Previous month:
Januar 2013
Next month:
Juni 2013

Der Tag der einfallslosen Oster-Gewinnspiele

Heute ist der Tag der einfallslosen Oster-Gewinnspiele. Jedenfalls in meiner Mailbox.

Der Texterclub und SGV-Verlag schreibt: "Eier suchen und gewinnen

Der Osterhase hat uns schon besucht und fünf Ostereier mit Buchstaben für das Lösungswort auf unseren Webseiten versteckt. Schauen Sie doch gleich vorbei und gehen Sie auf die Suche! Und das gibt's zu gewinnen: 1. Platz: 50 % Rabatt auf die Texterseminare "Texten 1" und "Texten 2". Zwei Tage buchen, einen Tag zahlen. Wert: 595 Euro. 2. Platz:.. usw.
 
Das Projektwerk, eine Online-Börse für Freelancer und ihre Auftraggeber schreibt mir mit dem Betreff "Osteraktion bei Projektwerk":

"... pünktlich zum Osterfest liegt auch eine kleine Überraschung in Ihrem Nest!
Finden Sie das bunte Osterei und schon können Sie sich einen satten Oster-Rabatt sichern.
Wir haben auf projektwerk ein besonderes Osterei versteckt, das einen 50 %-Rabatt auf die Starter- oder Premium-Mitgliedschaft für Sie bereit hält."

Och nee. 50 % Rabatt füs Eiersuchen? Gabs diese Idee irgendwo gratis, weil beide Unternehmen die gleiche haben?

Welche einfallslosen (oder einfallsreichen) Ostergewinnspiele sind denn in Ihrer Mailbox gelandet?


Unternehmen auf Tauchstation oder wieso Keramag keine Marke ist

Werbung und Wirklichkeit können sich ja manchmal durchaus unterscheiden. Die meisten dieser Widersprüche erleide ich still. Doch so einen krassen Fall wie den, den ich gleich schildere, habe ich noch nicht erlebt. Deshalb schreib ich auch hier darüber. Leider hängt dieser Fall bei mir im Haus. Es ist ein Waschbecken der Marke Keramag mit dem verkaufspsychologisch geschickt gewählten Modellnamen Silk und lt. unverbindlicher Preisempfehlung 1.086, 47 Euro teuer. Seine spezielle Keramikglasur, die sich das Unternehmen mit dem Begriff KeraTect® hat schützen lassen, verspricht Wunderdinge. Ich zitiere mal:

•    Die Oberfläche ist nahezu porenlos und mit einem Rauheitswert von nur
0,01 μm extrem glatt.
•    Schmutz und Bakterien finden nahezu keinen Halt mehr.
•    Geringerer Zeitaufwand für die regelmäßige Pflege
•    Intensives Scheuern ist unnötig.
•    Reduzierter Reinigungsmittelverbrauch.

Nichts davon trifft bei meinem Keramag Waschbecken zu. Nach meinen Erfahrungen ist es eher so, dass die Glasur schlechter ist als herkömmliche Glasuren. Jeder Wassertropfen bildet einen hartnäckigen Kalkrand, Zahnpastaspitzer haften sogar an – nach einem Tag muss man der Oberfläche mit dem Wischtuch zu Leibe rücken. Wer denkt, es würde ohne Reiniger und leichtes Nachwischen gehen, der täuscht sich. Tägliche Reinigung mit einem Badreiniger ist angesagt und gelegentlich auch Druck mit dem Wischlappen.

