanteil das beliebteste Website-Analyse-Tool in Deutschland. Den wenigsten Websitesbetreibern, die Google Analytics einsetzen, dürfte bekannt sein, dass Google Analytics gegen deutsches Datenschutzrecht (TMG) verstößt. Bereits im Herbst letzten Jahres haben die obersten Datenschützer der Länder in einer Sitzung des so genannten Düsseldorfer Kreises festgelegt, welche Kriterien für den Einsatz datenschutzkonformer Statistik-Tools gelten. Das sind sie:

  • Den Betroffenen ist eine Möglichkeit zum Widerspruch gegen die Erstellung von Nutzungsprofilen einzuräumen. Derartige Widersprüche sind wirksam umzusetzen.
  • Die pseudonymisierten Nutzungsdaten dürfen nicht mit Daten über den Träger des Pseudonyms zusammengeführt werden. Sie müssen gelöscht werden, wenn ihre Speicherung für die Erstellung der Nutzungsanalyse nicht mehr erforderlich ist oder der Nutzer dies verlangt.
  • Auf die Erstellung von pseudonymen Nutzungsprofilen und die Möglichkeit zum Widerspruch müssen die Anbieter in deutlicher Form im Rahmen der Datenschutzerklärung auf ihrer Internetseite hinweisen.
  • Personenbezogene Daten eines Nutzers dürfen ohne Einwilligung nur erhoben und verwendet werden, soweit dies erforderlich ist, um die Inanspruchnahme von Telemedien zu ermöglichen und abzurechnen. Jede darüber hinausgehende Nutzung bedarf der Einwilligung der Betroffenen.
  • Die Analyse des Nutzungsverhaltens unter Verwendung vollständiger IP-Adressen (einschließlich einer Geolokalisierung) ist aufgrund der Personenbeziehbarkeit dieser Daten daher nur mit bewusster, eindeutiger Einwilligung zulässig. Liegt eine solche Einwilligung nicht vor, ist die IP-Adresse vor jeglicher Auswertung so zu kürzen, dass eine Personenbeziehbarkeit ausgeschlossen ist.

Zuderhandlungen können als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro belegt werden. Auch wenn die personell dünn ausgestatteten Datenschützer kaum die Zeit finden, jeden mit Bußgeld zu belegen - einige kann es treffen.

Nach einer Studie von Xamit sind derzeit nur 6 Tools legal nutzbar. Sie werden in der Studie aufgelistet.

Google hat Google Analytics inzwischen nachgebessert - erfüllt die Voraussetzungen der Datenschützer aber nicht vollständig.


Toll für Spammer: die Datenschutzlücke beim Facebook-Login

oder: Wie E-Mail Spammer das Facebook Login nutzen können, um unbekannte E-Mail Adressen und Handynummern zu personifizieren.

Ich habs soeben durch Zufall entdeckt. Facebook macht es Spammern kinderleicht, E-Mail Adressen zu verifizieren. Ja, es ist ein perfektes Tool, um zu einer aus dem Netz gefischten E-Mail Adresse auch Namensdaten zu erhalten.


Probiert es aus: Geht einfach zum Facebook Login, tippt eine E-Mail Adresse ein und irgendein paar Buchstaben ins Passwortfeld.
Sollte die betreffende Person eine Facebook Konto unter dieser E-Mail Adresse haben, dann nennt dir Facebook den Vor- und Zunamen der mit der E-Mail-Adresse verknüpften Person und fragt:

„Du bist das nicht? Dann klicke hier.“

Toll! Man kann sogar einen Tippfehler in die E-Mail einbauen.
Dann schlägt Dir Facebook die Person vor, die sich mit einer ähnlichen E-Mail Adresse registriert hat und sagt: "Es scheint, als ob du deine E-Mail oder deinen Nutzernamen falsch geschrieben hast. Bitte gib dein Passwort erneut ein."

