Werbefehler Nr. 14: Nabelschau und Schwanzvergleich
Seitensprung lohnt sich: Die Kunden-Untreue-Karte

Soll man Zielgruppen zwangsbeglücken?

Seit Jahren rate ich Unternehmen, vor allem im Konsumbereich, von der Zielgruppendenke Abschied zu nehmen. Denn die Praxis zeigt: Oft will man mit riesigen Werbebudgets die Produkte bestimmten Leuten nahe bringen. Aber dann kaufen es ganz andere. Im Bereich der Onlinewerbung ist das Zielgruppenmodell ja längst verschwunden und durch raffinierte Targetingmethoden ersetzt.

Beim Marketingberater Anton Dostal finde ich auch ein gutes Beispiel contra Zielgruppendenke:

"Die beste Zielgruppe ist nicht die, die nach Meinung der Anbieter die Leistung/das Produkt am dringendsten braucht. Reinigungsmittel werden nicht von den Menschen mit den schmutzigsten Wohnungen am meisten gekauft, sondern von denen, die die saubersten haben."

Sich aber nun ausgerechnet an die Menschen mit den schmutzigsten Wohnungen zuwenden, nennt Anton Dostal Zwangsbeglückung.

"Gerade im Dienstleistungssektor ein oft und gern geübter Fehler. Versuchen Sie erst gar nicht Ihre Kunden zu „bekehren“!  „Sie müssten eigentlich …!“ Geht so gut wie immer in die berühmte Hose.

Da könnte was dran sein.

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