Nun kann es ja immer mal vorkommen, dass ein Fehler in der Produktion passiert ist. Also wandte ich mich an den Kundenservice des Herstellers Keramag, nach eigenen Aussagen „führend am deutschen Markt für Sanitärkeramik.“ Und weiter: „Keramag-Produkte bestechen nicht nur durch Design und Funktionalität, sondern zeichnen sich auch durch hohe Qualität, Langlebigkeit und Wertigkeit aus.“

Am 31. Januar schrieb ich dem Unternehmen

„Sehr geehrte Damen und Herren,

im Oktober letzten Jahres kauften wir bei dem Online-Händler Hardys24 ein Waschbecken (Silk, 120 cm) mit KeraTect Beschichtung. Nachdem es im Internet heißt, dass man bei den Putzmitteln nichts besonderes beachten muss, putzen wir dies mit dem Putzmittel Antikal. Natürlich sieht es nach dem Putzen streifenfrei, glatt und sauber aus. Jedoch schon einen Tag später, maximal zwei, ist die Oberfläche schon wieder matt vom Kalk und Schmutz - bei normalem Gebrauch und 2-Personen-Haushalt. KeraTect® - die pflegeleichte Glasur für die Ewigkeit? Von wegen!

Wir können keinerlei Unterschied zu einer normalen Oberfläche feststellen. Ist der Unterschied tatsächlich nicht sicht- und spürbar? Liegt eventuell ein Materialfehler vor?
Wir haben eine Wasserhärte von 15,4 dH, 2,55 mmol/l.

Vielen Dank für Ihre Auskunft.

Beste Grüße

Bernd Röthlingshöfer“

Frohgemut erwartete ich eine kompetente Antwort. Oder überhaupt eine Antwort.

Denn mit den Worten von Keramag: „Die Marke ist ein Leistungsversprechen und steht für eine kompromisslose Perfektion von der Produktentwicklung bis zum Kundendienst.“

4 Wochen später wusste ich dann, was Keramag unter kompromissloser Perfektion im Kundendienst versteht: nichts.

Ich erhielt auch nach 4 Wochen noch keine Antwort.

Leistungsversprechen ade. Nun hat ja jeder eine 2. Chance verdient. Und diese 2. Chance wollte ich der Presseabteilung dieses führenden Markenherstellers geben.
Ich schrieb am 26. Februar folgende E-Mail an die Leute, die dem Unternehmen ein positives Image verschaffen sollen:

"Liebe Kolleginnen und Kollegen in der Presseabteilung,

Ihnen, die Sie ein positives Bild vom Unternehmen in der Öffentlichkeit zeichnen wollen, dürfte es sicher nicht egal sein, wenn ich mich heute an Sie wende mit der traurigen Tatsachenmeldung, dass meine Anfrage bzgl. der wenig zufriedenstellenden  Qualität eines Ihrer Produkte per E-Mail an die info@keramag-Adresse trotz einer Bearbeitungs- oder wohl eher Ruhezeit von knapp 4 Wochen in Ihrem Hause, immer noch niemand gefunden hat, der mir meine Fragen beantworten will.

Vielleicht wären Sie so freundlich, eine Beantwortung meiner E-Mail zu veranlassen. Bei der Gelegenheit können Sie auch gleich die Prozesskette im Kundenservice in Ordnung bringen.

Mit herzlichen Grüßen

Bernd Röthlingshöfer"

Was denken Sie wohl, wie bis heute das „Leistungsversprechen“ aussieht? Genau. Es gibt keines. Auch hier erfolgte keine Reaktion.

Nun, nachdem freundliche Anfragen nichts geholfen haben, werde ich wohl ein förmliches Reklamationsschreiben aufsetzen und meine Garantie in Anspruch nehmen. Dazu habe ich laut Hersteller ja 30 Jahre Zeit.

Anmerkung: In einem gebe ich den Keramag-Leuten heute schon recht. „Die Marke ist ein Leistungsversprechen und steht für eine kompromisslose Perfektion von der Produktentwicklung bis zum Kundendienst.“
Stimmt: Wer dieses Versprechen nicht mit der nötigen Kommunikations- und Servicekompetenz erfüllt, ist keine Marke.

