Eben flattert mir eine Meldung eines bislang geschätzen Autorenduos mit dem Thema "Einladung zur Geburtstagsparty" in die Mailbox. Und so sieht die "Geburtstagsparty" aus (ich habe Namen, Buchtitel und Ortshinwiese entfernt):
"Schreiben Sie eine Besprechung von Buch XY bei Amazon.de
Teilnehmen an unserer Geburtstagsaktion können all diejenigen, die auf Amazon.de bis spätestens zum 2. Oktober 2011 eine Besprechung posten.
Wir vergeben EINEN Kindle und EIN Abendessen mit uns in xxx für bis zu zwei Teilnehmer und ZEHN Exemplare des Buchs „xxx“.
Die Gewinner ermitteln wir, indem wir Besprechungen auswählen, die uns inspirieren. Damit ist keine schleimige "Euer-Buch-ist-so-super-toll-Besprechung" gemeint, sondern eine Besprechung, die auf irgendeine Art originell, witzig und ideenreich ist."
Keine schleimige Besprechung erwünscht? Ja was soll denn sonst dabei herauskommen! Glaubt jemand ernsthaft, dass ein Verriss den Kindle gewinnt? Ich dachte, diese Grundsatzfrage würde jeder venünftige Mensch klar beantworten können: Bezahlte Rezensionen, egal ob für Bücher, Hotels, Gaststätten, Shops oder Dienstleister sind ein absolutes no-go!
Eine armselige und verzweifelte Masche, den Markt der Meinungen zu manipulieren. Den gutgläubigen Besuchern von Amazon werden hier Rezensionen untergejubelt, die nicht aus freien Stücken und echtem Interesse formuliert wurden, sondern um ein iPad oder einen Kindle zu gewinnen.
Ach Sie meinen, jeder macht das? Keiner spricht darüber? Dann sprechen wir doch jetzt darüber! Meine Meinung: Wer so handelt, täuscht seine Leser.



