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Verblüffendes über die Macht des Mundpropaganda-Marketing: Das Morgenson-Experiment

Der Marketingexperte und Buchautor Martin Lindstrom wollte es ganz genau wissen. Welchen Einfluss haben die Empfehlungen von Freunden und Bekannten auf das eigene Konsumverhalten? Wie groß ist die Macht der Mundpropaganda wirklich?

Und da verfiel er auf ein spannendes experiment. Er suchte er eine typische amerikanische Familie in eienr netten Vorstadtsiedlung und überredete sie, einen Monat lang ihre Nachbarn und Freunde dezent dazu zu überreden, bestimmte Produkte zu kaufen. Während dieses Experimentes wurde die Familie wie in einer Reality-TV-Show auf Schritt und Tritt überwacht. 35 Videokameras und 25 Mikrofone halfen dabei, alle Gespräche aufzuzeichnen.

Die Ergebnisse waren verblüffend: Egal ob es sich um Schuhe, Schmuck, Rotwein oder Tampons handelte, die Freundinnen und Nachbarn von Frau Morgenson waren von den meisten Tipps so begeistert, dass sie kurz darauf die empfohlenen Produkte selber kauften. Einen enormen Einfluss übten auch die Kinder der Familie auf ihre Altersgenossen aus. Die Videoaufzeichnungen bewiesen aber auch: noch besser manipulierten die Kinder ihre eigenen Eltern. Bei Männern zeigte sich jedoch häufig eine deutlich ablehnende Haltung gegenüber Empfehlungen. Die Frage: „Was macht dich denn zum Experten?“ war eine typische männliche Reaktion. Doch auch hier kam es zu zahlreichen wirksamen Produktempfehlungen.

Nach Abschluß des Experiments wurden die Freunde der Morgensons einen Monat später befragt. Das Ergebnis: Sie konnten sich noch praktisch an alle Marken erinnern, die die Morgensons empfohlen hatten. Zum Vergleich: Nicht ein einziger konnte sich an einen Werbespot erinnern, den er vor kurzem gesehen hatte.

Das zeigt, so Lindstrom, dass die von den Morgensons empfohlenen Marken offenbar einen anderen Platz im Hirn fanden. Nämlich einen für persönliche Erlebnisse, die viel stärker erinnert werden. Rund ein Drittel der Freunde gaben auch an, die Markenempfehlungen wiederum an Ihre Bekannten weitergegeben zu haben. Und viele hatten die empfohlenen Marken bereits zu ihren eigenen Lieblingsmarken gemacht.

Toller Versuch! Sollte man glatt mal im eigenen Bekanntenkreis nachbauen. Mehr zu dem Experiment und zu vielen anderen Methoden der Marketingwelt finden sich in dem neuen Buch „Brandwashed: Was du kaufst, bestimmen die anderen" von Martin Lindstrom“. Das liefert zwar keine praktischen Anleitungen, ist aber definitiv ein Lesetipp, der zeigt, mit welchen Methoden sich die Datamining-Branche, die Neuromarketer oder Psychologen um unsere Gehirnwäsche bemühen.

Kommentare

Michaela Albrecht

Es ist klar, dass das funktioniert, denn bei einem Freund weiß man, dass er nichts daran verdient, wenn er einem ein Produkt empfiehlt. Wenn er es tut, dann hat man meist die Sicherheit, dass er wirklich mit diesem Produkt zufrieden ist.

Zum Thema des obigen Experiments gibt es übrigens auch einen tollen Film mit Demi Moore: The Joneses.

T4G

Mund zu Mund Propaganda war schon immer das effektivste Marketing Instrument m.E. nach. Jeder zufriedene Kunde ist die beste Werbung!

binären optionen

Die Bücher sind in der psychischen Bildung des Individuums wichtig. Sie können manchmal tief beeinflußen. Es ist also wichtig, das zu überprüfen, was man liest. Ebenso können die Bücher uns auch helfen, eine nicht sehr leichte Realität zu vermeiden.

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