Update 18.03.2013: Keramag antwortet endlich, aber enttäuschend
Nachdem ich dieses Posting am 12. März auch an der Pinnwand der Keramag Facebook-Seite verlinkt hatte, tat sich endlich was. Schnell und freundlich reagierte das Facebook Team umgehend  und leitete mein Anliegen nun an die zuständigen Personen im Unternehmen weiter.
Dort wurde es noch am gleichen Tag bearbeitet, so dass ich am 14.03.12 nun einen Brief von Keramag in den Händen hielt.

Leider war der Inhalt enttäuschend und in weiten Teilen aus Werbetextbausteinen zusammengesetzt: 
„Die Glasur ist hoch glänzend, sehr glatt, äußerst unempfindlich und pflegeleicht.“
Genau das habe ich den Werbetexten auch entnommen. Nur leider sieht die traurige Realität in meinem Badezimmer nicht so aus.
Auch die Sätze: „KeraTect erleichtert die Badpflege deutlich“ oder „Die Reinigung bedarf jedoch eines geringen Aufwandes, wenn diese regelmäßig durchgeführt wird“ – können von mir ins Reich der Märchen verwiesen werden.

Der "erleichterte Pflegeaufwand" sieht so aus: Kalkränder haften sofort an. Die KeraTect-Oberfläche muss täglich mit Badreiniger bearbeitet werden. Das ist weder umweltschonend noch pflegeleicht. Denn immerhin glänzen auch herkömmlich glasierte und weitaus preiswertere Waschbecken aus dem Baumarkt, wenn Sie jeden Tag mit Badreiniger geputzt werden.
Der immer behauptete Unterschied zu herkömmlichen Glasuren ist bei mir absolut nicht erkennbar.

Nun kann es ja durchaus sein, dass durch einen Produktionsfehler das bei mir installierte Keramag Silk Waschbecken nicht die von Keramag behauptete Qualität aufweist, zum Beispiel wegen eines Produktionsfehlers. Dazu findet sich im Anschreiben des Leiters der Keramag-Qualitätssicherung keine Aussage.

Denkbar wäre auch, dass die örtliche Wasserqualität für den erhöhten Pflegeaufwand verantwortlich ist. Ich bin sicher (?), dass Keramag seine Produkte mit unterschiedlichen Wasserhärten und Kalkanteilen getestet hat, bevor sich das Unternehmen zu seinen Werbeaussagen hinreißen ließ. Daher hab ich Keramag Angaben zur örtlichen Wasserqualität mitgeteilt. Leider nimmt das Schreiben der obersten Qualitätssicherer auch dazu keine Stellung.

So bleibt für mich der Eindruck zurück, hier mit ein paar Beschwichtigungsformeln und Textbausteinen abgespeist worden zu sein. Offenbar wollte sich niemand die Mühe machen, das gelieferte Produkt zu überprüfen und eine individuelle Antwort auf die gestellten Fragen zu geben.
Mal sehen, ob sich beim Unternehmen irgendwann  doch noch wer an das Leistungsversprechen „Marke“ erinnert.

Update 19.03. 2012: Wir klinken uns dann jetzt aus.

Nachdem ich meine Unzufriedenheit mit dieser Antwort hier gebloggt und den Link zu diesem Beitrag an der Pinwand von Keramag gepostet hatte, dann dies: Keramag beendet das Gespräch mit seinem unzufriedenen Kubden und bleibt eine individuelle Antwort auf meine Fragen schuldig.

"Keramag AG Hallo Herr Röthlingshöfer, wir klinken uns dann jetzt aus, mehr können wir leider nicht mehr tun. Danke für den freundlichen Kontakt zum Facebook Team und beste Grüße".

Das ist frech und arrogant und natürlich absolut von gestern. Keramag hat nicht begriffen, was es heute bedeutet, Marke zu sein. Meine Empfehlung: Zieht euch schleunigst aus Facebook zurück. Ihr gehört da nicht hin.

