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Es regnet Gedichte

Wunderschöne Aktion, die Ende August im Berliner Lustgarten veranstaltet wurde. Ein Helikopter kreiste über der Museumsinsel und ließ etwa 30 min lang 100.000 Gedichte von 80 Autoren aus Chile und Deutschland als Poetry Rain auf den Berliner Lustgarten schweben.

Seit 2001 gibt es ähnliche Aktionen der chilenischen Künstlergruppe Casagrande 2001, die im englischen als "Poetry Bomb" bezeichnet werden. Offenbar konnte man den pazifistischen Deutschen eine wörtliche Übersetzung nicht zumuten. Dabei wäre das Motto "Gedichte statt Bomben" auch ein sehr hoffnungsvolles. Die Literaturwerkstatt Berlin wollte mit dieser Aktion den Stellenwert von Poesie in der Gesellschaft stärken. Ist doch bitter nötig, denn wohl kaum eine Gattung führt hierzulande so ein Schattendasein wie die Lyrik.

 


5 Gründe für Unternehmer, die neue Google Instant-Suche zu hassen

Seit letzter Woche hat Google die Internetsuche revolutioniert und Google Instant eingeführt. Neu daran: Schon während des Eintippens versucht Google zu erraten, was Sie wissen wollen. Nun erscheint unter dem Sucheingabefeld ein Box, die während des Tippens rät, welchen Suchbegriff Sie eingeben wollten. Noch während des Tippens erscheinen dann mehrere Treffervorschläge.

Beispiel: Während ich oben im Suchfeld das Wort "Werbung" eingab und erst die 3 Buchstaben „Wer“ getippt hatte, wollte mich Google zu „Wer-kennt-wen“ senden. Als ich dann den Begriff „Werbung“ vollständig eingetippt hatte, machte Google mir die folgenden Vorschläge: Werbungskosten, Werbungskostenpauschale, Werbungskostenpauschale 2009, Werbung englisch“. 
Wollte ich das wirklich wissen? Nein. Die Instant Suche führt also nicht zwangsläufig zu besseren Ergebnissen. Das geht nur, wenn Google über den Suchenden mehr weiß, als die Begriffe, die er gerade eintippt. Da Google Instant in Deutschland derzeit nur funktioniert, wenn Nutzer in ihr Google Konto eingeloggt sind, ist es kein Problem für Google mehr über den Nutzer zu erfahren. Google wertet bei der Suchanfrage dann unter anderem auch die folgenden Parameter aus:

  • Ihre persönlichen Suchvorlieben (welche Suchbegriffe haben Sie in der Vergangenheit verwendet? Welche Seiten haben Sie häufig besucht?)
  • Ihren Standort (Welche Seiten haben einen Bezug zu Ihrem augenblicklichen Standort?)


Mangelnder Datenschutz ist einer der 5 Gründe für Unternehmer, die neue Google Instant-Suche zu hassen.

1. Einwortsuche ade
Google killt die klassische Einwortsuche fast vollständig. Die können Sie erst wieder aktivieren, nachdem Sie die Enter-Taste drücken. Ich befürchte: Viele Nutzer beschränken sich auf die Google-Vorschlagsliste. Und damit sind manche bisherigen Optimierungsverfahren für Keywords hinfällig.

2. Kürzere Suchen
Nutzer werden schneller an das vermeintliche Ziel geführt – das ist ja auch der Sinn der Instant Suche. Aber: Surfer suchen weniger Seiten auf. Es wird schwerer Traffic von Google zu bekommen.

3. Intransparenz
Schon jetzt konnte man lediglich ahnen, wie Google funktioniert. Mit der neuen Instant Suche wurde das Google Suchverfahren noch undurchsichtiger. Im schlimmsten Fall wird Suchmaschinenoptimierung (SEO) bald vom soliden Handwerk zum Kaffeesatzorakel.

4. Individuelle Suchergebnisse
Google Instant verwendet verstärkt Informationen über den Suchenden (Standort, Auswertungen früherer Suchen), um ihm passende Ergebnisse zu zeigen. Das führt dazu, dass niemand mehr vorhersagen kann, welche Suchergebnisse Ihr Kunde sieht, wenn er nach Ihrem Unternehmen googelt.

5. Datenschutz
Die neue Instant-Suche ist ein weiterer Angriff auf Datenschutz. Anstelle sowenig Daten wie nötig über den Nutzer zu sammeln, erhöht Google die Anzahl der Parameter, die über den einzelnen Nutzer ausgewertet werden (so werden jetzt auch Tastaturanschläge ausgewertet!). Deutsche Datenschutzbehörden müssten hier schleunigst Protest einlegen. Das Profil des Tastaturanschlags ist so individuell wie ein Fingerabdruck und ermöglicht Google jeden einzelnen Nutzer der Suchmaschine zu identifizieren.


Tschüss Sarrazin. Was Marketingprofis über Migranten wissen

In den letzten Tagen werden die Thesen des Bundesbankvorstandes überall zerlegt. Auch von Marketingprofis. Das sind die Leute, die aus beruflichem Interesse ganz genau auf die Migranten sehen. Weil sie ihnen nämlich etwas verkaufen wollen.

"Die vom sozialwissenschaftlichen Institut Sinus durchgeführte repräsentative Studie der Migranten-Milieus zeigt die Notwendigkeit der differenzierten Betrachtung. Die Sinus-Studie räumt mit vielen Vorurteilen auf, die das Bild der Migranten in unserem Land bestimmen.

