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Grandios erfolgreich: Social Media im Handwerk

Kennen Sie Websites von Handwerkern, die häufig besucht werden? Ich nicht. Die meisten führen ein Schattendasein, wenn es denn überhaupt welche gibt. Dass es sich aber gerade beim Handwerker lohnen kann, dem Internetmarketing mehr Aufmerksamkeit zu widmen, zeigt auf tolle Weise das Erfolgsbeispiel des Karlsruher Malerunternehmens Malerdeck. Dessen Inhaber Werner Deck hat innerhalb weniger Monate die Besucherzahl auf seiner Website www.malerdeck.de mehr als verdoppelt. Mittlerweile kommen circa 6.000 Besucher im Monat auf die Seite. Das Geheimnis der Verdopplung ist schnell erklärt. 

Mitte März 2010 begann Werner Deck ein Blog unter der Adresse http://www.blog.malerdeck.de zu veröffentlichen und publiziert dort wöchentlich mehrere Kurzbeiträge. Das bringt ihm 21.000 Besucher im Monat ‑ erweist sich damit als 3,5-mal so erfolgreich wie die klassische Website. Auch Twitter und Facebook Konten hat der Karlsruher Handwerker eingerichtet. Sie alle tragen zum gestiegenen Website Traffic bei.

Auch bei Twitter lesen bereits rund 900 Follower seine Beiträge und verbreiten sie weiter. Werner Deck hat dies neben den gestiegenen Besucherzahlen auch immense PR-Erfolge beschert. Der Grund: In den Social Media Kanälen tummeln sich besonders viele Marketingleute, die das Malerunternehmen als Vorzeigebeispiel weiterempfehlen. Mehr als 80 Prozent der Journalisten nutzen Social Media zur Recherche und werden auf den bloggenden Handwerker aufmerksam.

Inzwischen – und das nach erst sechs Monaten – gilt der Malermeister aus dem badischen als gefragter Social Media Experte für seine Handwerkskollegen und gibt sein Wissen als Referent weiter.


Dank Mundpropaganda erfolgreich: Die Teekampagne

Genau 25 Jahre ist es her, dass die Teekampagne im Herbst 1985 startete. Aufhebens machte dies zunächst nur im Teehandel. 14 Tage nach dem Start lag die erste einstweilige Verfügung auf dem Tisch: „Kein DDTee“ stand auf dem Plakat der Teekampagne, und das wollten die Händler dem jungen Unternehmen verbieten. „Schluss mit dem künstlichen Aroma“ war Thema der nächsten Auseinandersetzung. Die Teekampagne legte überzeugend dar, dass es eine Täuschung des Verbrauchers sei, künstlich im Labor hergestellte Aromen als „naturidentisch“ bezeichnen zu dürfen.

Verbraucheraufklärung ist und bleibt ein zentrales Anliegen: „Was ist drin in der Tüte, wenn man Darjeeling Tee kauft?“ 10 000 t Tee werden in Darjeeling jährlich geerntet, aber 40 000 t weltweit als Darjeeling Tee verkauft - und selbst dies ist nur eine vorsichtige Schätzung. Der Hinweis auf die massive Verfälschung von Darjeeling Tee ist übrigens eine Aussage der Teekampagne, die nie vor Gericht gebracht wurde.

Auf Antrag des Teehandels wurde der Teekampagne untersagt, damit zu werben, dass sie einen Teil ihrer Überschüsse an das Produktionsland zurückgibt. Das Landgericht Hannover wertete dies 1988 als „emotionalisierende Werbung“. Das Unternehmen engagierte sich weiterhin, ohne damit öffentlich zu werben. „Teekampagne war schon Fair Trade, noch bevor der Begriff in die Öffentlichkeit kam“, sagt ihr Gründer Günter Faltin.

Bei den Themen Chemierückstände im Tee, Umgang mit der Dritten Welt und der Problematik der Qualitätsverfälschung war die Teekampagne Pionier. Inzwischen hat die Mehrheit der Plantagen auf biologischen Teeanbau umgestellt. Wiederaufforstung, wie sie die Teekampagne seit 1992 in grossem Umfang betreibt, wird heute auch von anderen Unternehmen durchgeführt. Auch die lückenlose Rückverfolgbarkeit der eigenen Produkte bis zum Ursprung wird sich durchsetzen.
Im Kern geht es um ein Modell für Entrepreneurship. Die Teekampagne will zeigen, dass man Unternehmen gründen kann mit gut durchdachten Ideen, ökologischem und sozialem Engagement und trotzdem preiswerter sein kann als der konventionelle Handel. Mit der Ausschaltung des Zwischenhandels und dem Verzicht auf Kleinpackungen spart die Teekampagne Transportwege, Lagerhaltungen und Verpackungsmaterial.

