Previous month:
April 2011
Next month:
Juni 2011

Verbessern Sie Ihr Profil für 5 Euro

In Magazinen und Zeitschriften erscheint so gut wie kein Porträtfoto mehr, das nicht mit Photoshop retuschiert wurde. Von der Werbung ganz zu schweigen. Auch Fotografen geben heute kein Bild mehr an den Kunden weiter, das sie nicht vorher per Software bearbeitet und aufgehübscht haben. Aber wie sieht es eigentlich mit Ihrem Profilfoto bei XING oder Facebook aus? Oder den Porträtfotos Ihrer Mitarbeiter? Die haben Sie selbst geschossen?
Dann lassen Sie diese jetzt von Profis retuschieren!
Das Berliner Unternehmen Glamya hat Fotoretuschen für jedermann möglich gemacht. Dort kann man einfach sein Foto hochladen und dann professionelle Fotoretuschen in Auftrag geben. Der Preis ist unschlagbar günstig: eine Standardretusche gibt es dort bereits ab fünf Euro.

Wer bereit ist mehr zu zahlen, gibt sein maximales Budget an und lässt sich dann von erfahrenen Designern Vorschläge machen. Diese retuschieren das Bild, zeigen einem das Endergebnis und erst, wenn man damit zufrieden ist, wird gezahlt.
Man kann dort zum Beispiel nicht nur Hautfarben aufhellen oder generell die Fotofarben verbessern. Die Retuscheure können auch Wimpern verlängern, Bauch oder Brust straffen, Haut verschönern, dünner aussehen, Farben verbessern, Augenringe entfernen, Augenfarben verändern, Glanzeffekte zaubern und vieles mehr.
(Offenbar nehmen die Designer am liebsten Frauen für ihr Verschönerungsprogramm. Aber natürlich eignet sich der Service auch für Männer.)


7 kostenlose Tools für die Webbeobachtung

Wollen Sie wissen, was man über Web über Sie spricht? Wollen Sie den Wettbewerb analysieren? Kostenlose Tools helfen Ihnen dabei, die Web-Beobachtung zu automatisieren und dies mit dem geringstmöglichen Personaleinsatz zu bewältigen.

  1. AddictoMatic.com Leistungsstarke Meta-Suchmaschine für Social Media
  2. Netvibes.com Individuell einstellbare Suchseite für Social Media
  3. SocialMention.com Suchmaschine für Social Media mit Benachrichtigungsfunktion (sog. „Alert“)
  4. whostalking.com Suchmaschine für Social Media
  5. nutshellmail.com Monitoring verschiedener Dienste per E-Mail
  6. twilert.com E-Mail-Alert-Service für die Twitterbeobachtung
  7. Kurrently.com Eine Suchmaschine für Facebook und Twitter

Mit 3.695 Euro Werbeetat zum Erfolg: Wie eine Schweizer Zahnklinik (fast) ohne Werbung Kunden gewinnt

Hört man die Erfolgsgeschichte des Schweizer Zahnarztes Dr. Harr-Tschudin, so kann man diese zunächst kaum glauben. Weit ab von der Großstadt im Basler Land, gründete er eine Zahnklinik im beschaulichen Örtchen Niederdorf. Einwohnerzahl des Ortes: 1.500. Zahl der Patienten, die sich in der Frenkenklinik (http://www.frenkenklinik.ch) regelmäßig behandeln lassen: 15.000.

Sechs Zahnärzte und 31 weitere Angestellte kümmern sich dort um die Zahngesundheit der Patienten. Der Werbeetat des Unternehmens beträgt jährlich 3695 € (= 5000 SFr.) Das weiß der Inhaber so genau, weil die Summe auf eine einzige Werbemaßnahme fällt. Eine Werbung auf der Rückseite des Linienbusses, der vor der Praxis des Mitbewerbers hält.

Was aber muss oder kann man tun, wenn man nahezu ohne Werbung auskommen möchte und dennoch ein Unternehmen zum Erfolg führen will? Man muss vor allem anders sein als andere. Hier ein paar der bemerkenswerten Ideen der Frenkenklinik.

Garantien

  • Die Frenkenklinik bietet freiwillige Garantien. Zum Beispiel die Wartezeiten-Garantie: Wer länger als 15 Minuten über den Bestellzeitpunkt hinaus warten muss, erhält eine Kostenreduktion von SFR 50.
  • Aber es gibt auch Garantien für Behandlungen, z.B. für Implantate, Kronen, Brücken: 8 Jahre Kulanzgarantie.

Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten der Frenkenklinik sind deutlich länger als die anderer Zahnarztpraxen. Durch ein Schichtsystem ist die Frenkenklinik 70 Stunden in der Woche geöffnet.

Services

  • Das Wartezimmer im Garten: In der warmen Jahreszeit wird das Wartezimmer in den Garten erweitert.
  • Kostenloser Abholservice für Senioren. Senioren, die Probleme haben, die Praxis aufzusuchen, werden vom eigenen Praxisfahrzeug und einer freundlichen Helferin kostenlos abgeholt und wieder nachhause gebracht.
  • Kindernachmittage in der Klinik. An speziellen Kinderterminen sorgt man sich besonders um das Wohl der jüngsten Patienten. Dann unterhält ein Kinderclown die Kleinen im Wartezimmer und macht ihren ersten oder zweiten Zahnarztbesuch zum positiven Erlebnis.
  • Für Mütter: Um auch Müttern mit kleinen Kindern Termine anbieten zu können, bietet die Frenkenklinik einen kostenlosen Kinderbetreuungsdienst an.
  • SMS-Erinnerung. Auf Wunsch werden Patienten telefonisch, über SMS oder E‐Mail an ihren Termin erinnert.
  • Walk-In-Service: Ein Team der Frenkenklinik steht ständig bereit, um auch Termine ohne vorherige Vereinbarung anbieten zu können. Ein Service, der sich an gestresste Arbeitnehmer und Manager mit Zeitnot wendet.

Wow! Mehr kann man dazu gar nicht sagen. Ob es einen deutschen Zahnarzt gibt, der ähnlich innovativ und kundenorientiert arbeitet?

 

 


Sexy wie Sauerkraut – Lesen auf dem Kindle

Seit ein paar Tagen habe ich den Amazon Kindle im Test. Das Gerät, das (zumindest wenn man den enthusiastischen Ausführungen von Bodenseepeter glauben will) den Buchmarkt revolutionieren wird.

Nun ist es ja durchaus so, dass ich mir diese Revolution wünsche. Bücher sind ziemliche Platzfresser und sobald man umzieht, schädigen sie den Rücken. Manche Sach- und Fachbücher haben eine Halbwertszeit von wenigen Monaten. Rumstehen tun sie danach noch immer.
Also es gibt eigentlich keinen Grund, warum diese Dinger (Bücher) in derart physischer Präsenz als kommendes Altpapier mein Leben teilen. Ja, das spricht für das elektronische Buch.

Und dann wünsche ich mir den Erfolg des elektronischen Lesens auch aus einem ganz handfesten Grund: Für den Kindle kann jeder Autor Werke produzieren und veröffentlichen. Vom Verkaufspreis bleiben dem Kindle-Autor 70 %. Bei den meisten Verlagen und deren gedruckten Büchern erhält der Autor maximal 10 – 20 % der Verkaufssumme als Honorar. Das ist doch mal ein Argument! Auch Sie als Leser könnten diese Kindle-Bücher billiger erhalten. Sie kosten weder Lager- noch Verkaufsfläche, schonen den Wald und müssen nicht im Rahmen eines luxuriösen Logistiksystems über die Straßen gefahren werden, um zu Ihnen zu kommen. Kindle-Bücher sind grün!

Aber ich fürchte, diese Revolution wird nicht gelingen. Denn der Kindle ist sexy wie Sauerkraut. Der Kindle ist eben kein Buchersatz oder gar etwas Besseres. Aus mehreren Gründen:

  • Das Lesen auf dem Kindle ist in etwa so lustvoll wie das Lesen eines PDF am Computer.
  • Das Gerät versprüht den Charme eines Hartplastik-Taschenrechners aus den 70er Jahren. Wahlweise erinnert es auch (dank der blöden Tastatur) an die Aura eines Businesskasper-Blackberry.
  • Das Format – liegt mir nicht. Ebenso wenig das Bildschirmblitzen beim Blättern.

Und trotzdem liebe Leser: Bitte kauft das Gerät.

Ich verspreche dann auch die Bücher preiswerter zu machen. Nicht so wie die deutschen Verleger, die Kindle-Versionen zum gleichen Preis wie gebundene Bücher oder gar teurer als ihre Taschenbuchausgaben anbieten.

Damit betreiben die Verleger natürlich Artenschutz für den Buchhandel. Aber das ist ein hoffnungsloses Unterfangen. Denn in einer Kindle-Welt werden Buchhändler so selten wie Geigenbauer. Wetten?