So ist in der Migrantenpopulation die Bereitschaft zur Leistung und der Wille zum gesellschaftlichen Aufstieg stärker ausgeprägt als in der einheimischen Bevölkerung. Mehr als zwei Drittel zeigen ein modernes, individualisiertes Leistungsethos. 69% sind der Meinung: Jeder, der sich anstrengt, kann sich hocharbeiten (in der Gesamtbevölkerung stimmen dieser Aussage nur 57% zu). Mehr als die Hälfte der Befragten zeigt einen uneingeschränkten Integrationswillen. 87% sagen: Alles in allem war es richtig, dass ich bzw. meine Familie nach Deutschland gekommen bin."

Quelle/Zitat: Microm Pressemitteilung

 


Umarmen Sie Kritik: 7 Gründe, weshalb Sie vor Kritik in Facebook & Co. keine Angst haben sollten

"Und was, wenn uns jemand kritisiert?" fragen sich viele Unternehmer bevor sie ein Blog starten oder ein Facebook oder Twitter-Konto eröffnen. "Mensch, der Rückkanal gehört heute einfach dazu", könnte man ihnen sagen. "Deine Kunden und die, die es werden sollen sind kein stummes Klickvieh. Sie wollen nun mal gehört werden und selber zu Wort kommen". Das wäre als Antwort vielleicht ein bisschen dürftig. Denn Kritik bringt dem Unternehmer mehr als es zunächst scheint.

Für einen Beitrag in WerbePraxis aktuell habe ich mal "7 Gründe, weshalb Sie vor Kritik in Facebook & Co. keine Angst haben sollten" zusammengestellt. Das sind sie:

1. Kritik deckt Fehler auf

Das ist der eigentliche Sinn von Kritik ‑ vor allem dann, wenn sie von außen kommt. Sie zeigt Ihnen Fehler oder Schwächen, die Sie selbst nie entdeckt hätten. Somit trägt sie zur Verbesserung von Produkten und Dienstleistungen, von Service oder Logistik bei.

2. Permanente Kritik = permanente Verbesserung

Sie können Kritik nicht mehr hören? Schade. Dann vertun Sie die Chance, sich permanent zu verbessern. Wer sich von seinen Kunden auf kleine Fehler oder Schwächen hinweisen lässt, der hat die Chance, am Ende nahezu perfekt dazustehen. Das gelingt nicht vielen Unternehmen.

3. Kritiker sind Fans. Manchmal

Vieles spricht dafür, dass Kritiker sogar zu den Fans Ihres Unternehmens gehören. Denn es kostet nun mal Zeit, sich hinzusetzen und eine Kritik zu schreiben. Man setzt sich nur mit einem Unternehmen auseinander, dass es einem auch wert ist. Kritiker sind Fans. Aber nicht immer. Manchmal sind es auch wutschnaubende Monster. Einem Fan und seiner Kritik müssen Sie volle Aufmerksamkeit widmen. Einem wutschnaubenden Monster natürlich auch. Denn so besteht die Chance, es zu besänftigen und zu einem Fan zu machen.

4. Kritik ist Dialog

Oftmals besteht der engste Kontakt zum Kunden dann, wenn es um Reklamationen geht. Hierin liegt auch die größte Chance. Denn aus der bloßen Geschäftsbeziehung wird mit einem Mal ein intensiv geführter Dialog.

5. Kritik verhindert Betriebsblindheit

Besser als jeder Vorschlagskasten im Betrieb ist die Kritik von außen. Denn man selbst und die eigenen Mitarbeiter sind oft der Meinung, man tue doch schon sein Bestes. Man versucht doch jeden Tag alles richtig zu machen. Es fällt dann oft schwer, zu hören, was man nicht alles richtig macht. Aber es verhindert auch Betriebsblindheit.

6. Kritik ist motivierend

Stellen Sie sich nur mal die Mitarbeiter vor, deren Arbeit kaum jemand wahrnimmt. Zum Beispiel den, der die Pakete für den Versand zusammenstellt. Aber wenn mal was nicht so geklappt hat, steht er plötzlich im Rampenlicht. Plötzlich zeigt sich: seine Arbeit ist für das Unternehmen wichtig. Sehr wichtig sogar. Und Kritik zeigt, dass eine Tätigkeit wahrgenommen wird, deshalb steckt in Kritik auch etwas unheimlich motivierendes. Wichtig für Sie als Chef: Nicht von oben auf die Kritisierten drauf schlagen. Sondern zum Besserwerden ermuntern und sie selbst Lösungsvorschläge erarbeiten lassen.

7. Kritik schadet dem Wettbewerber

Klingt komisch, ist aber so. Denn die Unternehmen, die aktiv zu Kritik auffordern, sind nun mal die, die ihre Verbesserungschancen nutzen. Es sind lernende Unternehmen, die im Wettbewerb schon bald die Nase vorn haben werden.


Was ist das meist gekaufte Produkt im Internet?

Das Buch! Wie die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) herausgefunden hat, interessiert sich mehr als jeder zweite Onliner für Bücher und hat schon einmal Informationen dazu im Internet recherchiert. Sowohl bei der Online-Recherche als auch beim Online-Kauf der Internetnutzer stehen Bücher unter den 59 im Rahmen der internet facts untersuchten Produkten an Platz eins. Und dann haben Bücher noch eine Konversionsrate, von der andere Produkte nur träumen können:

"Bücher sind das meist gekaufte Produkt im Internet und weisen mit einer Conversion-Rate von 68,7 Prozent das höchste E-Commerce-Potenzial auf"

Mehr dazu im Branchenbericht Spezial „Bücher“ sowie eine Präsentation mit allen Grafiken und ein komprimierter Tabellenband unter www.agof.de/branchenberichte