Google Authorship: Wie Sie als Autor oder Blogger Ihre Suchtreffer attraktiver gestalten

Möchten Sie als Autor und Blogger ein bisschen besser unter den Suchtreffern gefunden werden? Dann können Sie das jetzt: Denn Google macht es möglich, die von Ihnen verfassten Postings unter den Suchtreffern mit einem Autorenfoto zu versehen. So wie Sie es hier sehen:

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Wie bringen Sie Ihr Foto in den Suchtreffern unter?

  1. Ohne Google+ Profil geht gar nichts. Denn die Autorenfotos stammen nicht von ihrem Blog oder den Websites, auf denen sie Texte posten oder publizieren. Sie werden dem Google+ Profil entnommen. Haben Sie noch kein Google+ Profil? Dann wäre das ein Grund, sich eines zuzulegen. Hier bekommen Sie alle Informationen dazu und können auch gleich Ihr Profil anlegen. http://www.google.com/intl/de/+/learnmore/profile/
  2. Bitte lächeln, aber im Quadrat. Meistens werden sie für das Google+ Profil ein Porträtfoto hochladen. Aber es könnte natürlich auch ein Buchcover oder ein Logo sein. Ja, kürzlich las ich den zweifelhaften Tipp, Autoren sollten sich doch Logos zulegen, so wie Unternehmen. Ich selbst habe statt eines Porträtfotos, eine Portrait- Illustration gewählt. Egal, welches Motiv Sie hochladen, quadratisch sollte es sein. Als Porträt im Google+ Profil darf es 250 x 250 Pixel haben.
  3. Vorsicht! Klein! In den Suchtreffern wird dieses Porträtfoto aus Ihrem Google+ Profil noch mal stark verkleinert. Gerade noch 44 x 44 px misst es dann. Da sollte dann schon noch was erkennbar sein. Ein farbiger Hintergrund kann helfen, dass dieses Bild aus den Suchtreffern hervorsticht.
  4.  Jetzt geht`s los: Google+ Profil mit Ihren Blogs und Websites verknüpfen. Damit Sie Ihr Bild in den Suchtreffern unterbringen, müssen Sie zwei Dinge tun: Zum einen Ihr Google+ Profil mit den Websites verknüpfen, auf denen Ihre Texte erscheinen. Dazu gehen Sie auf in Ihrem Google+ Profil auf "Profil bearbeiten", Scrollen bis zu dem Unterpunkt „Macht mit bei“ und tragen dort die URL Ihrer Website oder Ihres Blogs ein. Zum anderen muss es einen Link von Ihrer Website aus geben, der auf Ihr Google+ Profil verweist.  (Alternativ können Sie auch eine mit Ihrer Domain verknüpfte E-Mail Adresse an Google senden. Rufen Sie dafür die Seite Authorship auf und folgen Sie dort den Anweisungen.) Weitere Erläuterungen gibt Ihnen auch diese Google-Support-Seite.
  5. Überpüfen, ob es geklappt hat. Jetzt können Sie überprüfen, ob Sie Google als Autor der verknüpften Website richtig erkannt hat. Dazu rufen Sie diese Testseite auf und geben Ihre URL ein.

Wozu führte Google die Authorship-Kennzeichung ein?
Warum kennzeichnet Google denn auf einmal Autoren und hebt sie in den Suchergebnissen hervor? Nun, das geschieht sicher nicht, weil Google ein Herz für Blogger und Autoren hat. Die möglichen Gründe:

  1. Die Kennzeichnung von Inhalten hilft, die Anonymität im Netz zu verringern und damit Spam-Inhalte auf die hinteren Plätze der Suchtreffer zu verbannen.
  2. Vermutet wird auch, dass Google im Hintergrund neben den bisherigen Page Rank, dem geheimen Algorithmus, der die Bedeutung von Websites bewertet, nun auch einen geheimen Author Rank eingeführt hat. Zu diesem Autoren-Ranking tragen dann sicher Faktoren bei wie die allgemeine Reputation des Autors, die Qualität und Häufigkeit seiner Veröffentlichungen, die Reaktionen der Leser darauf, wie Kommentare, Likes oder Sharing uvm.

Fazit: Autoren sollten die Gelegenheit unbedingt wahrnehmen, die Urheberschaft für Ihre Texte im Internet zu kennzeichnen. Das Autorenfoto in den Suchtreffern ist eine tolle Möglichkeit, Ihre Inhalte besser sichtbar zu machen.


Amazon Create Space: Der Durchbruch für Selbstverleger?

Zu Beginn diesen Jahres habe ich das erste ausschließlich digitale Buch "Die 100 größten Werbefehler" veröffentlicht. Gleich der erste Rezensent vergab 5 Sterne aber bemängelte: "Es gibt "Die 100 größten Werbefehler" nicht in gedruckter Form. Ich hätte es mir gerne ausgedruckt."

Die Vorbehalte gegen eBooks kann ich nur  bestätigen.  Meine Erfahrung: Wenn ein Buch sowohl in gedruckter, als auch digitaler Form vorliegt, so sind die Verkaufszahlen für das gedruckte Exemplar um das Hundertfache höher. Mindestens.

Mit selbstverlegten eBooks  erhalten Autoren zwar rund 70 % der Einnahmen, aber was nützt das schon, wenn die Verkaufszahlen in Deutschland noch so verschwindend gering sind?

Jetzt könnte das Selbstverlegen gedruckter Bücher hierzulande aber nochmal einen Schub bekommen. Denn Amazon hat seinen Service für Publishing on Demand, namens Amazon Create Space soeben auch in Deutschland gestartet. CreateSpace unterstützt Autoren sehr komfortabel beim Erstellen und Veröffentlichen ihres Buches.

Mit wenigen Klicks laden Autoren ihr Manuskript hoch, gestalten das Cover, statten es mit ISBN und Barcode aus - oder sie bekommen preiswert professionelle Hilfe (z.B. Covergestaltung ab 249 US-Dollar). Publishing on Demand heisst auch: niemand muss Bücher vorfinanzieren oder sie ans Lager legen. Sie werden gedruckt, sobald eine Bestellung eingeht. Und binnen 24 Stunden versandt.

So können Selbstverleger recht unkompliziert sowohl gedruckte als auch digitale Bücher über Amazon oder andere Vertriebskanäle auf den Markt bringen. Die Konditionen dürften BoD und andere Anbieter blass werden lassen. Denn Amazon Create Space lässt Autoren rund 40 % der Einnahmen. Hier gibt es einen Einnahmen-Rechner.

