Vertipper Domains: Wieso falsche Domainnamen wichtig sind
Soll man Zielgruppen zwangsbeglücken?

Werbefehler Nr. 14: Nabelschau und Schwanzvergleich

Wir, wir, wir! Das Schlimmste, was Sie in Ihren Werbetexten machen können, ist, von sich selbst zu reden. Wir sind die Größten! Unsere Ingenieure vollbringen Höchstleistungen! Unser Unternehmen besteht schon seit 1735! Wir legen Wert auf beste Rohstoffe!

Man könnte meinen, die meisten deutschen Unternehmen leiden unter dem Dieter Bohlen-Komplex: große Klappe und immer im Mittelpunkt stehen wollen. Dabei verraten Texte, in denen vor allem Worte wie „wir“, „unser“ oder „ich“ vorkommen, dass das Unternehmen eines sicher nicht beherrscht: Die Welt mit den Augen des Kunden zu sehen. Sich in seine Wünsche und Bedürfnisse hineinzuversetzen. Da ist man schnell bei der Frage: Ist das Unternehmen überhaupt kundenfreundlich? Hat es überhaupt Lösungen, die mir als Kunde helfen oder mein Leben bereichern?

„Unsere Pumpe arbeitet mit 35 PS.“ Aber wozu? Wichtiger als die Leistung eines Produktes in Zahlen darzustellen, ist es, den Nutzen für den Kunden hervorzuheben. Was nützen ihm die 35 PS? Mögliche Antworten darauf: Er ist schneller mit der Arbeit fertig. Die Arbeit wird sauberer oder sorgfältiger erledigt. Oder er spart beim Pumpen sogar noch Geld. Merke: 100 € sind gar nichts. Aber sie werden zu einem Mehrwert, wenn man damit einen Theaterbesuch, ein romantisches Abendessen oder seine Miete bezahlen kann.

Die Ich- und Wir-Sager betrachten also nur den eigenen Bauchnabel, anstatt die Welt um sich herum wahrzunehmen. Eng damit verwandt ist die nächste Gruppe. Die betrachten vor allem ihre Wettbewerber und vergleichen sich permanent mit diesen. „Schwanzvergleich“ nannten wir Jungs das in der Umkleidekabine.

Wann immer Sie entdecken, dass in Ihren Werbetexten zu viel von sich selbst oder von Ihren Wettbewerbern geredet wird, ist was faul. Streichen Sie die entsprechenden Passagen. Überlegen Sie, welche Informationen den Kunden wirklich interessieren und wie Ihre Produkte sein Leben angenehmer gestalten können. Sprechen Sie den Kunden direkt an. Es muss ja nicht so sein, dass Sie ihn duzen wie bei Ikea.

Ihre Werbetexte sind um ein Vielfaches besser, wenn Sie das „Wir“ durch das Wort „Sie“ ersetzen.

Dies ist eine Leseprobe aus meinem E-Book "Die 100 größten Werbefehler... und was Sie dagegen tun können". In wenigen Minuten ist es bei Ihnen: einfach hier herunterladen.

Kommentare

Ronald Wichern

Wichtiger als die Frage nach den Fakten ist die Frage nach dem Warum. Sehenswert hierzu der TED-Vortrag von Simon Sinek: How great leaders inspire action. Das ist auch für jeden kleinen Krauter anzuwenden.

http://www.ted.com/talks/lang/en/simon_sinek_how_great_leaders_inspire_action.html

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