 


Google Authorship: Wie Sie als Autor oder Blogger Ihre Suchtreffer attraktiver gestalten

Möchten Sie als Autor und Blogger ein bisschen besser unter den Suchtreffern gefunden werden? Dann können Sie das jetzt: Denn Google macht es möglich, die von Ihnen verfassten Postings unter den Suchtreffern mit einem Autorenfoto zu versehen. So wie Sie es hier sehen:

Bildschirmfoto 2013-03-06 um 11.25.46

 

 

 

Wie bringen Sie Ihr Foto in den Suchtreffern unter?

  1. Ohne Google+ Profil geht gar nichts. Denn die Autorenfotos stammen nicht von ihrem Blog oder den Websites, auf denen sie Texte posten oder publizieren. Sie werden dem Google+ Profil entnommen. Haben Sie noch kein Google+ Profil? Dann wäre das ein Grund, sich eines zuzulegen. Hier bekommen Sie alle Informationen dazu und können auch gleich Ihr Profil anlegen. http://www.google.com/intl/de/+/learnmore/profile/
  2. Bitte lächeln, aber im Quadrat. Meistens werden sie für das Google+ Profil ein Porträtfoto hochladen. Aber es könnte natürlich auch ein Buchcover oder ein Logo sein. Ja, kürzlich las ich den zweifelhaften Tipp, Autoren sollten sich doch Logos zulegen, so wie Unternehmen. Ich selbst habe statt eines Porträtfotos, eine Portrait- Illustration gewählt. Egal, welches Motiv Sie hochladen, quadratisch sollte es sein. Als Porträt im Google+ Profil darf es 250 x 250 Pixel haben.
  3. Vorsicht! Klein! In den Suchtreffern wird dieses Porträtfoto aus Ihrem Google+ Profil noch mal stark verkleinert. Gerade noch 44 x 44 px misst es dann. Da sollte dann schon noch was erkennbar sein. Ein farbiger Hintergrund kann helfen, dass dieses Bild aus den Suchtreffern hervorsticht.
  4.  Jetzt geht`s los: Google+ Profil mit Ihren Blogs und Websites verknüpfen. Damit Sie Ihr Bild in den Suchtreffern unterbringen, müssen Sie zwei Dinge tun: Zum einen Ihr Google+ Profil mit den Websites verknüpfen, auf denen Ihre Texte erscheinen. Dazu gehen Sie auf in Ihrem Google+ Profil auf "Profil bearbeiten", Scrollen bis zu dem Unterpunkt „Macht mit bei“ und tragen dort die URL Ihrer Website oder Ihres Blogs ein. Zum anderen muss es einen Link von Ihrer Website aus geben, der auf Ihr Google+ Profil verweist.  (Alternativ können Sie auch eine mit Ihrer Domain verknüpfte E-Mail Adresse an Google senden. Rufen Sie dafür die Seite Authorship auf und folgen Sie dort den Anweisungen.) Weitere Erläuterungen gibt Ihnen auch diese Google-Support-Seite.
  5. Überpüfen, ob es geklappt hat. Jetzt können Sie überprüfen, ob Sie Google als Autor der verknüpften Website richtig erkannt hat. Dazu rufen Sie diese Testseite auf und geben Ihre URL ein.

Wozu führte Google die Authorship-Kennzeichung ein?
Warum kennzeichnet Google denn auf einmal Autoren und hebt sie in den Suchergebnissen hervor? Nun, das geschieht sicher nicht, weil Google ein Herz für Blogger und Autoren hat. Die möglichen Gründe:

  1. Die Kennzeichnung von Inhalten hilft, die Anonymität im Netz zu verringern und damit Spam-Inhalte auf die hinteren Plätze der Suchtreffer zu verbannen.
  2. Vermutet wird auch, dass Google im Hintergrund neben den bisherigen Page Rank, dem geheimen Algorithmus, der die Bedeutung von Websites bewertet, nun auch einen geheimen Author Rank eingeführt hat. Zu diesem Autoren-Ranking tragen dann sicher Faktoren bei wie die allgemeine Reputation des Autors, die Qualität und Häufigkeit seiner Veröffentlichungen, die Reaktionen der Leser darauf, wie Kommentare, Likes oder Sharing uvm.

