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Buchtipp: Das großartige kostenlose E-Book von Aurel Gergey: Google AdWords-Anzeigen optimieren

Cover_Aurel_GergeyKostenlosen E-Books schlägt ja immer ganz gerne das Vorurteil entgegen, sie würden nichts taugen. Das kann man von dem AdWords-Anzeigenratgeber von Aurel Gergey nun wirklich nicht behaupten. Auf 20 Seiten breitet der Schweizer Werbetexter und AdWords Experte Aurel Gergey seine Tipps und Erfahrungen aus. Klasse, wie er anhand von 60 Anzeigenbeispielen demonstriert wird, wie man es machen sollte und worauf es beim Texten ankommt.

Hier ein paar Auszüge – anhand der Kapitelüberschriften:

Mit Verdichtungs-Techniken Druck machen
Das Publikum mit Fragen einbeziehen
Aktualität und Pseudoaktualität schaffen
Mit Frechheit siegen
Mit Zahlen zaubern
Reizwörter ausreizen

Und vieles mehr. Ein Buch, das ich wärmstens empfehlen kann. Hier können Sie es downloaden.


Shitstorm: Bleiben Sie gelassen!

Shitstorms bei Facebook oder sonstwo im Netz sind mittlerweile alltäglich. Da wundert einen die Aufgeregtheit mancher Social Media Berater, die eine kurze Empörungswelle als riesigen Imageschaden für das betroffene Unternehmen darstellen.

Imageschaden? Pff! Die ganze Aufregung entspringt wohl eher der Tatsache, dass auch junge Social Media Berater dem Gedanken der Old School Werbung erliegen: Kratzer im Lack dürfen keinesfalls vorkommen. Unternehmen müssen sich jederzeit perfekt und glanzvoll präsentieren. Und Berater und Macher haben die weichgespülte Kommunikation natürlich unter Kontrolle.
Gleichzeitig fordern die gleichen Social Media Experten authentische Kommunikation. Ohne natürlich jemals zu verraten, was das bitteschön genau sein soll.

So wird Unternehmen, die Shitstorm-Opfer werden, offenbar häufig geraten, den Nutzern nach dem Mund zu reden und mal eben in die Knie zu gehen. So wie beim jüngsten Beispiel Fressnapf. Das wurde Opfer eines Shitstorms, weil es  auf seiner Facebook-Pinwand eine Gewinnspielanzeige zur bevorstehenden EM platzierte, auf der ein Hund und ein Kickertisch abgebildet waren. Zu gewinnen war übrigens der Kickertisch und nicht der Hund. „Als Kunde seid ihr mich und meine Frau los“ schimpfte ein Nutzer. 450 wütende Kommentare ergossen sich über das Unternehmen allein in den ersten 3 Stunden. Der Grund des Zorns: In der Ukraine wurden bekanntlich zur EM-Vorbereitung Tausende von Straßenhunden eingefangen und eingeschläfert. Ein glücklicher Hund ist da als Illustration für ein EM-Gewinnspiel sicher nicht das passende Bildmotiv.

„Liebe Fans, ihr habt absolut Recht und wir entschuldigen uns für unseren Post. Danke für eure vielen Hinweise, die wir uns sehr zu Herzen nehmen. Die Aktion unseres Kooperationspartners auf unserer Webseite haben wir sofort gestoppt. Ihr wisst, dass wir das Projekt Odessa unterstützen und uns aktiv gegen die Tiermorde einsetzen. http://www.tierschutzbund.de/kampagne_odessa.html
Ihr seid tolle Fans, die Verantwortung für den Tierschutz zeigen und sind begeistert von eurem Engagement. Danke!“

schrieben Fressnapf-Mitarbeiter nach ein paar Stunden.

Ein solcher Kniefall vor den Facbook-Nutzern wäre nicht nötig gewesen. Denn die Reaktion der sogenannten Fans auf eine gut gemeinte, aber gedankenlos schlecht gemachte Anzeige war einfach überzogen. Und das hätte das Unternehmen ruhig sagen dürfen.

Mit stößt ein derart pauschales Wegducken eher negativ auf. Solche einknickenden und wankelmütigen Unternehmen hinterlassen bei mir ein so schales Gefühl wie populistische Politiker.

Hört euren Kunden zu, aber redet ihnen nicht nach dem Mund!

Unternehmen haben Ecken und Kanten, wie Menschen auch. Und wer niemals Opfer eines Shitstorms wird, hat möglicherweise überhaupt kein Profil.


Hören Sie auf normal zu sein: Die Hausfrauen-Küche im Fünf-Sterne-Hotel

Um bemerkenswert zu werden, hilft eines fast immer: Die ausgetretenen Pfade der Branche verlassen und es einfach mal wagen, anders zu sein.

Das hat die indische Hotelgruppe The Gateway Hotels  jetzt getan. In den Küchen der insgesamt 17 Häuser ( Zimmerpreise um die 400 US-Dollar) kochen nun auch indische Hausfrauen neben den Profiköchen. Das Menü, das die Hausfrauen nach ihren eigenen Rezepten kochen, wird als regionale Küche nach Hausfrauenart verkauft und kommt super an.

Die Hausfrauen haben einen eigenen Bereich in der Profiküche, der mit den üblichen Gerätschaften ausgestellt ist, die sie von ihrem eigenen Haushalt her kennen. Sterneküche und Hausfrauenküche in einem Haus? Warum eigentlich nicht?

Mehr dazu, auch Bildmaterial hier. Via Zukunftsletter

 


Amazon Create Space: Der Durchbruch für Selbstverleger?