Ach so: Für einen kleinen Aufpreis kann man das gedruckte Buch auch zum Kindle-Buch konvertieren und digitale wie gedruckte Exemplare anbieten.

 


Workshop Selbstvermarktung für Autoren: Wie werbe ich als Autor für meine Bücher?

Workshops zur Selbstvermarktung von Autoren sind bitter nötig. Nicht nur für die Selbstpublizierer, die in den nächsten Jahren dank iPad, Kindle und anderer elektronischer Lesegeräte immer mehr werden dürften. Auch für die Autoren, die bei einem Verlag unter Vertrag sind. Ich frage mich: Wieso machen Verlage ihre Autoren nicht fit in Sachen Selbstvermarktung? Egal ob Belletristik, Sach- oder Fachbuchverlag. Schaden kann es nicht, wenn Autoren wirksam helfen können, ihre Bücher zu verkaufen.

Dieses Posting bei Leander Wattig gab mir den letzten Anstoß, einen Autorenworkshop in mein Programm aufzunehmen. Sprechen oder schreiben Sie mich an, um Kosten oder Termine zu erfragen.

Das sind die Inhalte (u.a.):

  • Wie gewinnt man als Autor immer neue Leser?
  • Wie baut man eine anziehende Buch- oder Autorenwebsite auf?
  • Was nützen Facebook, Twitter & Co.?
  • Wie weckt man die Mundpropaganda für sein Buch?
  • Wie gewinnt man Fans und was macht man ihnen?
  • Wie werden Fans zu Multiplikatoren?

Als 1-2 tägiger Workshop für Belletristik-, Fach- und Sachbuch-Autoren mit faszinierenden Beispielen aus aller Welt. Kein dröger Vortrag, sondern Übungen, Checklisten, Anleitungen und viel Freude beim Erarbeiten individueller Konzepte. Als Inhouse-Schulung im Auftrag von Verlagen. Oder als offener Workshop für Selbstbucher (bitte Termine erfragen).

 


Wie Rafik Schami liest

Rafik Schami, der aus Damaskus stammende Autor, der uns in seinen Büchern so wunderbar in die Vergangenheit dieser orientalischen Altstadt versetzt, liest nicht.

Nein, er liest wirklich nicht. Keine Zeile. Er erzählt. Beinah 2 Stunden lang, ohne Notizen, stehend, gestikulierend, mit den Augen rollend, schmeichelnd, verführend und manchmal umwerfend komisch. Geschichten aus seiner Kindheit, scheinbar assoziativ aneinandergesetzt und doch mit immer wieder erkennbaren Fäden verknüpft.
Ein großer Erzähler, der sich nicht auf die einmal schriftlich fixierten Worte in seinen Büchern verlassen muss. Einer, der sie im Moment des Erzählens wieder neu schöpfen kann.

Jede Lesung ist einzigartig, sagt Rafik Schami. Das glaub ich ihm, seitdem ich ihm gestern zugehört habe.

"Muss ich überhaupt lesen?", fragte mich eine offenbar schüchterne Jung-Autorin. Natürlich! Denn:

"Lesungen sind Höhepunkte im Schriftstellerleben. Nirgends ist der Kontakt mit dem Publikum intensiver, die Möglichkeit mit ihm zu kommunizieren unmittelbarer als bei einer Lesung. Nicht jeder kann bei Lesungen so unbefangen auftreten wie der russische Dichter Jewgeni Jewtuschenko, der seine Gedichte auf Moskauer U-Bahnhöfen ebenso vortrug wie in randvoll gefüllten Fußballstadien. Viele haben riesiges Lampenfieber vor jeder Lesung. Und nicht jeder ist ein Lesetalent.

" Deshalb finden Sie den Typ Lesung, der Ihrem Charakter, Ihren Gefühlen und Ihrem Talent am besten entspricht. Wer leise Töne bevorzugt und lieber in kleinem Kreis liest, sollte sich nicht in die lärmende Stimmung eines Poetry Slams begeben. Und wer es genießt im Rampenlicht zu stehen, sollte sein Konzept für Lesungen so ausrichten, dass er große Säle füllt. Die Möglichkeiten aus dem Ereignis Lesung Aufmerksamkeit für seine Person, für sein Buch zu erhalten, populärer zu werden und den Buchabsatz anzuheizen, sind jedenfalls enorm."

Zitate aus "Kauf!Mich!Jetzt!"

 

 


Book2Look: So kann man Bücher vor dem Erscheinen mit Leseproben bewerben

Meine Autorenkollegin und Managementberaterin Anne Schüller hat mich vor kurzem auf ihr neues Buch "Touchpoints -  Auf Tuchfühlung mit dem Kunden von heute" aufmerksam gemacht. Ich bin gespannt auf den Inhalt, denn der Titel greift ein Thema auf, dass mir auch am Herzen liegt: Wie gestalten Unternehmen die Berührungspunkte mit ihren Kunden? So dass sie zum positiven Kundenerlebnis werden?  Oder hat das Unternehmen das Touchpoint-Management gar nicht im Griff? Oder, was sicher häufiger ist: Existiert gar kein Bewusstsein dafür, dass man Konzepte für die Gestaltung der Kundenerlebnisse entwickeln kann?

Ich habe in der Vergangenheit immer wieder Artikel dazu in WerbePraxis aktuell geschrieben. Und jetzt freue ich mich, dass Anne Schüller am gleichen Thema gearbeitet hat und ein ganzes Buch dazu vorlegt.

Aufmerksam gemacht hat mich aber auch die Tatsache, dass Anne Schüller das neue Buch mithilfe von Book2Look vorstellt. Leseproben kann man mithilfe dieses Dienstes in ein kleines Widget packen und über Blogs und zig Social Media-Dienste weiter verteilen. Und wer sich über Neuerscheinungen aus einem bestimmten Fachgebiet informieren will, der kann Infos über neue Bücher auch abonnieren.

Allerdings können nur Verlage ihre Neuerscheinungen dort einstellen. Das ist kostenpflichtig. Für 1 bis 50 Neuerscheinungen werden per anno je Titel € 40,- fällig. Einen gleichartigen kostenlosen Service bietet dagegen Scribd.


Buchläden wie Kneipen

Was soll eigentlich aus dem ganzen Buchläden werden, wenn ein großer Prozentsatz der Bücher digital sind und über Reader konsumiert werden?