Fazit: Autoren sollten die Gelegenheit unbedingt wahrnehmen, die Urheberschaft für Ihre Texte im Internet zu kennzeichnen. Das Autorenfoto in den Suchtreffern ist eine tolle Möglichkeit, Ihre Inhalte besser sichtbar zu machen.


Werbefehler Nr. 49: Kein Google Places Eintrag

Jedes Unternehmen sollte sich bei Google Places eintragen. Nur für Unternehmen, die ausschließlich im Internet mit Kunden und Geschäftspartnern kommunizieren oder ihre Waren und Dienstleistungen verkaufen, ist Google Places nicht geeignet.

Doch jeder, der über ein Geschäftslokal verfügt, an dem er Kunden empfangen kann, profitiert von dem Eintrag bei Goolge Places. Auch Unternehmen, die  keine eigene Website betreiben. Denn ängst ist bekannt, dass eine Mehrzahl der Verbraucher sich vor ihren Einkäufen online informiert und dann aber im stationären Einzelhandel shoppen geht.

Für Unternehmen, die keine eigene Website haben, kann der Google Places Eintrag diese Website ersetzen. Google Places ist sowas wie ein weltweites Branchenbuch. Es sammelt die wichtigsten Informationen über ein Unternehmen, zeigt Adresse, Telefonnummer und andere Kontaktdaten und markiert den Standort auf der weltweiten Google Landkarte, den Google Maps. 97 % der Nutzer suchen online nach Unternehmen in ihrer Umgebung. Mit dem Eintrag auf dieser Google Maps bringen Sie Ihr Unternehmen auch den Smartphonenutzern näher. Denn zahlreiche Smartphonebesitzer nutzen die kostenlose Navigationssoftware, die Google bereitstellt. Sie zeigt ihnen Restaurants, Tankstellen, Geschäfte in unmittelbarer Nähe und navigiert sie sicher dahin.

Wenn Sie Ihr Unternehmen in Google Places eintragen möchten, rufen Sie die Website http://www.google.de/business/placesforbusiness/ auf und folgen dort den Anleitungen und Erläuterungen. Der Eintrag in das Google Branchenbuch ist kostenlos.

Dies ist eine Leseprobe aus meinem E-Book "Die 100 größten Werbefehler... und was Sie dagegen tun können". In wenigen Minuten ist es bei Ihnen: einfach hier herunterladen.


Gut und günstig: Die 5 besten Bilderdienste für Ihre Website oder Ihr Blog

PhotoPin_DesktopNachrichten brauchen Bilder. Schon seit jeher. Jetzt ist die alte Journalistenregel längst im Netz angekommen. Ohne Bilder macht eine Nachricht nichts her – weder im Blog noch beim Weitergeben über Facebook, Google+ & Co. Doch Websitebetreiber und Blogger fragen sich: Wo bekomme ich gute, am liebsten preiswerte oder kostenlose Bilder her? Die besondere Schwierigkeit: Bilder, die man für nicht-kommerzielle Zwecke kostenlos nutzen kann, findet man bei zahlreichen Bilderdiensten im Netz. Gefragt sind aber die bezahlbaren oder gar kostenlosen Bilder, die auch kommerziell, also zu Werbezwecken im Netz genutzt werden können. Unter Hunderten von Bilderdiensten, die es weltweit gibt, habe ich die herausgesucht, die mir am besten gefallen.

1. Fotolia – Der preiswerte Riese

Für viele deutsche Website-Betreiber und Blogger ist Fotolia seit Jahren die erste Wahl. Obwohl der Dienst nicht kostenlos ist. Doch sein Vorteil ist: Fotolia hat über 21 Millionen lizenzfreie Fotos, Videos oder Vektorgrafiken im Angebot. Da ist die Chance groß, fündig zu werden. Günstig ist der Dienst auch. Die Preise starten ab 74 Cent. Zudem sind viele Bilder auch für die Verwendung in Drucksachen geeignet. Auch hier sind die Preise günstig, da sie unabhängig von der Auflagenhöhe berechnet werden.

