Gehts nicht ne Nummer kleiner?

"Was uns ausmacht? Höchstleistung in allem, was wir tun, die Nähe zu unseren Kunden und die Kraft der Innovation, die unser Unternehmen voranbringt. Wir haben stets alle Trends im Blick und setzen neue Maßstäbe in der Versicherungsbranche."

Das schreibt die Cosmos Versicherung auf ihrer Website. Höchstleistung? Alle Trends im Blick? Neue Branchenmaßstäbe?  Und dann nimmt man noch das Wort "Kundennähe" in den Mund.

Das muss schief gehen. Denn wer sich selbst auf ein derart hohes Podest hebt, kann nicht mehr auf Augenhöhe mit seinen Kunden kommunizieren.

Wann stirbt dieses Geschwalle eigentlich mal aus?


Ist der Einsatz des Facebook Like-Buttons rechtswidrig?

Haben Sie bereits den Facebook Like-Button („Gefällt mir-Button“)  auf einer Ihrer Websites eingebaut? Dann haben Sie jetzt zwei Möglichkeiten. Entweder Sie löschen den Button wieder. Oder Sie weisen in Ihrer Datenschutzerklärung darauf hin. Denn der kleine Knopf übermittelt laufend personenbezogene Daten an Facebook. Das ist in Deutschland nicht erlaubt, meinen Rechtsanwälte. Nach dem BDSG dürfen personenbezogene Daten nur übermittelt werden, wenn der Nutzer gemäß § 4a BDSG eingewilligt hat, eine Rechtsgrundlage oder eine rechtliche Verpflichtung für die Übermittlung vorliegt.

Dazu schreibt Rechtsanwalt Dr. Sebastian Kraska im Datenschutzblog:

„In jedem Fall muss bei Verwendung des Like-Buttons von Facebook die Datenschutzerklärung nach § 13 Abs. 1 TMG der Webseiten-Betreiber angepasst werden.
Inhaltlich muss erklärt werden, dass der Webseiten-Betreiber Facebook den Datenaustausch ermöglicht.
Die Datenschutzerklärung muss in verständlicher Form gestaltet werden, sonst drohen Bußgelder nach § 16 TMG. Dieses Bußgeld droht jedem Webseiten-Betreiber, der den Like-Button von Facebook ohne Hinweis in seiner Datenschutzerklärung angebracht hat.“

Commerzbank Kundencharta - Blabla oder Meilenstein?

Angeblich steht sie auf jedem Beraterschreibtisch und hängt in jeder Filiale. Die Commerzbank hat sich eine so genannte Kundencharta gegeben. Die soll fünf grundlegende Kundenrechte fixieren.

Kundenrecht 1:  Sie werden erstklassig beraten.

Kundenrecht 2: Sie bekommen hochwertige Produkte

Kundenrecht 3: Sie verdienen besten Service

Kundenrecht 4: Sie können sich auf uns verlassen.

Kundenrecht 5: Sie bestimmen mit.

Naja.  So ganz wie der große Wurf klingt das ja nicht. Denn die Kundenrechte 1-4 will ich eigentlich bei jedem Unternehmen in Anspruch nehmen. Was soll das, wenn man Selbstverständlichkeiten formuliert? Einzig mit Kundenrecht Nummer 5 kann ich noch was anfangen. Denn "Mitbestimmung für Kunden" ist noch eine ziemlich neue Idee. Dazu hat die Commerzbank ja bereits einen Kundenbeirat ins Leben gerufen, der offenbar bei der Erarbeitung dieser Rechte mitgewirkt hat.

Trotz miserabler Formulierung könnte ja am Ganzen noch was dran sein. Nämlich dann, wenn es präzise ausgestaltet wird. Commerzbank-Kunden werden es wohl am ehesten wissen, ob die Charta gelebt wird oder nicht. Ich bin gespannt.


Will Open Design be the next IKEA? Wie „ kostenlos“ als Werbung für einen Möbeldesigner funktioniert

Ein Posting zum Thema „Kostenlos als Werbemodell“ ist jetzt nicht wirklich nötig. Denn es gibt ja ein sehr lesenswertes Buch von Chris Anderson (Kostenlos - Geschäftsmodelle für die Herausforderungen des Internets).