Buchläden, die ein großes Angebot bereithalten, braucht es dann nur noch wenige. Ein guter Überlebensansatz könnte es sein, wenn Buchhandlungen mehr wie Kneipen werden. Kleiner. Heimeliger. Leutseliger. Man sucht sich genau den Ort aus, an dem man sich wohl fühlt. Wo man auf Gleichgesinnte trifft und irgendwie daheim ist in der Welt der Literatur. Wo man bei einem kleinen Schwätzchen Lesetipps bekommt. Egal ob vom Buchhändler oder der Nachbarin an der Buch-Bar.

Es darf dann auch Bier geben. Oder?

 


Tschüss Bücherwände! Digitalisieren Sie jetzt Ihre Bibliothek?

Ja, sie gehörten jahrzehntelang zum gutbürgerlichen, intellektuellen Statussymbol. Prall gefüllte Bücherwände. Ob sie langsam aus den Wohnzimmern verschwinden? Bei mir ja. Erste Schritte unternehme ich bereits: Ich werfe alle Bücher raus, die es nicht wert sind, ein 2. Mal gelesen zu werden. Die restlichen behalte ich.

Um die Bücherwand ganz verschwinden zu lassen, könnte ich aber auch einen Service des amerikanischen Dienstleisters 1DollarScan nutzen. Der scannt und digitalisiert 100 Buchseiten bereits für 1 $  und sendet Ihnen anschließend die Daten (DVD oder Download) zu. Das gescannte Buch wirft er ins Altpapier. (Bei dem Minipreis sind selbstverständlich keine Rücksendekosten enthalten.)

Digitale Sachbücher jedenfalls sind unheimlich praktisch. Man kann sie überall hin mitnehmen und nach allen möglichen Suchbegriffen durchforsten.

Ja, vielleicht behalte ich nur noch Belletristik auf Papier. Aber noch zögere ich vor diesem Schritt.

Quelle: Trendletter 10/2011


Bezahlte Buchrezensionen? Reden wir darüber!

Eben flattert mir eine Meldung eines bislang geschätzen Autorenduos mit dem Thema "Einladung zur Geburtstagsparty" in die Mailbox. Und so sieht die "Geburtstagsparty" aus (ich habe Namen, Buchtitel und Ortshinwiese entfernt):

"Schreiben Sie eine Besprechung von Buch XY bei Amazon.de

Teilnehmen an unserer Geburtstagsaktion können all diejenigen, die auf Amazon.de bis spätestens zum 2. Oktober 2011 eine Besprechung posten.
 

Wir vergeben EINEN Kindle und EIN Abendessen mit uns in xxx für bis zu zwei Teilnehmer und ZEHN Exemplare des Buchs „xxx“.

Die Gewinner ermitteln wir, indem wir Besprechungen auswählen, die uns inspirieren. Damit ist keine schleimige "Euer-Buch-ist-so-super-toll-Besprechung" gemeint, sondern eine Besprechung, die auf irgendeine Art originell, witzig und ideenreich ist."

Keine schleimige Besprechung erwünscht? Ja was soll denn sonst dabei herauskommen! Glaubt jemand ernsthaft, dass ein Verriss den Kindle gewinnt? Ich dachte, diese Grundsatzfrage würde jeder venünftige Mensch klar beantworten können: Bezahlte Rezensionen, egal ob für Bücher, Hotels, Gaststätten, Shops oder Dienstleister sind ein absolutes no-go!

Eine armselige und verzweifelte Masche, den Markt der Meinungen zu manipulieren. Den gutgläubigen Besuchern von Amazon werden hier Rezensionen untergejubelt, die nicht aus freien Stücken und echtem Interesse formuliert wurden, sondern um ein iPad oder einen Kindle zu gewinnen.

Ach Sie meinen, jeder macht das? Keiner spricht darüber? Dann sprechen wir doch jetzt darüber! Meine Meinung: Wer so handelt, täuscht seine Leser.


Autorenratgeber "Kauf! Mich! Jetzt! für den Kindle

Cover_KaufMichJetzt! Als erstes meiner Bücher ist mein Autorenratgeber "Kauf! Mich! Jetzt!" auch in elektronischer Version für das Kindle Lesegerät erhältlich (aber auch für iPad, iPhone & Co.)

Im Kindle-Shop hat er es immerhin auf eine Bestsellerliste geschafft. Er steht da an Platz 1 der Fachbücher zum Thema "Werbepsychologie". Vielleicht nicht ganz die richtige Kategorie, aber immerhin.

Als Kindle-Version kostet das Buch 11,99 und damit rund 3 Euro weniger als die gedruckte Version.


Seltsam: Autorenforum diskriminiert Autoren, die selbst verlegen

Seit Jahren lese ich den (durchaus) interessanten Newsletter des Autorenforums. Eine Rubrik darin ist die so genannte Hallo of Fame. Darin werden Neuveröffentlichungen von Autoren vorgestellt. Aber nur, wenn diese in einem Verlag erschienen sind.

„Ausgeschlossen sind ... Bücher im Eigenverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind)“ heißt es dort zur Erläuterung. Und damit es auch ja nicht vergessen wird, erfolgt noch der folgende Hinweis:

„Schreibt in eure Mail mit der Meldung immer auch hinein, dass ihr bestätigt, dass die Veröffentlichung weder im Eigenverlag noch in einem Verlag erschienen ist, bei dem der Autor irgendetwas bezahlt hat!“

Was soll das? Autoren diskriminieren, die die Vermarktung selbst in die Hand nehmen? In einem Zeitalter, da es bereits die ersten Millionäre unter den Selbstverlegern gibt und Kindle/Amazon, Apple, BoD und viele andere einem alle Türen zur Selbstvermarktung öffnen.

Dass man selbstverlegende Autoren diskriminiert, liegt natürlich im Interesse der klassischen Buchverlage, die ihrem bröckelnden Geschäftsmodell hinterher trauern und noch nicht wissen, wie sie mit den aktuellen Herausforderungen umgehen.

Aber in einem Autorenratgeber hat so was nichts zu suchen.


Kauf! Mich! Jetzt! seit heute als eBook erhältlich

Bildschirmfoto 2011-07-15 um 13.59.01 Es freut mich, dass heute als erstes meiner Bücher mein Autorenratgeber Kauf! Mich! Jetzt! im iTunes Bookstore erschienen ist. Das ist auch gar nicht so unpassend. Denn gerade Autoren werden in den nächsten Jahren mehr und mehr selbst publizieren und dafür die elektronischen Verbreitungskanäle nutzen.

