Gut und günstig: Die 5 besten Bilderdienste für Ihre Website oder Ihr Blog

PhotoPin_DesktopNachrichten brauchen Bilder. Schon seit jeher. Jetzt ist die alte Journalistenregel längst im Netz angekommen. Ohne Bilder macht eine Nachricht nichts her – weder im Blog noch beim Weitergeben über Facebook, Google+ & Co. Doch Websitebetreiber und Blogger fragen sich: Wo bekomme ich gute, am liebsten preiswerte oder kostenlose Bilder her? Die besondere Schwierigkeit: Bilder, die man für nicht-kommerzielle Zwecke kostenlos nutzen kann, findet man bei zahlreichen Bilderdiensten im Netz. Gefragt sind aber die bezahlbaren oder gar kostenlosen Bilder, die auch kommerziell, also zu Werbezwecken im Netz genutzt werden können. Unter Hunderten von Bilderdiensten, die es weltweit gibt, habe ich die herausgesucht, die mir am besten gefallen.

1. Fotolia – Der preiswerte Riese

Für viele deutsche Website-Betreiber und Blogger ist Fotolia seit Jahren die erste Wahl. Obwohl der Dienst nicht kostenlos ist. Doch sein Vorteil ist: Fotolia hat über 21 Millionen lizenzfreie Fotos, Videos oder Vektorgrafiken im Angebot. Da ist die Chance groß, fündig zu werden. Günstig ist der Dienst auch. Die Preise starten ab 74 Cent. Zudem sind viele Bilder auch für die Verwendung in Drucksachen geeignet. Auch hier sind die Preise günstig, da sie unabhängig von der Auflagenhöhe berechnet werden.

Wie funktioniert es? Nutzer melden sich beim Dienst an und kaufen dann so genannte Credits. Deren Preis ist abhängig von der Menge der Credits, die man einkauft. Beim kleinsten Paket erhält man 27 Credits zum Preis von 35 €. Im größten Paket erwirbt man 9.400 Credits, der Preis eines Credits sinkt dadurch auf 74 Cent. Da die Credits ab Kaufdatum nur für 365 Tage gültig sind, muss man seinen Jahresbedarf als Käufer eines großen Pakets gut einschätzen können. Wer nur gelegentlich Bilder braucht, fährt jedoch mit den kleinen Paketen besser. http://fotolia.com

2. Pixelio – Kosten sparen mit Links


Bei Pixelio ist alles kostenlos – allerdings nicht für jeden. Wer unter den knapp 450.000 Fotos fündig wird, kann kostenlos zugreifen. Aber er muss die Lizenzbestimmungen genau beachten: Denn nicht jedes der Bilder ist für kommerzielle Nutzung freigegeben. Pixelio unterscheidet zwischen redaktioneller und kommerzieller Nutzung. Redaktionelle Nutzung heißt: die Bildverwendung für Werbezwecke ist ausdrücklich nicht erlaubt! In Frage kommen also für Werbezwecke nur Bilder, die für kommerzielle Nutzung lizenziert werden. Im Regelfall bezahlt man mit Links: Die Lizenzbestimmungen sehen stets Bildquellenangaben mit einem Link (URL) vor.

Wie funktioniert es? Mit Benutzernamen und Passwort anmelden und es kann mit der Bildersuche losgehen. Das gewünschte Bild wird downgeloadet, die erforderlichen Lizenzangaben beachten und schon kann es auf der Website eingebaut werden. http://www.pixelio.de

3. Pixabay – Die gemeinfreie Bilderquelle

Bei diesem Online-Bilderdienst sind alle Fotos kostenlos und dürfen sogar ohne Quellenangaben und Lizenzbestimmungen für private und gewerbliche Zwecke genutzt werden. Grund: Bei den Bildern handelt es sich um so genannte Public Domain Bilder, die von den Urhebern in die so genannte Gemeinfreiheit entlassen wurden. Diese Bilder dürfen also kopiert, verändert und veröffentlicht werden, ohne jemand um Erlaubnis bitten zu müssen. Das klingt prima und ermöglicht eine schnelle und unkomplizierte Bildnutzung ohne langes Lesen von Lizenzbestimmungen. Der Nachteil: Die Bildauswahl ist (noch) weitaus beschränkter als bei anderen Bilderdiensten.

Wie funktioniert es? Pixabay ist als Foto-Community konzipiert. Nach der Anmeldung legt man eine Profilseite an und kann loslegen mit dem Herunterladen von Bildern. Allerdings legt der Community-Gedanke einem nahe, auch eigene Bilder zum Download zur Verfügung zu stellen. Eine Verpflichtung dazu besteht jedoch nicht. Kosten: Null. http://pixabay.com

4. iStockphoto – rechtssicher und professionell ab 1 €

Die kanadische Bildagentur iStockphoto verfügt über ein mehrere Millionen Bilder umfassendes Archiv. Gespeist wird es von Profifotografen und erstklassigen Amateuren, deren Bilder erst nach einer Qualitätsprüfung ins Archiv kommen. Wer Bilder nicht nur fürs Web, sondern vor allem für Drucksachen sucht, für den ist iStockphoto die richtige Adresse. Bilder in XXL-Qualität sind selbst für Großflächenplakate geeignet. Toll: Wer hier einkauft, kann sich auf die Haftung des Anbieters verlassen, dass die verwendeten Fotos rechtssicher sind. Dafür garantiert iStockphoto.