Aber wie der Berliner Designer Ronen Kadushin die Kostenlos-Methode anwendet, finde ich doch bemerkenswert. Er hat sich entschieden, einige seiner Entwürfe kostenlos zu verteilen. Verschenkt werden Schnittmuster und Bauanleitungen. Und dabei kommen so sehenswerte Objekte wie dieses Bücherregal heraus.

Italic-shelf-1-L Jetzt müsste ich nur noch umziehen, um dafür den nötigen Platz zu haben.

Interessant ist, dass er seine Design-Lösungen nicht an die verschenkt, die sie in der Regel bei ihm kaufen – die Produzenten und Möbelhersteller. Er verschenkt sie an Möbelnutzer – und umgeht dabei die ganze Produktions- und Lieferkette mit allen Handelsstufen.

Heraus kommen dabei nicht etwa kostenlose Produkte – sondern Produkte mit einem besseren Preis-/Leistungsverhältnis. Quasi frei von allen Nebenkosten. Und ökologischer ist das auch.

Ich weiß zwar nicht, ob man sich in diesem Industriezweig damit Freunde macht. Aber einen Namen bei den Konsumenten macht man sich damit auf alle Fälle. Auf seiner Open Design Seite finden sich wunderbare Entwürfe. Einfach mal ansehen.

Gefunden via Wissen belastet


Finger weg: Für wen Social Media Dienste nicht geeignet sind

Wer mich kennt, weiß dass ich Social Media Dienste seit Jahren schon völlig uneingeschränkt empfehle. Auf die oft gestellte Frage, ob es den Branchen oder Produkte gäbe, für die der Einsatz von Social Media nicht geeignet ist, ist mir nie was eingefallen. Aber heute muss ich doch mal eine Einschränkung machen. Es gibt zu viele, die es falsch anpacken, frustriert aufgeben oder sich bereits eine blutige Nase geholt haben. Heute daher mal keine Tipps, sondern eine Warnung.

8 Fälle, in denen Social Media Dienste nicht geeignet für Ihr Unternehmen sind:

1.  Unklare Zielsetzungen. Legen Sie fest, was Sie mit Ihrem Engagement  im neuen Medium bewirken möchten. Ihre Ziele können sein: Verkaufsförderung, Service und Beratung, Fachdiskussion, Marktforschung, verbesserter Kunden- und Neukundendialog. Je nachdem, welches Ziel Sie erreichen wollen, sollten Sie Ihre Tweets oder Postings danach ausrichten. Natürlich sind auch Mischformen möglich.

2. Keine Langzeitstrategie. Der zweite wichtige Punkt betrifft Ihre Langzeitstrategie. Denn wenn Sie mit Ihrer Aktivität Erfolg haben, dann müssen Sie sich auch fragen was Sie mit dem ganzen neugewonnenen Freunden und Kontakten anfangen möchten. Was Sie endgültig vergessen müssen: in den sozialen Medien gibt es keine Kampagne. Sie können also nicht mal eben vier Wochen werben und dann ziehen Sie sich aus der Sache wieder zurück. Zurück bleiben dann enttäuschte Fans und Follower und eine von Ihnen ungenutzte Chance.

3. Kein Inhouse Know how. Es ist immer schlecht, wenn Sie für Ihren Auftritt in Facebook oder Twitter externes Personal brauchen. Sie können Externe nur einsetzen, wenn sie genauso gut geschult sind wie Ihre Inhouse Mitarbeiter. Aber auch dann ist der Einsatz Externer kritisch zu sehen. Schließlich geht es letztendlich immer um eine engere Beziehung zu den eigenen Kunden. Und dieses Beziehungsmanagement müssen Sie selbst wahrnehmen.

4. Mangelnde Entscheidungskompetenz. Wer an vorderster Front im Dialog mit Kunden steht, der muss reagieren können. Dazu braucht er auch Entscheidungskompetenzen. Wenn es wegen der Beantwortung einer einfachen Frage heißt: wir haben die Frage an unseren Geschäftsführer weitergeleitet, dann ist ihre Organisation nicht richtig vorbereitet.

5. Keine Zeit. Die Beziehungspflege über die neuen sozialen Medien braucht Zeit. Dieses Zeitbudget müssen Sie Ihren Mitarbeitern geben. Stellen Sie in Ihrer Arbeitsorganisation und Stellenbeschreibung sicher, wer wie viel Zeit mit diesen Aufgaben verbringt. Die Social Media sind viel zu wichtig, als dass man sie nebenher erledigen könnte.