In den nächsten Tagen wird das Buch in weiteren Onlineshops angeboten. Natürlich auch in einer Kindle-Version im Amazon Kindle Store. Und in den Buchshops von Libri.de, Thalia.de, Buch.de, Buecher.de, Spiegel.de, Mediamarkt.de, Weiland.de, Mayersche.de, Pubbles.de wird es ebenfalls erhältlich sein.

Möglich gemacht hat es BoD, die 100 ausgewählte Titel aus dem Angebot kostenfrei in die elektronischen Formate konvertiert haben. Dafür herzlichen Dank!

Seit gestern läuft auch die große E-Book-Aktion bei BoD: Wer bis zum 31.8.2011 ein neues Buchprojekt bei BoD abschließt, bekommt die E-Book-Version des Buches kostenlos dazu! (Das bedeutet eine Ersparnis von 99 Euro).


Erfolg mit Kindle: Diese 8 Autoren sind die ersten Auflagenmillionäre

Der Autor John Locke ist der achte Auflagenmillionär im Kindle Direct Publishing Club. Bis zum 19. Juni hat John Locke 1.010.370 Kindle Bücher verkauft – zu Preisen ab 0,49 Euro. Vor ihm knackten die Millionengrenze die Autoren Stieg Larsson, James Patterson, Nora Roberts, Charlaine Harris, Lee Child, Suzanne Collins und Michael Connelly.
Für Autoren, die ihre Bücher selbst verlegen bietet der Vertriebsweg über Kindle einen großen Anreiz. Rund 70% der Einnahmen verbleiben beim Autor – eine Riesenunterschied zu dem, was klassische Verlage ihren Autoren übrig lassen.

Auf den ersten deutschsprachigen Kindle-Millionenseller werden wir wohl noch etwas warten müssen. Dass Deutschland, was die eBook Nutzung angeht, in einer anderen Liga spielt, beweist auch dieser Artikel von Spiegel online. Da bekennt Autor Wolfgang Tischer ganz offen: „Es reicht, wenn man zehn am Tag verkauft, um in den Top 20 (Anmerkung: in Deutschland) zu landen.“

Trotzdem bin ich mir sicher: Immer mehr Autoren werden es auch hierzulande probieren, ihre Bücher auf elektronischem Wege an die Leser zu vertreiben.

Wer wissen will, wie Locke die Auflagenmillion geschafft hat, der kann es in seinem Marketingratgeber für Autoren, die ihre Bücher selbst veröffentlichen, nachlesen. Natürlich als e-Book.


Sexy wie Sauerkraut – Lesen auf dem Kindle

Seit ein paar Tagen habe ich den Amazon Kindle im Test. Das Gerät, das (zumindest wenn man den enthusiastischen Ausführungen von Bodenseepeter glauben will) den Buchmarkt revolutionieren wird.

Nun ist es ja durchaus so, dass ich mir diese Revolution wünsche. Bücher sind ziemliche Platzfresser und sobald man umzieht, schädigen sie den Rücken. Manche Sach- und Fachbücher haben eine Halbwertszeit von wenigen Monaten. Rumstehen tun sie danach noch immer.
Also es gibt eigentlich keinen Grund, warum diese Dinger (Bücher) in derart physischer Präsenz als kommendes Altpapier mein Leben teilen. Ja, das spricht für das elektronische Buch.

Und dann wünsche ich mir den Erfolg des elektronischen Lesens auch aus einem ganz handfesten Grund: Für den Kindle kann jeder Autor Werke produzieren und veröffentlichen. Vom Verkaufspreis bleiben dem Kindle-Autor 70 %. Bei den meisten Verlagen und deren gedruckten Büchern erhält der Autor maximal 10 – 20 % der Verkaufssumme als Honorar. Das ist doch mal ein Argument! Auch Sie als Leser könnten diese Kindle-Bücher billiger erhalten. Sie kosten weder Lager- noch Verkaufsfläche, schonen den Wald und müssen nicht im Rahmen eines luxuriösen Logistiksystems über die Straßen gefahren werden, um zu Ihnen zu kommen. Kindle-Bücher sind grün!

Aber ich fürchte, diese Revolution wird nicht gelingen. Denn der Kindle ist sexy wie Sauerkraut. Der Kindle ist eben kein Buchersatz oder gar etwas Besseres. Aus mehreren Gründen:

  • Das Lesen auf dem Kindle ist in etwa so lustvoll wie das Lesen eines PDF am Computer.
  • Das Gerät versprüht den Charme eines Hartplastik-Taschenrechners aus den 70er Jahren. Wahlweise erinnert es auch (dank der blöden Tastatur) an die Aura eines Businesskasper-Blackberry.
  • Das Format – liegt mir nicht. Ebenso wenig das Bildschirmblitzen beim Blättern.

Und trotzdem liebe Leser: Bitte kauft das Gerät.

Ich verspreche dann auch die Bücher preiswerter zu machen. Nicht so wie die deutschen Verleger, die Kindle-Versionen zum gleichen Preis wie gebundene Bücher oder gar teurer als ihre Taschenbuchausgaben anbieten.

Damit betreiben die Verleger natürlich Artenschutz für den Buchhandel. Aber das ist ein hoffnungsloses Unterfangen. Denn in einer Kindle-Welt werden Buchhändler so selten wie Geigenbauer. Wetten?


Schöne Buchwerbung: Gehn wir Bücher verstecken im Park?

Aktionen wie diese gefallen mir. Und sie sind für bekannte und unbekannte Autoren ein höchst sympathisches und überraschendes Mittel, um auf sich aufmerksam zu machen.

Im Wiener Vinzenz von Paul Park werden seit 11. April bei trockener Witterung Bücher ausgesetzt, damit sie auf diese Weise zu ihren Lesern finden. Ist so eine Art Bookcrossing-Idee, die aus einer normalen Grünanlage einen Lesepark macht.

Zur Nachahmung sehr empfohlen.