Wie funktioniert es? Erstaunlich schnell. Nach kurzer Registrierung durch E-Mail und Passwort, können Sie sofort mit der Bildersuche loslegen. Viele, aber nicht alle Bilder liegen in sechs Qualitätsstufen vor: XS, S, M, L, XL, XXL. Wobei die Qualitätsstufen XS und S nur für Web-Darstellung geeignet sind. Die Preise hängen vom Motiv und von der Qualitätsstufe ab, z.B.: 7,00 € XS, 36,50 € XXL. Bezahlen kann man sofort mit Kreditkarte oder PayPal. Vielnutzer können aber auch hier so genannte Credits kaufen und dadurch einen Rabatt in Anspruch nehmen. Diese Credits gibt es in zahlreichen Paketen und auch in einem Abonnement-Modell. Preisbeispiele: 12 Credits = 17,00 € (1,42 €/Credit), 1.000 Credits = 1.233,75 € (1,23 €/Credit). http://deutsch.istockphoto.com

5. PhotoPin: Das Übermaß aller Dinge

Groß, größer, PhotoPin. Nein, größer geht es wirklich nicht. Denn PhotoPin greift auf die gewaltige Datenbank von Flickr zurück und durchsucht die Flickr-Community nach Fotos, die Sie für kommerzielle und nicht-kommerzielle Zwecke einsetzen dürfen. Das heißt: Acht Milliarden Fotos stehen Ihnen theoretisch zur Auswahl. Das macht die Qual der Wahl etwas größer – zumal bei Weitem nicht alle Fotos, die gefunden werden, professionellen Werbeansprüchen genügen.

Wie funktioniert es? PhotoPin ist kein Bilderdienst – es ist „nur“ eine komfortable Suchmaschine, die Sie mit Stichworten und der Angabe der gewünschten Lizenz („kommerzielle Nutzung“ und „nicht-kommerzielle Nutzung“) füttern. Sekundenschnell sehen Sie die Ergebnisse. Kommt das gefundene Bild für Ihre Verwendung in Frage, klicken Sie auf „Get Photo“ und es werden die verschiedenen Bildgrößen und Formate in einem Pop-up-Fenster vorgestellt. Auch der Link zum Lizenzgeber wird angezeigt. Das ist gut so: Wer als kommerzieller Anwender sicher gehen will, dass der Lizenzgeber mit der Nutzung einverstanden ist, sollte ihn lieber persönlich kontaktieren. http://photopin.com

Bitte dringend beachten, wenn Sie Bilder aus den Bilderdiensten einsetzen

Bei Bildverwendungen können Sie nicht vorsichtig genug sein!

  • Lesen Sie in jedem Fall die Lizenzbestimmungen durch und halten Sie sich peinlich genau an diese. Meist müssen die Urheber/Lizenzgeber genannt werden. Aber auch die Anbringung dieses Lizenzhinweises ist exakt geregelt. Häufig wird verlangt, den Hinweis direkt unter dem Bild zu platzieren. Dann ist es nicht ausreichend, den Lizenzhinweis am Ende einer Webseite aufzuführen.

Auch wenn sich ein Bild als frei verwendbar erweist, sollten Sie folgendes vor der Bildverwendung beachten:

  • Vorsicht gilt, wenn Models abgebildet sind – denn diese müssen die Zustimmung zur Bildverwendung ebenfalls erteilt haben. Liegt kein „Model-Vertrag“ vor, der die Zustimmung nachweist, lassen Sie die Finger davon.
  • Lassen Sie die Finger von Bildern, die Marken oder Logos enthalten. Möglicherweise können die Inhaber von Markenrechten einer Bildverwendung widersprechen.
  • Der einzige der hier genannten Anbieter, der Garantien für Rechtsicherheit abgibt, ist iStockphoto.

Wir fotografieren nur Flaschen

Bottle_05 Das ist die Dienstleistung von We Shoot Bootles, einem britischen Unternehmen das, in seinem Fotostudio nur Flaschen annimmt. Der Prozess ist damit hoch spezialisiert und vermutlich hoch effizient. Denn diese Spezial-Dienstleistung wird zum sensationellen Preis von 30 britischen Pfund angeboten. (Bild: We Shoot Bottles)

"It’s all done remotely: clients send bottles to We Shoot Bottles' office, where they're shot at high resolution by a professional photographer. After a bit of re-touching to get rid of scrapes and scratches, a cut-out path is created for the client to either use in print or web design, allowing for professional-looking white or coloured backgrounds. Finally, the images are uploaded to the Bottle Bank, where clients or their designers can access them. Or, if preferred, a cd-rom can be sent through the post."

Spannend zu sehen wie in der extrem unter Preis- und Konkurrenzdruck geratenen Werbebranche neue Ideen Fuß fassen.

Aber Spezialisierungsideen sind ja nicht neu. Schon vor mehr als 3 Jahrzehnten revolutionierten die Vogelsänger Studios die Möbelfotografie mit ihrer Methode mehrere Raumsituationen parallell aufzubauen und dann mit Beleuchtung und Kamera von Box zu Box zu fahren.

Quelle und Zitat: Springwise