Noch toller! Mit der gleichen Methode klärt man auch Handynummern auf und ermittelt die zu einer Handynummer gehörende Person, (wenn diese ihr Handy zum Login benutzt.)

Das wars mal wieder aus der Reihe "Datenschutz bei Facebook".


Warum Twitter nicht social ist... und andere Forschungsergebnisse

Sind Sie Informer oder Meformer?  Diese zwei Nutzertypen kann man bei Twitter unterscheiden. Informer teilen Informationen, die allgemein interessant sind, mit anderen. Meformer reden nur von sich und antworten auch selten auf Tweets von anderen. 80% der Twitter Nutzer sind Meformer, nur 20% gehören zu den Informern. Dazu passt die Erkenntnis, dass 90% der Tweets von nur 10% der Nutzer erstellt werden.
Weshalb Sie doch lieber Informer sein sollten: Informer haben mehr Follower.

Logisch, wenn 80 % der Nutzer nur von sich reden und nicht davon reagieren, kann man Twitter wohl kaum als soziales Netzwerk betrachten.

Im englischsprachigen Psyblog gibt es weitere interessante Forschungsergebnisse zu Twitter.


Kunden als Produktmanager: Zeigt uns Mountain Dew die Zukunft des Verkaufs?

So konsequent wie der amerikanische Limonadehersteller Mountain Dew hat wohl noch kein Unternehmen die Konsumenten zu Mitproduzenten gemacht. Denn bei der neuesten Kampagne des Unternehmens agieren die Kunden als Ideengeber, Produktentwickler, Produktmanager, Werbepromoter und Verkäufer in einem.

Das zur Pepsi-Gruppe zählende Unternehmen rief via Internet auf, dem Unternehmen Ideen für neue Getränke und Geschmacksrichtungen zu übermitteln. Aus den Vorschlägen kamen 50 Ideen in die engere Wahl. Diese Ideengeber wurden mit den erforderlichen Geräten ausgestattet, um ihre eigene Limo-Sorte herzustellen und ein Werbevideo dafür zu drehen.

Mit dem Werbevideo warben die 50 Ideengeber nun selbstständig im Netz für ihr neues Getränk. Sieger wurde, wer bei dem Abstimmwettbewerb die meisten Stimmen auf sich vereinen konnte. Die 3 Siegersorten wurden vom Unternehmen produziert und testweise auf den Markt gebracht. Hinter jeder Sorte stand dann ein Team von Fans, das komplett für "ihre" Marke verantwortlich war.

Am Ende wurde die Marke Moutian Dew White Out dauerhaft ins Sortiment aufgenommen, die anhand von Online-Abstimmungen und den Verkaufszahlen als Sieger ermittelt wurde. http://www.dewmocracy.com

Quelle: Newsletter Werbe- & PR-Profi

 


Achtung, der Google Kamerawagen kommt

Jede Menge Ärger gab es schon um die Google-Kameraautos.  Mehr und mehr Bürger wollten in diesem Jahr  ihr Haus nicht von Google filmen lassen. Unternehmer sehen das aber anders.

Für sie ist Google Street View nämlich eine tolle Sache. Wenn die Straßenansicht erst mal in ganz Deutschland eingeführt ist, dann lassen sich ganze Straßenzüge im Internet oder auf dem Handy betrachten. Auch Navigieren wird dann viel realitätsnaher werden. Und, wer seinen Firmensitz  oder seinen Laden in der Straßenansicht gut präsentiert, für den ist das kostenlose Werbung.

Bislang machte Google immer ein Geheimnis daraus, wann und in welcher Region Strecken befahren und Häuser gefilmt werden. Mit dieser Geheimniskrämerei ist Schluss: Der Hamburger Datenschutzbeauftragte hat erreicht, dass Google diese Termine nun vorab veröffentlicht. Wenn Sie wissen wollen, wann in Ihrer Stadt oder in Ihrer Gemeinde der Google Kamerawagen kommt, dann klicken Sie hier.

http://maps.google.com/intl/de/help/maps/streetview/where-is-street-view.html