Gefunden bei Duftender Doppelpunkt

 

 


Neue Art von Amazon-Spam entdeckt

Ganz schön frech, manche Spammer.  Eigentlich wollte ich gerade nur mal nachsehen, ob mein Autorenratgeber "Kauf! Mich! Jetzt"  schon im nagelneuen Amazon Kindle Shop erhältlich ist. (Ist er nicht.) Da entdeckte ich diese neue Art frechen Spams. Bildschirmfoto 2011-04-21 um 14.15.45

Amazon bietet ja bekanntlich Lesern die Möglichkeit an, neben den Buchtitel-Bildern eigene Kundenbilder hoch zu laden.  Das hat der Autor Claus Wolfgang frech genutzt, um Buchcover und Rückseite seines eigenen Titels " Gelebtes Leben und 30 Jahre trocken"  bei den Produktinformationen zu meinem Buch anzuzeigen. Tja, ich habe zwar noch nicht nachgesehen, ob die Amazon-Richtlinien so etwas gestatten. Kann ich mir aber kaum vorstellen. 

Hat denn Amazon kein funktionierendes Qualitätssicherungssystem, was solche Machenschaften erkennt und wieder löscht?

 

 

 


Mein Weihnachtsbuchtipp (No.2): Unternehmen von der schönsten Seite. Corporate Books für PR und Marketing

Corporate booksWas sind eigentlich Corporate Books?  "Leichter ist es zunächst zu erklären, was sie nicht sind" - schreibt die Autoren und Buchexpertin Sonja Ulrike Klug in ihrem Buch. Corporate Books sind keine Magazine oder Zeitschriften, keine Produktkataloge, keine Werbe- oder Imagebroschüren, keine Geschäftsberichte und auch keine Produkthandbücher oder Benutzerleitfäden.

Mit diesen haben sie zwar gemein, dass sie gebunden sind, aber inhaltlich können sie den Anforderungen an ein Buch nicht genügen. Corporate Books sind Auftragswerke  von Unternehmen, die durchaus Marketing und PR-Zwecken folgen dürfen. Aber es müssen auch Bücher sein, die den Leser fesseln und die Anforderungen des Buchmarktes erfüllen. Dass dies funktionieren kann, beweisen Megabestseller.  Die Koch- und Backbücher von Dr. Oetker. Die Abenteuer von Lurchi. Oder auch Stan Nadolnys Ullsteinroman.

Sonja Ulrike Klug, hat mit ihrem Buch gewissermaßen auch ein Unternehmensbuch für sich selbst geschrieben.  Mit ihrer Agentur verhilft sie seit 20 Jahren Unternehmen zu Büchern. Ihr Buch zu Corporate Books hat Handbuchcharakter. Es klärt über die Historie ebenso auf, wie über Kommunikationsziele, Themenwahl, Buchausstattung und Vertriebswege, widmet sich der Vermarktung und dem Management des Buchprojekts. Erfreulicherweise ist es dabei nicht "printlastig",  sondern behandelt auch eBooks, Hörbücher, Podcasting und Werbewege via Website, Twitter, YouTube und Co.

Ganz nebenbei ist es auch ein schönes, reichlich mit Grafiken und Bildern versehenes Buch, das  durchaus repräsentativen Geschenkcharakter hat.  (Auch wenn darunter ein bisschen die Lesbarkeit leidet).

Sonja Ulrike Klug: Unternehmen von der schönsten Seite: Corporate Books für PR und Marketing, Verlag mI, 308 Seiten, 79,95 Euro

Bei Amazon bestellen

 

 


Neu bei Amazon: Die Autorenseiten

Seit kurzem können Autoren bei Amazon eine Profilseite anlegen, die sich Autorenseite nennt. Solche Autorenseiten enthalten:

  • Bibliographie
  • Biografie
  • Autorenfoto
  • Video
  • Diskussionsforum

Amazon hat die Autorenseite für jeden Autor bereits angelegt und mit seinen Buchtiteln befüllt. Alles Weitere muss man als Autor selbst ergänzen. Wer als Autor seine eigene Seite finden will, gibt seinen Namen in die Suchmaske ein, scrollt dann nach unten zu "Feedback" und klickt auf: 

"Sind Sie ein Autor? Besuchen Sie Author Central um Ihr Foto oder Ihre Biografie zu ändern und mehr".

Hier ist meine Autorenseite.

 


Es regnet Gedichte

Wunderschöne Aktion, die Ende August im Berliner Lustgarten veranstaltet wurde. Ein Helikopter kreiste über der Museumsinsel und ließ etwa 30 min lang 100.000 Gedichte von 80 Autoren aus Chile und Deutschland als Poetry Rain auf den Berliner Lustgarten schweben.

Seit 2001 gibt es ähnliche Aktionen der chilenischen Künstlergruppe Casagrande 2001, die im englischen als "Poetry Bomb" bezeichnet werden. Offenbar konnte man den pazifistischen Deutschen eine wörtliche Übersetzung nicht zumuten. Dabei wäre das Motto "Gedichte statt Bomben" auch ein sehr hoffnungsvolles. Die Literaturwerkstatt Berlin wollte mit dieser Aktion den Stellenwert von Poesie in der Gesellschaft stärken. Ist doch bitter nötig, denn wohl kaum eine Gattung führt hierzulande so ein Schattendasein wie die Lyrik.

 


Was ist das meist gekaufte Produkt im Internet?

Das Buch! Wie die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) herausgefunden hat, interessiert sich mehr als jeder zweite Onliner für Bücher und hat schon einmal Informationen dazu im Internet recherchiert. Sowohl bei der Online-Recherche als auch beim Online-Kauf der Internetnutzer stehen Bücher unter den 59 im Rahmen der internet facts untersuchten Produkten an Platz eins. Und dann haben Bücher noch eine Konversionsrate, von der andere Produkte nur träumen können:

"Bücher sind das meist gekaufte Produkt im Internet und weisen mit einer Conversion-Rate von 68,7 Prozent das höchste E-Commerce-Potenzial auf"

Mehr dazu im Branchenbericht Spezial „Bücher“ sowie eine Präsentation mit allen Grafiken und ein komprimierter Tabellenband unter www.agof.de/branchenberichte


Wie man den perfekten Buchtitel findet

Nach der alt hergebrachten Methode funktionierte das ja so: Man macht sich als Autor sehr lange und sehr viele Gedanken, die man ein paar Dutzend mal wieder verwirft. Dann sendet man den allerbesten Vorschlag an den Verlag, wo sich Lektoren, Vertriebsleute und andere mal allein, mal gemeinsam in der Programmkonferenz schwere Gedanken machen. Gut möglich, dass der Titel danach verbessert, verwässert, auf alle Fälle aber irgendwie anders wird.