Zu Beginn diesen Jahres habe ich das erste ausschließlich digitale Buch "Die 100 größten Werbefehler" veröffentlicht. Gleich der erste Rezensent vergab 5 Sterne aber bemängelte: "Es gibt "Die 100 größten Werbefehler" nicht in gedruckter Form. Ich hätte es mir gerne ausgedruckt."

Die Vorbehalte gegen eBooks kann ich nur  bestätigen.  Meine Erfahrung: Wenn ein Buch sowohl in gedruckter, als auch digitaler Form vorliegt, so sind die Verkaufszahlen für das gedruckte Exemplar um das Hundertfache höher. Mindestens.

Mit selbstverlegten eBooks  erhalten Autoren zwar rund 70 % der Einnahmen, aber was nützt das schon, wenn die Verkaufszahlen in Deutschland noch so verschwindend gering sind?

Jetzt könnte das Selbstverlegen gedruckter Bücher hierzulande aber nochmal einen Schub bekommen. Denn Amazon hat seinen Service für Publishing on Demand, namens Amazon Create Space soeben auch in Deutschland gestartet. CreateSpace unterstützt Autoren sehr komfortabel beim Erstellen und Veröffentlichen ihres Buches.

Mit wenigen Klicks laden Autoren ihr Manuskript hoch, gestalten das Cover, statten es mit ISBN und Barcode aus - oder sie bekommen preiswert professionelle Hilfe (z.B. Covergestaltung ab 249 US-Dollar). Publishing on Demand heisst auch: niemand muss Bücher vorfinanzieren oder sie ans Lager legen. Sie werden gedruckt, sobald eine Bestellung eingeht. Und binnen 24 Stunden versandt.

So können Selbstverleger recht unkompliziert sowohl gedruckte als auch digitale Bücher über Amazon oder andere Vertriebskanäle auf den Markt bringen. Die Konditionen dürften BoD und andere Anbieter blass werden lassen. Denn Amazon Create Space lässt Autoren rund 40 % der Einnahmen. Hier gibt es einen Einnahmen-Rechner.

Ach so: Für einen kleinen Aufpreis kann man das gedruckte Buch auch zum Kindle-Buch konvertieren und digitale wie gedruckte Exemplare anbieten.

 


Werbefehler Nr. 88: Die Kunden für dumm halten und nicht klüger machen

Verschweigen, beschwindeln oder an der Nase herumführen – solche Aktivitäten gehörten zweifellos in das hinter uns liegende Massenmarketing-Zeitalter. Heute haben Lügen extrem kurze Beine – im Internet kann man schließlich Informationen aus allen möglichen Quellen anzapfen. Oder man kann andere Verbraucher fragen. Kunden sind also längst nicht mehr dumm, sie sind sogar klüger. Dadurch, dass sie sich gegenseitig beraten, wissen sie manchmal mehr als jedes Unternehmen.

Ihre dazu passende Werbe- und Kommunikationsstrategie kann also nicht mehr aus Verheimlichen bestehen. Sondern sie lautet: Tragen Sie aktiv dazu bei, dass Ihre Kunden noch klüger werden. Denn nur Kunden, die gut über Ihre Produkte Bescheid wissen, können andere wahrheitsgemäß informieren. Informierte und kluge Kunden sind wirksame Empfehler. Wer seine Kunden klüger macht, schafft also eine wichtige Voraussetzung für Mundpropaganda.

Klüger machen können Sie Ihre Kunden zum Beispiel in Workshops. Zahlreiche Lebensmitteleinzelhändler in Berlin haben das bereits erkannt. Sie veranstalten für ihre Kunden Kochabende oder regelrechte Kochkurse.

Mit solchen Workshop erreichen Sie eine ganze Menge:

  • Sie sprechen neue Kunden an.
  • Sie vertiefen den Kontakt zu bestehenden Kunden.
  • Sie verbessern die Kundenzufriedenheit.
Wer besser mit Ihren Produkten umgehen kann, hat keinen Grund zum Nörgeln.
  • Sie machen mehr Umsätze. 
Übrigens können Sie für Workshops auch einen Unkostenbeitrag verlangen.
  • Sie gewinnen Know-how. 
In einem Workshop können Sie „sehen“, worauf es Ihren Kunden ankommt. Und natürlich führen Sie auch intensive Gespräche. Gibt es eine bessere Marktforschung?
  • Sie regen Mundpropaganda an. 
Erlebnisse, wie zum Beispiel ein gelungener Workshop, beeindrucken die Teilnehmer. Und eindrucksvolle Erlebnisse sind Stoff zum Erzählen.

Übrigens: Es muss nicht gleich ein ganzer Workshop sein, um Ihre Kunden klüger zu machen. Das Berliner Feinkostgeschäft Kochhaus hat seinen Laden als begehbares Rezeptbuch gestaltet. Auf schön dekorierten Tischen finden die Besucher alle Zutaten für einen leckeren Menüvorschlag. Die dazugehörigen Rezepte hängen als Plakate über den Tisch oder gibt es als Rezeptkarten zum Mitnehmen. Auch der Käsehändler Waltmann im fränkischen Erlangen macht seine Kunden klüger – per Kassenzettel. Dort stehen nicht nur die vollständigen Namen der oftmals schwer auszusprechenden Käsespezialitäten. Dort finden sich auch wichtige Produktinformationen, wie zum Beispiel „aus den Pyrenäen“, „hergestellt aus Heumilch“, „6 Monate gereift“.

Dies ist eine Leseprobe aus meinem E-Book "Die 100 größten Werbefehler... und was Sie dagegen tun können". Es ist über 170 Seiten stark und kostet nur 4,99 €.

In wenigen Minuten ist es bei Ihnen: einfach hier herunterladen.