6. Zu wenig Personal.  Sorgen Sie dafür, dass Sie genügend geeignetes Personal für die Bearbeitung eintreffende Anfragen und der Erstellung neuer Postings haben.

7. Mangelnde Sachkenntnis.  Starten Sie nicht, bevor Sie sich mit den Gepflogenheiten und dem Umgangston in der neuen Medienwelt vertraut gemacht haben.

8. Zu wenig Tempo. Lassen Sie die Finger von der Sache, wenn Sie nicht schnell genug reagieren können. Kommentare, Fragen oder Kritik, die an Sie herangetragen werden, sollten Sie noch am gleichen Tag beantworten können.


Auch ich bin Dusch-Botschafter! Die gelungene Marketeasing-Aktion von GROHE

N111115705596100_9929 Botschafterprogramme sind ein wichtiger Baustein des von mir propagierten Marketeasingkonzepts. Umso mehr freut es mich, wenn ich sehe, wie diese Bausteine aufgegriffen und angewendet werden. Aktuell zum Beispiel bei der Dusch-Botschafterkampagne des Armaturenherstellers GROHE. Der hatte auf Facebook aufgerufen, eine neue Dusche zu testen und von den Erfahrungen des Tests im Web zu berichten.
Verschickt und verschenkt wurde die rund 57 € teure Handbrause „Rainshower“, die verspricht, einem ein Duschgefühl wie Sommerregen zu bescheren. Ein Vergleich, der übrigens stimmt.

Folgende Zielsetzungen hatte das Unternehmen laut eigener Auskunft mit der Aktion:
  • Die Marke GROHE und ihre Kompetenz im Bereich Brausen-Produkte beim Endkonsumenten bekannt machen und langfristig verankern
  • Konstanter Dialog mit den Anwendern – GROHE nimmt die Anliegen der User ernst und antwortet auf ihre Fragen und Hinweise
  • Entwicklungen und Produktneuheiten werden von GROHE in diese Community hineingetragen und gleichzeitig Verbesserungsvorschläge und Feedback der Community aufgegriffen
  • Erhöhung der Zugriffszahlen auf die GROHE Webseiten
  • Steigerung des Verkaufs von Brausen-Produkten durch Pull-Effekt
  • Differenzierung zum Wettbewerb/ First-Mover in dieser Branche/diesem Markt

Und der Erfolg? Scheint gelungen. Wie GROHE mitteilte, sind mehr als 6.500 Facebook-Nutzer dem Aktionsaufruf gefolgt und wollten die neue Brause testen. Rund 2.000 Nutzer wurden per Los ausgewählt und erhielten den Brausekopf kostenlos ins Haus gesandt. Die Zugriffszahlen auf die Facebook-Seite von GROHE sind rasant angestiegen und tatsächlich: Beinah jeden Tag finden sich neue Einträge, in denen die Duschbotschafter von ihrem Erlebnissen berichten.

Bemerkenswert, dass sogar Unternehmen, die bislang vor allem auf Fachhandelsstrategien setzten, über Facebook einen direkten Draht zu den Endkunden beziehungsweise Nutzern ihrer Produkte aufbauen können. Das ist für solche Unternehmen geradezu lebenswichtig. Denn nur über die Endkunden und den Dialog mit ihnen erhalten sie wertvolle Erkenntnisse über die Akzeptanz ihrer Produkte. Außerdem kassiert das Unternehmen als erster der Branche den Pionierbonus.

Marketeasing jetzt in neu bearbeiteter 2. Auflage

CoverMarketeasingklein Immer ein schöner Tag, wenn ein neues Buch erscheint. Nun, diesmal ist es kein brandneues Buch, sondern die zweite Auflage von "Marketeasing - Werbung total anders".

Obwohl das Buch von mir eher als Streitschrift oder Denkanstoß konzipiert war, enthielt es doch sehr viele Erfolgsbeispiele und Praxistipps. Der erste Erscheinungstermin war 2006. Jetzt, vier Jahre später war eine Aktualisierung wirklich notwendig. Denn vor allem im Bereich Internet und mobiles Internet hat sich sehr viel getan. Twitter und Facebook sind genauso zum Siegeszug angetreten wie die Smartphones und die dazugehörigen Apps. Das Ganze ist nun (hoffe ich) eine schöne Sammlung klassischer als auch neuer Marketeasing-Ideen. Eines ist es ganz bestimmt, es ist genauso bissig, wie in der Erstauflage.