Man kann aber auch seine Leser fragen.Timothy Ferriss beispielsweise schaltete Google Anzeigen, um den optimalen Buchtitel für seinen Bestseller "Die 4-Stunden Woche" herauszufinden. Hat ja geklappt. Und dtv  macht es auf die direkte Tour und fragt bei Facebook:

"Abstimmung! Im kommenden Winterprogramm erscheint bei uns "Winterkartoffelknödel", ein Provinzkrimi von Rita Falk. Die Autorin schreibt derzeit an ihrem zweiten Krimi und wir suchen den passenden Buchtitel. Zur Auswahl stehen bisher: Milchnudelkompott, Dampfnudelblues, Schlawinerschnitzel, Sauerkrautkoma, Weißwurstsomm...er, Leberkäsjunkie. Jetzt möchten wir gerne Eure Meinung hören! Gefällt Euch einer der Titel?"


Buchtipp! Homeoffice. Erfolgreiches Heimspiel dank Zeit- und Selbstmanagement

Oh ja ich wette, das kennt ihr:

„Der Homeworker sitzt grübelnd am Schreibtisch, da steckt seine Partnerin den Kopf durch die Tür: „Ich geh kurz einkaufen, soll ich dir was mitbringen?“ fragt sie. Der Herr des Hauses ist genervt. Diese gut gemeinte Frage ist heute schon die x-te Störung. Vorhin stand Filius 3 auf der Home-Office-Matte, weil sein Roller klemmte. Davor musste der Homeworker Getränkekisten in den Keller schleppen. Außerdem hat er an diesem Vormittag schon eine Spinne erledigt, den Autoschlüssel gesucht und den Dichtungsring am tropfenden Wasserhahn gewechselt“

Bloß die eigentliche Arbeit hat er nicht erledigt.

Nun hat der Homeworker ja nicht nur unter Störungen zu leiden. Wenn er allein zuhause arbeitet, ist er mitunter sein ärgster Feind. Checkt stundenlang e-Mails, geht Kaffeekochen oder wundert sich, dass keine Arbeitsstimmung aufkommt, wenn er in Trainingshosen am Schreibtisch sitzt. Die Lebens- und Arbeitssituation der über 5 Millionen Homeworker in Deutschland ist völlig unterschiedlich. Aber der Ratgeber spricht alle denkbaren Probleme an, von der Aufschieberitis zum Zeitmanagement, von der Selbstmotivation bis zur Vermeidung von Beziehungsstress. Dabei bleibt das Buch nicht theoretisierend und wird an keiner Stelle neunmalklug, wie manch andere Ratgeber. Die praxisnahen, immer wieder eingeflochtenen Beispiele sind im Gegenteil sehr anschaulich. Und die Tipps sind unideologisch und einfach, dafür aber umso wirksamer.

Sogar einen Abschnitt „Kampf den Käsebroten“ gibt es. Der erzählt davon, wie man sich in der Mittagspause auch abseits der Betriebskantine abwechslungsreich und ohne allzu großen Zeitaufwand versorgt.

Allerhöchste Geschenkempfehlungsstufe für alle Homeworker und deren Angehörige.

Cover_Homeoffice


Homeoffice. Erfolgreiches Heimspiel dank Zeit- und Selbstmanagement
Von Birgit Golms, Gudrun Sonnenberg
 

Wow! Der Kindle kommt

Wer sich heute bei Amazon einloggt, wird vom Boss Jeff Bezos persönlich begrüßt. Mit der Nachricht: Ab sofort wird der Kindle auch nach Deutschland versandt - zum Preis von 275 US Dollar. Wer also gerne englischsprachige Bücher liest, kann diese künftig weitaus preiswerter und vor allem sekundenschnell auf den Kindle laden.
Bin schon sehr gespannt, wenn ich diesen Kindle erstmals in der Hand halte. Und noch gespannter darauf bin ich, ob er den Buchmarkt revolutionieren kann. Immerhin könnte ich meine ganze Fachbibliothek im Kindle unterbringen und den Belletristikpart auch dazu. Denn mit dem Kindle kann man bis zu 1.500 Bücher mit sich herumtragen. Der Platzgewinn in der Wohnung ist nicht auszudenken...


Bücher verstecken im Park

Bookcrossing gefällt mir - das Freisetzen von Büchern in Kneipen und Cafes, auf Parkbänken oder Kongressen gar in Bussen und Straßenbahnen, damit sie dort Leser finden. Bookcrossing ist das private, völlig unkommerziell gedachte Vergnügen von Lesefreunden weltweit. Aber warum sollten nicht auch Verleger und Autoren ihre Bücher per Bookcrossing freisetzen? Die Idee dahinter: durch das Freisetzen der Bücher kommen diese in Umlauf und werden bekannter. Durch die größere Bekanntheit und die mögliche Mundpropaganda der Bookcrosser finden die Bücher letztendlich mehr Käufer.
Der Münchner Verlag Ars Edition hat jetzt 1.000 Exemplare eines Titels von Gerd Ruebenstrunk "freigesetzt". Die Nürnberg Nachrichten berichten über die Aktion, die in Stein bei Nürnberg stattfand:

"Bücherjagd im Faberpark: Rund 300 Schüler(innen) aus dem Sigmund-Schuckert-Gymnasium und der Peter Henlein-Realschule beteiligten sich an der Suche nach 150 Büchern.
Der Münchner Verlag Ars Edition hatte bundesweit 1.000 Exemplare des Werkes «Arthur und die vergessenen Bücher» von Gerd Ruebenstrunk «auswildern» lassen - unter anderem 150 Stück im Nürnberger Süden. Dort übernahmen 25 Buchhandels-Auszubildende der Berufsschule 6 die Aufgabe, die Schmöker zu verstecken. Ein Vorhaben, das ein wenig an Ostereier-Suchen erinnert."

Bookcrossing kann funktionieren, wenn der Buchtitel und der Ort genau zusammenpassen. Zum Beispiel könnte ich mir mein Buch "Werbung mit kleinem Budget" mal im Bundestag freigesetzt vorstellen. Vielleicht immer dann, wenn der Bundesrechnungshof mal wieder verschwenderische PR-Kampagnen zu rügen hat.