Wie funktioniert es? Nutzer melden sich beim Dienst an und kaufen dann so genannte Credits. Deren Preis ist abhängig von der Menge der Credits, die man einkauft. Beim kleinsten Paket erhält man 27 Credits zum Preis von 35 €. Im größten Paket erwirbt man 9.400 Credits, der Preis eines Credits sinkt dadurch auf 74 Cent. Da die Credits ab Kaufdatum nur für 365 Tage gültig sind, muss man seinen Jahresbedarf als Käufer eines großen Pakets gut einschätzen können. Wer nur gelegentlich Bilder braucht, fährt jedoch mit den kleinen Paketen besser. http://fotolia.com

2. Pixelio – Kosten sparen mit Links


Bei Pixelio ist alles kostenlos – allerdings nicht für jeden. Wer unter den knapp 450.000 Fotos fündig wird, kann kostenlos zugreifen. Aber er muss die Lizenzbestimmungen genau beachten: Denn nicht jedes der Bilder ist für kommerzielle Nutzung freigegeben. Pixelio unterscheidet zwischen redaktioneller und kommerzieller Nutzung. Redaktionelle Nutzung heißt: die Bildverwendung für Werbezwecke ist ausdrücklich nicht erlaubt! In Frage kommen also für Werbezwecke nur Bilder, die für kommerzielle Nutzung lizenziert werden. Im Regelfall bezahlt man mit Links: Die Lizenzbestimmungen sehen stets Bildquellenangaben mit einem Link (URL) vor.

Wie funktioniert es? Mit Benutzernamen und Passwort anmelden und es kann mit der Bildersuche losgehen. Das gewünschte Bild wird downgeloadet, die erforderlichen Lizenzangaben beachten und schon kann es auf der Website eingebaut werden. http://www.pixelio.de

3. Pixabay – Die gemeinfreie Bilderquelle

Bei diesem Online-Bilderdienst sind alle Fotos kostenlos und dürfen sogar ohne Quellenangaben und Lizenzbestimmungen für private und gewerbliche Zwecke genutzt werden. Grund: Bei den Bildern handelt es sich um so genannte Public Domain Bilder, die von den Urhebern in die so genannte Gemeinfreiheit entlassen wurden. Diese Bilder dürfen also kopiert, verändert und veröffentlicht werden, ohne jemand um Erlaubnis bitten zu müssen. Das klingt prima und ermöglicht eine schnelle und unkomplizierte Bildnutzung ohne langes Lesen von Lizenzbestimmungen. Der Nachteil: Die Bildauswahl ist (noch) weitaus beschränkter als bei anderen Bilderdiensten.

Wie funktioniert es? Pixabay ist als Foto-Community konzipiert. Nach der Anmeldung legt man eine Profilseite an und kann loslegen mit dem Herunterladen von Bildern. Allerdings legt der Community-Gedanke einem nahe, auch eigene Bilder zum Download zur Verfügung zu stellen. Eine Verpflichtung dazu besteht jedoch nicht. Kosten: Null. http://pixabay.com

4. iStockphoto – rechtssicher und professionell ab 1 €

Die kanadische Bildagentur iStockphoto verfügt über ein mehrere Millionen Bilder umfassendes Archiv. Gespeist wird es von Profifotografen und erstklassigen Amateuren, deren Bilder erst nach einer Qualitätsprüfung ins Archiv kommen. Wer Bilder nicht nur fürs Web, sondern vor allem für Drucksachen sucht, für den ist iStockphoto die richtige Adresse. Bilder in XXL-Qualität sind selbst für Großflächenplakate geeignet. Toll: Wer hier einkauft, kann sich auf die Haftung des Anbieters verlassen, dass die verwendeten Fotos rechtssicher sind. Dafür garantiert iStockphoto.