Ab heute also im Buchhandel, die zweite Auflage. Auch neu: es gibt eine eBook Version, direkt beim Verlag erhältlich.

Öko Maß-Mode von der Stange

Von solchen Unternehmensgründungen sollte es mehr geben.

Sina Trinkwalder geht in Kürze mit dem Modelabel Manomama an den Start. Das Startup will in einem Online-Shop Maßmode von der Stange anbieten. Ökologisch und fair gehandelt. Vor allem auch mit fairen Löhnen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: 12 Euro Stundenlohn.

Beschäftigt werden sollen vor allem langzeitarbeitslose Frauen, ältere Arbeitnehmer und gering Qualifizierte. Bitter nötig, diese Klientel nicht weiter auszubeuten, sondern ihr angemessene Arbeitsplätze zu verschaffen. Verrückt wird das Ganze dadurch, dass der Standort für die Produktion in Deutschland liegen soll. Von deutschen Textilunternehmen ist ja nicht mehr viel übrig geblieben. Genäht wird heute im billigsten Ausland, vermarktet und abgesahnt im Inland. Jetzt will die Gründerin den ehemaligen Textilstandort Augsburg wieder beleben.

Interessant auch ihr Werbekonzept: in bester Marketeasing-Art wird Sina Trinkwalder ganz auf klassische Werbung verzichten. Um nah am Kunden zu sein wird sie ausschließlich auf Social Media setzen. Toll, dass hier mit einer Unternehmensgründung gesellschaftliche Probleme angepackt und vielleicht auch ein Stück weit gelöst werden. Von hier aus viel Erfolg nach Augsburg!

Zum Manomama-Blog

Sina Trinkwalder auf Twitter


Wie misst man den Erfolg von Social Media Aktivitäten?

Dazu gibt es einen Vorschlag von der AGOF, der Arbeitsgemein­schaft Online Forschung (AGOF). Sie stellte heute ein Modell vor, nach dem sie künftig die folgenden Werte messen und für Online-Mediaplaner zur Verfügung stellen will:

"Kategorisierungsmodell für Social Media

Das AGOF Modell hilft, Kontakte im Bereich von Social Media anhand von vier Aktivitäts­clustern zu qualifizieren. Unterschieden werden die Kategorien:
  • Networking, also alle offenen Vernetzungen der User untereinander, auch plattformübergreifend, dazu zählen Aktivitäten wie Vernetzen, Einladen, Kontakte hinzufügen etc.
  • Contribution, die aktive Produktion von Inhalten durch Nutzung der auf einer spezifischen Plattform möglichen Kommunikationsformen. Dazu gehören Aktivitäten wie Uploaden, Bewerten, Kommentieren, Schreiben, Gestalten.
  • Sharing, die Erfassung aller Aktivitäten, die die Verbreitung von Content der Plattform abbilden, z. B. Weiterleiten, Empfehlen, Verlinken, Einbinden.
  • Aktuell hinzugekommen ist die vierte Kategorie, Messaging, also die direkte One-to-one- oder One-to-many-Kommunikation wie E-Mails oder Messenger."
ZItat/Quelle: AGOF Pressemitteilung

The Ford Story: So muss eine Website heute aussehen

Wie eine Website auszusehen hat, das wussten wir bisher alle. Sie gab Auskunft über Unternehmen, Produkte, Serviceleistungen, enthielt einen Shop, verriet die Kontaktdaten oder gab etwas zur Firmengeschichte preis. Alles wurde penibel entworfen, getextet, korrigiert, in Meetings besprochen von der Geschäftsleitung abgesegnet und das war sie nun: die Nabelschau im Internet.

Gähnend langweilig ist das heutzutage, da beinah jeder Haushalt am Internet hängt. Da suchen sich die Menschen Informationen nicht nur auf fremden Websites, sondern wollen vor allem wissen – was denken und reden andere über das Produkt. Und schwupps … sind sie bei Google, suchen Rezensionen und Bewertungen, reden mit ihren Freunden bei Facebook und Twitter.