Mehr dazu: Schüler auf Schatzsuche im Faberpark


Sebastian Fitzek und die Kunst der Buchpremiere

"Was wäre, wenn wir die schlimmsten Erlebnisse unseres Lebens für immer aus unserem Gedächtnis löschen könnten? Und was, wenn etwas dabei schief geht?
Viel stärker als der Splitter, der sich in seinen Kopf gebohrt hat, schmerzt Marc Lucas die seelische Wunde seines selbst verschuldeten Autounfalls - denn seine Frau hat nicht überlebt. Als Marc von einem psychiatrischen Experiment hört, das ihn von dieser quälenden Erinnerung befreien könnte, schöpft er Hoffnung. Doch nach den ersten Tests beginnt das Grauen:
Marcs Wohnungsschlüssel passt nicht mehr. Ein fremder Name steht am Klingelschild. Dann öffnet sich die Tür - und Marc schaut einem Alptraum ins Gesicht … "

Das ist der Plot zu Sebastian Fitzeks neuem Buch "Splitter".

Sebastian Fitzek ist nicht nur zu dem Thriller-Autor Deutschlands geworden. Er steht auch für die spektakulärsten Werbekampagnen, um seine Bücher einzuführen. Beim Bestseller "Das Kind" gab es ein in Berlin über Wochen stattfindendes Alternate Reality Game, das die Teilnehmer in den gruseligen Plot seines Buches verstrickte. Bei der Veröffentlichung seines letzten Thrillers "Der Seelenbrecher" ließ sich Fitzek in Zwangsjacke und mit Hockeymaske à la Hannibal Lecter im Rollstuhl auf die Bühne schieben. Und diesmal lud er in eine verlassene psychiatrische Klinik in Berlin-Dahlem zur Buchvorstellung. Was dabei passierte, lässt sich in den Berichten (Links unten) nachlesen und ist auch auf Video festgehalten

Auch dieses virale Video war Teil der Kampagne. (Ja, ich gestehe, auch ich will etwas vergessen.)

Mehr Infos

Die Macher der Kampagne: vm people

Video auf BILD.de Essen vom OP-Tisch: Bizarre Buchpremiere in Psychoklinik

Artikel in der Berliner Morgenpost: Bestsellerautor auf dem Seziertisch


Der Autor und sein Produkt

Was verkauft eigentlich ein Autor? Bücher?
Das wäre zu wenig.

Wer als Autor nur Bücher als Produkte anbietet, hat seinen Job recht eng definiert.
Je nachdem, ob es sich um ein Sach-, Fachbuch- oder Belletristikautor handelt, ist er Angehöriger der Schulungs-, Beratungs- oder Unterhaltungsindustrie. (Und wenn er will, mixt er die Genres auch ein bisschen heftig durch.)
Ich habe mich lange gefragt, was ich verkaufe. Heute weiß ich es: Inspiration.
Das Buch ist dabei nur das Mittel zum Zweck, diese Inspiration zu verbreiten. Ob es das Beste ist? Sicher nicht immer. Ein Inspirationsanbieter kann sein Produkt aber auch ganz anders verpacken. Zum Beispiel in:

Vorträge
Workshops
Happenings
Comedy
Konferenzen, Meetings, Get-together
Lesungen
E-Books
DVDs und Audiobooks
Radio- und TV-Beiträge
Fachartikel, Zeitungsbeiträge
Newsletter
Netzwerke
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Diese Liste ist sicher nicht vollständig, oder?


Wird das iPhone zum Buchlesegerät No. 1?

Während sich Amazon Kindle und Sony Bookreader abmühen (vom Sony Bookreader wurden weltweit seit Verkaufsstart 2006 nur 300.000 Stück verkauft; Amazon nennt keine Kindle Verkaufszahlen) zu den ersten Kunden zu kommen, ist ein Buchlesegerät bereits weltweit massenhaft verbreitet. Das iPhone! Elektronische Bücher im PDF Format auf das iPhone zu laden - kein Problem. Und mit dem Apple App-Store besteht schon ein ausgezeichneter Vertriebsweg.

Den nutzt z.B. der Verlag O'Reilly mit einem Abodienst für elektronische Bücher. Das so genannte Safari Bookbag ermöglicht es eine ganze Reihe von Büchern aufs iPhone oder den iPod touch zu laden. Auf der Website gibt es eine Demo dazu, wie das Ganze funktioniert. Selbst Amazon vertreibt die für den Kindle gedachten eBooks jetzt ebenfalls im Apple App-Store.

Und der Autor Drew McCormack hat soeben sein Fachbuch "Scientific Scripting with Python" online gestellt, und verkauft es jetzt für rund 5 Dollar. Ganz ohne Verlagshilfe übrigens.

Sieht so aus als kommt der Markt für diese elektronischen Bücher langsam in Bewegung. Nur noch nicht hier. Denn ein Massengeschäft erwarten die Verleger hierzulande nicht. Sollten sie aber: Denn nach einer FORSA-Studie wollen sich angeblich 2,2 Mio. Deutsche dieses Jahr ein digitales Buch kaufen.

Danke an Lucas von Gwinner, der mich auf Drew McCormack und das Thema aufmerksam machte!


Autoren, die twittern

Einer spontanen Eingebung folgend habe ich gestern einfach mal bei Twitter in die Runde gefragt, welche deutschsprachigen Buchautoren twittern. Daraus und aus Eigenrecherche entstand diese Liste Sicher nicht vollständig - auch bei den Autoren wurde jeweils nur ein Buchtitel angegeben. Hinweis auf Ergänzungen und Korrekturen sind willkommen!

Non Fiction, Sach- und Fachbücher, Ratgeber

Ines Balcik, PONS Gramatik kurz & bündig Arabisch": http://twitter.com/elefant2

Monika Birkner, "Wachstumsstrategien für Solo- und Kleinunternehmer"
http://twitter.com/MonikaBirkner

Timm Bohlen, "Golfisch. Die einzig wahre Golfsprache" http://twitter.com/ebbes 

Barbara Brecht-Hadraschek
, "Prozessmanagement leicht gemacht" http://twitter.com/babsannette

Mela Eckenfels
, "Kochbuch für Geeks" http://twitter.com/Felicea

Daniel Fiene
, "Mitmachen im Web 2.0. Das Blogger-Buch" http://twitter.com/fiene

Mario Fischer
, "Website Boosting": http://twitter.com/mariofischer

Elke Fleing, "Hervorragend positioniert: Wie Sie erreichen, dass Kunden Sie finden": http://twitter.com/ElkeFleing

Elke Hesse
, "Auf gut Deutsch! 2009": http://twitter.com/wortgestalt

Petra Hildebrandt, "Kochbuch für Geeks": http://twitter.com/ishtar_Wolff Horbach, "77 Wege zum Glück": https://twitter.com/whorbach

