Zu Beginn diesen Jahres habe ich das erste ausschließlich digitale Buch "Die 100 größten Werbefehler" veröffentlicht. Gleich der erste Rezensent vergab 5 Sterne aber bemängelte: "Es gibt "Die 100 größten Werbefehler" nicht in gedruckter Form. Ich hätte es mir gerne ausgedruckt."
Die Vorbehalte gegen eBooks kann ich nur bestätigen. Meine Erfahrung: Wenn ein Buch sowohl in gedruckter, als auch digitaler Form vorliegt, so sind die Verkaufszahlen für das gedruckte Exemplar um das Hundertfache höher. Mindestens.
Mit selbstverlegten eBooks erhalten Autoren zwar rund 70 % der Einnahmen, aber was nützt das schon, wenn die Verkaufszahlen in Deutschland noch so verschwindend gering sind?
Jetzt könnte das Selbstverlegen gedruckter Bücher hierzulande aber nochmal einen Schub bekommen. Denn Amazon hat seinen Service für Publishing on Demand, namens Amazon Create Space soeben auch in Deutschland gestartet. CreateSpace unterstützt Autoren sehr komfortabel beim Erstellen und Veröffentlichen ihres Buches.
Mit wenigen Klicks laden Autoren ihr Manuskript hoch, gestalten das Cover, statten es mit ISBN und Barcode aus - oder sie bekommen preiswert professionelle Hilfe (z.B. Covergestaltung ab 249 US-Dollar). Publishing on Demand heisst auch: niemand muss Bücher vorfinanzieren oder sie ans Lager legen. Sie werden gedruckt, sobald eine Bestellung eingeht. Und binnen 24 Stunden versandt.
So können Selbstverleger recht unkompliziert sowohl gedruckte als auch digitale Bücher über Amazon oder andere Vertriebskanäle auf den Markt bringen. Die Konditionen dürften BoD und andere Anbieter blass werden lassen. Denn Amazon Create Space lässt Autoren rund 40 % der Einnahmen. Hier gibt es einen Einnahmen-Rechner.
Ach so: Für einen kleinen Aufpreis kann man das gedruckte Buch auch zum Kindle-Buch konvertieren und digitale wie gedruckte Exemplare anbieten.