Zu Beginn heftig angegriffen, fand das Unternehmen zunehmend Anerkennung. Mit einem Umsatz von 400 000 kg Tee und 200 000 Kunden, davon über 90% durch Mundpropaganda, ist sie größtes deutsches Teeversandhaus, obwohl das Unternehmen nach wie vor nur eine einzige Sorte Tee anbietet. Seit 1998 ist sie der weltweit größte Importeur von Darjeeling Tee.

Und jetzt feiert die Tekampagne 25 jähriges Bestehen! Gratulation an Prof. Günter Faltin und sein Team!


Neu bei Amazon: Die Autorenseiten

Seit kurzem können Autoren bei Amazon eine Profilseite anlegen, die sich Autorenseite nennt. Solche Autorenseiten enthalten:

  • Bibliographie
  • Biografie
  • Autorenfoto
  • Video
  • Diskussionsforum

Amazon hat die Autorenseite für jeden Autor bereits angelegt und mit seinen Buchtiteln befüllt. Alles Weitere muss man als Autor selbst ergänzen. Wer als Autor seine eigene Seite finden will, gibt seinen Namen in die Suchmaske ein, scrollt dann nach unten zu "Feedback" und klickt auf: 

"Sind Sie ein Autor? Besuchen Sie Author Central um Ihr Foto oder Ihre Biografie zu ändern und mehr".

Hier ist meine Autorenseite.

 


10 Gründe, kein Brainstorming durchzuführen!

So eine Überschrift bleibt bei mir hängen, macht mich neugierig und schwupps öffnete ich den neuesten Newsletter von Kreativ-Coach Mario Pricken, der das wunderbare Buch "Kribbeln im Kopf" geschrieben hat. Und das sind Mario Prickens 10 Gründe:


1. Weil die Teilnehmer kein Wissen über den Kreativprozess oder kreative Denkstrategien besitzen und sich stattdessen zu 100% auf ihre Intuition und Tagesverfassung verlassen müssen.

2. Weil die Ziele viel zu vage sind und die Teilnehmer unterschiedliche Vorstellung vom Endergebnis haben.

3. Weil die Teilnehmer mental den Schritt aus dem Tagesgeschäft nicht schaffen!

4. Weil es selten gelingt, die Gruppenanpassung und die Political Correctness während des Meetings aufzubrechen.

5. Weil die Vorgesetzten und Kunden der Teammitglieder keine radikale Kreativität einfordern. Manager denken ab einem gewissen Alter eher an die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes als sich auf risikoreiche Ideen einzulassen, die auf unbekanntes Terrain führen.

6. Weil die Meetingräume eher an moderne Schulräume erinnern, als dass sie zu unkonventionellem Denken einladen.

7. Weil sich nur Insider unter den Teilnehmern befinden und Kunden oder fachfremde Personen als störend empfunden werden.

8. Weil bereits tausende Menschen tausende Stunden vor ihnen über das Thema nachgedacht haben. Freies Assoziieren, wie es im Brainstorming erfolgt, produziert meist nur leicht variierte Klischees. Für die Big-Idea sind gut präpariertes Material, tiefgreifendes Wissen und ungewöhnliche Methoden notwendig.

9. Weil die Teilnehmer nicht gelernt haben, in Chancen und Möglichkeiten zu denken, und stattdessen Profis im Aufspüren von Problemen und Hindernissen sind, die eine Idee bereits im Geburtsstadium vernichten. Frei nach dem Motto: „Wir haben für jede Lösung ein Problem”.

10. Weil zu wenig Zeit und Aufmerksamkeit in die Ideenfindung investiert wird. Ideen sind zwar das erste Glied einer Wertschöpfungskette, aber die meisten Unternehmen erkennen deren Wichtigkeit nicht.

Wer wissen will, wie es besser geht, besucht sein Kreativitätstraining in Wien. Zwar nicht ganz billig, aber sicher "kribbelnd".

Datum: Fr, 05. Nov. bis Sa, 06. Nov. 2010
Teilnehmeranzahl: Max. 18 Personen
Dauer: An beiden Tagen von 9:00 bis 17:00 Uhr
Veranstaltungsort:  1010 Wien / Österreich
Trainer: Mario Pricken
Investition inkl. Unterlagen: EUR 1.890,00 (exkl. Mwst.)