Roland Kopp-Wichmann, "Frauen wollen erwachsene Männer: Warum Männer sich ablösen müssen, um lieben zu können": http://twitter.com/KoppWichmann

Lietz, Kai-Jürgen, "Das Entscheider-Buch. 15 Entscheidungsfallen und wie man sie vermeidet"http://twitter.com/Entscheidertipp und http://twitter.com/smartDecisions

Sascha Lobo, "Dinge geregelt kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin": http://twitter.com/saschalobo

Jochen Mai, "Die Karriere-Bibel: Definitiv alles, was Sie für Ihren beruflichen Erfolg wissen müssen" http://twitter.com/karrierebibel

Karina Matejcek, "Mama im Job": Karina Matejcek http://twitter.com/kamaco

Timo Off, Reise ins Land der Ideen (Hörbuch): http://twitter.com/geistesblitz

Kathrin Passig, "Dinge geregelt kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin"http://twitter.com/kathrinpassig

Volker Remy, "Wie man Aufträge sammelt und mit Fischen spricht": http://twitter.com/VolkerRemy

Bernd Röthlingshöfer, "Marketeasing": http://twitter.com/berndr

Mario Scheuermann, "Wein und Zeit. Von der Kultur des Genießens": http://twitter.com/weinreporter

Gerhard Schoolmann, "Wie gestalten wir unsere Website?": http://twitter.com/abseits

Torsten Schwarz, Leitfaden Online-Marketing: http://twitter.com/DocS

Nicole Simon, "Mit 140 Zeichen zu Web 2.0": http://twitter.com/NicoleSimon 

Jörg Weisner, "Erfolgreiche Gewohnheiten: Vergiss Selbstdisziplin, erfolgreiche Gewohnheiten bringen Dich voran": http://twitter.com/JoergWeisner

Nadia Zaboura, "Das empathische Gehirn": http://twitter.com/nadia_z


Fiction, Erzählungen, Romane, Lyrik

Nessa Altura, "Die 13. Klasse": http://twitter.com/nessaaltura

Petra A. Bauer, "Wer zuletzt lacht, lebt noch. Ein Berlin-Krimi" http://twitter.com/tintenkillerin
http://twitter.com/writingwoman

Elke Bräunling, "Da wird die Angst ganz klein" http://twitter.com/elpagi

Momo Evers, "Princess Astray, Prinzessin auf Abwegen": http://twitter.com/buchmamsell

Michael Gantenberg, "Neu-Erscheinung": http://twitter.com/Gantenberg

Susanne Gerdom, "Elbenzorn": http://twitter.com/sgerdom

Daniel Glattauer, " Alle sieben Wellen": http://twitter.com/glattauer

Anette Göttlicher, "Paul darf das. Maries Tagebuch":  http://twitter.com/a_nette 

Sarah Ines, "Liebe geht durch die Haut": http://twitter.com/sarahines

Jan-Tobias Kitzel, "Flammenmeer": http://twitter.com/jtkitzel

Jochen Langer, "Die Liebe am Nachmittag" http://twitter.com/JochenLanger

Falko Löffler, "Drachenwächter": http://twitter.com/falkoblog

Tasso J. Martens, "Mission Liebe":  http://twitter.com/Tasso9x

Markus Michalek, "Drei Städte": http://twitter.com/kapinski

Nicole Rensmann, "Ciara, Mitternachtslektüre vom Feinsten": http://twitter.com/NicoleRensmann

Alexander Wichert, "Kettenhund": http://twitter.com/vashtan

Hinweis: Petra A. Bauer hat eine ähnliche Liste erstellt.


Wie Jörg Weisner sein neues Buch promotet

EBookkostenlos Gestern erfuhr ich via Twitter von Jörg Weisners neuem Buch. Es heißt "Erfolgreiche Gewohnheiten" und kommt mit dem tollen Versprechen daher: "Vergiss Selbstdisziplin".
Damit liegt es vom Titel verdammt nah an diesem "Dinge geregelt kriegen - ohne eine Funken Selbstdisziplin" beschreibt aber im Inhalt einen völlig anderen Ansatz.
Denn Jörg führt in dem Buch anhand von zahlreichen Beispielen und der YuKoN-Methode vor – bei der die gleichnamige Schmucklinie von TeNo eine große Rolle spielt - wie man sich neue Gewohnheiten systematisch antrainiert.
Noch habe ich in das Buch nur reingelesen - aber es macht neugierig. Jörg schreibt locker, sympathisch, klar und anschaulich - so ziehen einen die Zeilen ganz mühelos immer weiter ins Buch und seine Gedankenwelt hinein.
Bemerkenswert ist auch sein Marketeasing, um das Buch vorzustellen - denn er hat zeitgleich zum Buchstart ein eigenes Netzwerk „Erfolgreiche Gewohnheiten“ ins Leben gerufen. Genauer gesagt: Das Netzwerk ist seine Werbeseite fürs Buch.

Und das ist sein Einführungsangebot: Die ersten 100 Netzwerkteilnehmer bekommen das Buch gratis als e-Book. Später wird die e-Book Version für 9,50 verkauft werden, das Hardcover wird 15,00 Euro kosten.
Das Buch ist mit hervorragenden Fotos wunderbar gestaltet. Ich bin sehr gespannt, wie sich das Buch verkaufen und das Netzwerk entwickeln wird.


Buchvermarktung nach Art von Seth Godin

Am 22. Oktober erscheint Seth Godins neues Buch "Tribes".

Auf einer Lesung in New York wird er es am gleichen Tag vorstellen. Nicht ungewöhnlich. Aber ungewöhnlich ist, dass er 50 VIP-Plätze für diesen Tag verkauft, zum Stückpreis von 250 US Dollar. Es gibt zwar auch kostenlose Plätze. Doch die meisten der freien Sitze sind - an wen wohl? - an seine Fans gegangen. Zum Beispiel an Leser, die bereits im August Exemplare seines neuen Buches vorbestellt hatten.
Seth Godin verspricht eine völlig neue Art der Präsentation und fordert alle Besucher der Buchpremiere auf, ihre Videokameras mitzubringen und mitzufilmen.
Spannend. Die Ergebnisse werden wir ja bald in YouTube ja sehen können. Ich hoffe nur, Seth Godins Buch wird so gut sein wie sein Marketeasing dafür. Bei den letzten Titeln war das Teasing stets besser als der Inhalt. Und die Idee, nicht mehr von Zielgruppen, sondern von Stämmen zu sprechen, ist auch nicht gerade neu.

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