Wie funktioniert es? Erstaunlich schnell. Nach kurzer Registrierung durch E-Mail und Passwort, können Sie sofort mit der Bildersuche loslegen. Viele, aber nicht alle Bilder liegen in sechs Qualitätsstufen vor: XS, S, M, L, XL, XXL. Wobei die Qualitätsstufen XS und S nur für Web-Darstellung geeignet sind. Die Preise hängen vom Motiv und von der Qualitätsstufe ab, z.B.: 7,00 € XS, 36,50 € XXL. Bezahlen kann man sofort mit Kreditkarte oder PayPal. Vielnutzer können aber auch hier so genannte Credits kaufen und dadurch einen Rabatt in Anspruch nehmen. Diese Credits gibt es in zahlreichen Paketen und auch in einem Abonnement-Modell. Preisbeispiele: 12 Credits = 17,00 € (1,42 €/Credit), 1.000 Credits = 1.233,75 € (1,23 €/Credit). http://deutsch.istockphoto.com

5. PhotoPin: Das Übermaß aller Dinge

Groß, größer, PhotoPin. Nein, größer geht es wirklich nicht. Denn PhotoPin greift auf die gewaltige Datenbank von Flickr zurück und durchsucht die Flickr-Community nach Fotos, die Sie für kommerzielle und nicht-kommerzielle Zwecke einsetzen dürfen. Das heißt: Acht Milliarden Fotos stehen Ihnen theoretisch zur Auswahl. Das macht die Qual der Wahl etwas größer – zumal bei Weitem nicht alle Fotos, die gefunden werden, professionellen Werbeansprüchen genügen.

Wie funktioniert es? PhotoPin ist kein Bilderdienst – es ist „nur“ eine komfortable Suchmaschine, die Sie mit Stichworten und der Angabe der gewünschten Lizenz („kommerzielle Nutzung“ und „nicht-kommerzielle Nutzung“) füttern. Sekundenschnell sehen Sie die Ergebnisse. Kommt das gefundene Bild für Ihre Verwendung in Frage, klicken Sie auf „Get Photo“ und es werden die verschiedenen Bildgrößen und Formate in einem Pop-up-Fenster vorgestellt. Auch der Link zum Lizenzgeber wird angezeigt. Das ist gut so: Wer als kommerzieller Anwender sicher gehen will, dass der Lizenzgeber mit der Nutzung einverstanden ist, sollte ihn lieber persönlich kontaktieren. http://photopin.com

Bitte dringend beachten, wenn Sie Bilder aus den Bilderdiensten einsetzen

Bei Bildverwendungen können Sie nicht vorsichtig genug sein!

  • Lesen Sie in jedem Fall die Lizenzbestimmungen durch und halten Sie sich peinlich genau an diese. Meist müssen die Urheber/Lizenzgeber genannt werden. Aber auch die Anbringung dieses Lizenzhinweises ist exakt geregelt. Häufig wird verlangt, den Hinweis direkt unter dem Bild zu platzieren. Dann ist es nicht ausreichend, den Lizenzhinweis am Ende einer Webseite aufzuführen.

Auch wenn sich ein Bild als frei verwendbar erweist, sollten Sie folgendes vor der Bildverwendung beachten:

  • Vorsicht gilt, wenn Models abgebildet sind – denn diese müssen die Zustimmung zur Bildverwendung ebenfalls erteilt haben. Liegt kein „Model-Vertrag“ vor, der die Zustimmung nachweist, lassen Sie die Finger davon.
  • Lassen Sie die Finger von Bildern, die Marken oder Logos enthalten. Möglicherweise können die Inhaber von Markenrechten einer Bildverwendung widersprechen.
  • Der einzige der hier genannten Anbieter, der Garantien für Rechtsicherheit abgibt, ist iStockphoto.