Selbstbeweihräucherung schön und gut – aber wer glaubt heute schon noch ausschließlich so etwas? Dachten sich wohl auch die Werbestrategen bei der Ford Motor Company in USA und hoben eine Website  neuen Typs aus der Taufe: The Ford Story.

Diese Website hat es nun wirklich in sich – denn sie stellt die Werbung und Broschüren des Unternehmens gleichberechtigt neben die Aussagen von Kunden und Fans der Marke. Und wie beinah jedes neue Instrument im Onlinemarketing eröffnet sie den Dialog und lädt den Kunden ein.

Die Elemente der Ford Story-Website
  1. Selbstdarstellung. Ohne Selbstdarstellung geht es nicht. Aber Ford setzt auch hier ein Zeichen: Wenig Text, viel Videos. Natürlich muss ein Autohersteller sein dynamisches Produkt in Bewegung zeigen! Und natürlich haben die jede Menge toll gedrehter Filme. Aber auch einfach gemachte Videos, die Produkte demonstrieren und erläutern sind gefragt. In Onlineshops erhöhen sie die Umsätze nachweislich.
  2. Lass Dich einbeziehen – „get involved“ steht über der rechten Spalte der Website. Und das enthält gleich mehrere Angebote. Zum Beispiel die Aufforderung eigene Stories einzusenden, damit sie auf der Website veröffentlicht werden können. Hier bindet Ford ganz geschickt Referenzen und Kundenerfahrungen ein.
  3. Ford bei Twitter. Die aktuellen Twitterstreams – und damit auch die Antworten der „Follower“ – sind direkt auf der Website zu lesen und werden fortlaufend aktualisiert.
  4. Die Meinungsumfrage. Was macht Marktforschung einfacher und preiswerter, als einfach mal zu fragen. In unserem aktuellen Beispiel möchten die Ford Leute gerade herausfinden, welches Mobiltelefon ihre Websitebesucher benutzen. Wozu sie das wissen wollen – keine Ahnung. Wichtiger ist: Welche Fragen möchten Sie Ihren Kunden stellen, um entscheidungsrelevante Informationen zu bekommen?
  5. Das Unternehmen in den Medien. Auch was die Presse über das Unternehmen schreibt, kann man blitzschnell aktualisiert auf der Website nachlesen. Kundengespräche, Medienmeinungen, Ford-Informationen – hier hat Ford wirklich alles zusammengetragen, was man über die Firma und die Autos erfahren kann.
  6. Ford bei Facebook. Auch die Einladung Fan zu werden und der Fanpage bei Facebook zu folgen, ist auf der Website The Ford Story enthalten.
  7. Flickr und Youtube. Natürlich fehlen auch die Hinweise auf die Bilderseite Flickr und den Videokanal bei YouTube nicht.
  8. Veranstaltungen. Wo kann man mit Ford und seinen Modellen in Berührung kommen? Der Hinweis auf aktuelle Veranstaltungen des Unternehmens wie zum Beispiel Messeteilnahmen.
  9. Die Fanseiten. Jahrelang wurden Autofans von den Marken ignoriert. Ford hat umgedacht. Inzwischen verweist man sogar von der Firmen-Website aus zu den vielen kleinen Seiten, die enthusiastische Anhänger einzelner Fordmodelle mit Hingabe füttern und pflegen.

Ich finden die Website „The Ford Story“ zeigt, dass zu einer Marke mehr gehört als nur das aktuelle Werbematerial eines Unternehmens. Sie räumt den Kunden einen gebührenden Platz ein, ihre eigenen Erlebnisse und Erfahrungen mit Ford wiederzugeben. Wie sagt es Ford selbst: See where we are. Be a part of where were going.

