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5 Gründe für Unternehmer, die neue Google Instant-Suche zu hassen

Seit letzter Woche hat Google die Internetsuche revolutioniert und Google Instant eingeführt. Neu daran: Schon während des Eintippens versucht Google zu erraten, was Sie wissen wollen. Nun erscheint unter dem Sucheingabefeld ein Box, die während des Tippens rät, welchen Suchbegriff Sie eingeben wollten. Noch während des Tippens erscheinen dann mehrere Treffervorschläge.

Beispiel: Während ich oben im Suchfeld das Wort "Werbung" eingab und erst die 3 Buchstaben „Wer“ getippt hatte, wollte mich Google zu „Wer-kennt-wen“ senden. Als ich dann den Begriff „Werbung“ vollständig eingetippt hatte, machte Google mir die folgenden Vorschläge: Werbungskosten, Werbungskostenpauschale, Werbungskostenpauschale 2009, Werbung englisch“. 
Wollte ich das wirklich wissen? Nein. Die Instant Suche führt also nicht zwangsläufig zu besseren Ergebnissen. Das geht nur, wenn Google über den Suchenden mehr weiß, als die Begriffe, die er gerade eintippt. Da Google Instant in Deutschland derzeit nur funktioniert, wenn Nutzer in ihr Google Konto eingeloggt sind, ist es kein Problem für Google mehr über den Nutzer zu erfahren. Google wertet bei der Suchanfrage dann unter anderem auch die folgenden Parameter aus:

  • Ihre persönlichen Suchvorlieben (welche Suchbegriffe haben Sie in der Vergangenheit verwendet? Welche Seiten haben Sie häufig besucht?)
  • Ihren Standort (Welche Seiten haben einen Bezug zu Ihrem augenblicklichen Standort?)


Mangelnder Datenschutz ist einer der 5 Gründe für Unternehmer, die neue Google Instant-Suche zu hassen.

1. Einwortsuche ade
Google killt die klassische Einwortsuche fast vollständig. Die können Sie erst wieder aktivieren, nachdem Sie die Enter-Taste drücken. Ich befürchte: Viele Nutzer beschränken sich auf die Google-Vorschlagsliste. Und damit sind manche bisherigen Optimierungsverfahren für Keywords hinfällig.

2. Kürzere Suchen
Nutzer werden schneller an das vermeintliche Ziel geführt – das ist ja auch der Sinn der Instant Suche. Aber: Surfer suchen weniger Seiten auf. Es wird schwerer Traffic von Google zu bekommen.

3. Intransparenz
Schon jetzt konnte man lediglich ahnen, wie Google funktioniert. Mit der neuen Instant Suche wurde das Google Suchverfahren noch undurchsichtiger. Im schlimmsten Fall wird Suchmaschinenoptimierung (SEO) bald vom soliden Handwerk zum Kaffeesatzorakel.

4. Individuelle Suchergebnisse
Google Instant verwendet verstärkt Informationen über den Suchenden (Standort, Auswertungen früherer Suchen), um ihm passende Ergebnisse zu zeigen. Das führt dazu, dass niemand mehr vorhersagen kann, welche Suchergebnisse Ihr Kunde sieht, wenn er nach Ihrem Unternehmen googelt.

5. Datenschutz
Die neue Instant-Suche ist ein weiterer Angriff auf Datenschutz. Anstelle sowenig Daten wie nötig über den Nutzer zu sammeln, erhöht Google die Anzahl der Parameter, die über den einzelnen Nutzer ausgewertet werden (so werden jetzt auch Tastaturanschläge ausgewertet!). Deutsche Datenschutzbehörden müssten hier schleunigst Protest einlegen. Das Profil des Tastaturanschlags ist so individuell wie ein Fingerabdruck und ermöglicht Google jeden einzelnen Nutzer der Suchmaschine zu identifizieren.

Kommentare

RKoppWichmann

Dass es damit jetzt umständlicher geworden ist, etwas bei Google zu suchen, ist mir auch schon aufgefallen. Gilt ja nicht nur für Unternehmer, sondern betrifft jeden.
Ärgerliche Sache, das Ganze. Von den anderen Nachteilen ganz zu schweigen.
Kann man das auch wieder abstellen?

Lastminute

Naja, es ist ja nicht wirklich neu, dass Dropdown-Menüs mit Suchvorschlägen angezeigt werden. Mittlerweile macht das jedes Forum, bei Google ist es halt lästiger, weil man dort öfter sucht.

Bernd Röthlingshöfer

@Lastminute. Es ist zwar nur ein simples DropDown-menü aber mit weitreichenden Folgen. Wobei mir die Verletzung von Datenschutzprinzipien am heftigsten aufstösst.
@Roland. Google Instant kann man abschalten. Hier die Tipps dazu: http://www.tecchannel.de/pc_mobile/tipps/2030933/google_instant_suche_abschalten/

sprain

« Das Profil des Tastaturanschlags ist so individuell wie ein Fingerabdruck und ermöglicht Google jeden einzelnen Nutzer der Suchmaschine zu identifizieren.»

Ist ja wohl nicht ernst gemeint, hoff ich mal :)

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