10 Tipps, wie Sie Ihren Vortrag vor und nach Konferenzen optimal vermarkten

Sie haben sich entschieden, auf einer Konferenz zu sprechen? Wie viel Teilnehmer werden dort erwartet? 20, 50, 200, 500, 1000? Auf jeden Fall zu wenig. Das tolle an Konferenzen ist zwar, dass Sie die Teilnehmer direkt, persönlich und damit viel wirksamer als über Medien erreichen können. Dennoch bleibt die Wirkung Ihres Vortrags auf jene Anwesenden beschränkt. Muss doch nicht sein. Durch folgende 10 Maßnahmen können Sie dafür sorgen, dass Ihr Redebeitrag weitere Kreise zieht:

  1. Schreiben Sie eine knackige Kurzbeschreibung Ihres Vortrags. Sie brauchen diese Kurzbeschreibung, die oft nur 200 bis 300 Wörter beinhalten darf, vermutlich für die Programmankündigung des Konferenzveranstalters. Das wäre aber viel zu wenig. Denn Sie brauchen diese Kurzbeschreibung auch, um selbst die Werbetrommel zu rühren.
  2. Kündigen Sie Ihren Redebeitrag an. Machen Sie in der Terminübersicht auf Ihrer Website auf den Vortrag aufmerksam. Versenden Sie die Kurzbeschreibung des Vortrags in Ihrem Newsletter.
  3. Verfassen Sie eine Online-Pressemeldung zu Ihrem Beitrag. Ja, richtig gehört! Verwenden Sie die Kurzfassung des Beitrags, um eine Pressemitteilung zu erstellen, die Sie online verteilen. Wozu das? Um die für Ihr Unternehmen wichtigen Suchbegriffe zu pushen und Besucher auf Ihre Website zu bringen.
  4. Erstellen Sie eine Pressemitteilung für den Veranstalter. Eine solche Pressemitteilung kann bei Fachvorträgen genutzt werden, um die Fachpresse darauf aufmerksam zu machen. Bei publikumswirksamen Themen dient eine solche vorgefertigte Presseinformation zur Weitergabe an die Lokalpresse vor Ort. Viele Veranstalter haben meist keine Zeit, solche Presseinformationen selbst zu schreiben.
  5. Erstellen Sie eine Kurzpräsentation. Machen Sie eine Kurzpräsentation, etwa mit Powerpoint, und stellen Sie diese auf Ihrer Website ein. Besonders einfach im Internet veröffentlichen können Sie diese, wenn Sie die Präsentation auf der Plattform Slideshare hochladen. Sie wird dort weltweit publiziert. Und Sie erhalten den HTML-Code, den Sie nur in Ihre Website einbauen müssen, um die Präsentation auch dort anzuzeigen.
  6. Überlegen Sie sich, was Sie den Zuhörern mitbringen. Neben dem üblichen Werbematerial sollte das schon etwas nicht so alltägliches sein. Da kommen auch Service-Ideen an – eine ausgedruckte Kurzfassung des Vortrags zum Mitnehmen beispielsweise. Das erspart den Teilnehmenden, alles mitzuschreiben. Eine Komplettfassung Ihrer Slides – als Handout. So können Sie es Ihren Zuhörern noch leichter machen. Lassen Sie auf jeder Druckseite Platz für Notizen. Erstellen Sie eine Linksammlung – mit allen in Ihrem Vortrag erwähnten Links zu Firmen, Dokumenten, Büchern etc.
  7. Stellen Sie einen Visitenkartensammler auf. Nehmen Sie ein Goldfischglas oder einen Zylinder und bitten Sie die Zuhörer nach dem Vortrag, ihre Visitenkarten da hinein zu werfen. Versprechen Sie ihnen eine nützliche oder originelle Gegenleistung. Von einem kostenlosen eBook des Vortrags bis hin zu einem Sondereinkaufsrabatt können Sie sich hier jedes Incentive ausdenken, dass Sie auch ansonsten in Ihrem Vertrieb verwenden. Die amerikanische E-Mail-Marketing-Firma Emma beispielsweise ließ Kaffeetassen, die mit ihrem Logo bedruckt waren, an die Zuhörer verteilen. (Nicht sehr ungewöhnlich, stimmt’s?) Das Gute daran war die Idee, die Beschenkten aufzufordern, zuhause ein witziges Foto von der Kaffeetasse zu machen, es einzusenden und dann einen Gutschein für Starbucks zu gewinnen. So kann man die Interaktion auch nach dem Vortrag fortsetzen und kommt an eine weitaus größere Zahl von Adressen
  8. Laden Sie die Presse zu Ihrem Vortrag ein. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass dies vom Veranstalter übernommen wird. Und nehmen Sie den Pressekontakt selber wahr. Die Kurzfassung Ihres Vortrags haben Sie ja schon erstellt. Der Presse müssen Sie nun noch Informationen zu Ihrem Unternehmen und zu Ihnen selbst als Vortragenden liefern. Wenn Sie diese Fact Sheets einmal im Jahr als Standard erstellen, haben Sie diese immer griffbereit.
  9. Lassen Sie den Vortrag dokumentieren. Sorgen Sie dafür, dass jemand den Vortrag mitfilmt – Sie können ihn dann als Video veröffentlichen. Ist Ihnen das zu aufwändig, sollten Sie einen Fotografen beauftragen, ein paar Fotos von Ihnen zu machen. Das ist gut, wenn es ein Profi ist, muss aber nicht unbedingt sein. Sprechen Sie jemand an, der eine Kamera dabei hat, ob er Ihnen ein paar Fotos zusendet.
  10. Stellen Sie den Vortrag unmittelbar nach der Konferenz online. Bitten Sie einfach einen der Daheimgebliebenen den Vortrag am gleichen Tag zu veröffentlichen.

Fazit: Es gibt eine Menge von Werbe- und PR-Aktivitäten, die Sie rund um Ihren Vortrag entfachen können – sowohl in der Vor-, als auch Nachbereitung. Sie verbessern die nachhaltige Wirkung Ihres Vortrags enorm.

Dieser Text ist zuerst erschienen in der Sonderausgabe 12/2009 "Messen und Kongresse" von WerbePraxis aktuell. Wollen Sie mehr zum Thema lesen? Fordern Sie hier Ihr kostenloses Probeheft an


Statt einfallsloser Rabatte: Das ungewöhnliche Versprechen von Hyundai

2009 war das Jahr der Rabatte im Automobilhandel. Nicht nur hier, sondern auch in USA. Abwrackprämie und Rabatte haben die Branche über das Jahr gerettet. Aber Hyundai USA gab keine Rabatte und steigerte die Umsätze im Flautejahr dennoch: um ganze 14,3%.

Die südkoreanischen Autobauer gaben lieber ein ungewöhnliches Versprechen. Sie versprachen jedem Käufer die sofortige Rücknahme des Fahrzeugs, wenn dieser in die Arbeitslosigkeit schlittern sollte. Klar dass dabei nicht nur mehr Verkäufe herauskommen, sondern auch ein ganz neues Image entsteht. Mit einem Mal wird aus dem Billigheimer ein Autohersteller mit einem freundlichen Gesicht.


Hi I 'm Kwame: Wird unsere Welt persönlicher?

Ich glaube fest daran, das diese Entwicklung nicht mehr aufzuhalten ist. Wir kaufen nicht mehr bei anonymen Unternehmen. Wie wollen wissen, welche Menschen hinter den Produkten stehen. Wir wollen wissen, nach welchen Grundsätzen sie handeln und ihre Produkte produzieren. Wir wollen Kontakt mit ihnen aufnehmen, sie erreichen können, wenn wir Fragen haben. Wir erwarten klare Antworten.

Aber wie soll man Nähe herstellen in einer globalisierten Welt? Ein kleiner Anhänger an einer kürzlich gekauften Ananas macht deutlich, das man selbst die Produktverpackung nutzen kann, um den direkten Draht zwischen Produzenten und Konsumenten herzustellen. Und das bis nach Ghana.

Ananas_aus_ghana 

Eine Website Adresse und ein Zahlencode führen einen direkt zum Produzenten.


Wieso aus Kreativagenturen Konversionsagenturen werden müssen

Ach. Jetzt spricht man allenthalben wieder von der Krise der Werbeagenturen. Und vermutet die Wirtschaftskrise als Ursache für Auftragsmangel. Dabei hat die Krise der Agenturen schon viel früher begonnen. Besser gesagt, sie steckt noch im Kopf all derer, die glauben, Kreativität sei ihr marktfähiges Produkt. Mitnichten. Kreativität mag noch in manchem Konzern schick sein, wo die Old School Stäbe am Konferenztisch sitzen und das Für und Wider von 11 Punkt gegenüber 13 Punkt debattieren können. Kleinen und mittleren Unternehmen hilft die Schöngeisterei gar nichts. Sie wollen und (Agenturen behaupten das ja manchmal) können da gar nicht mitdiskutieren.

Kunden wollen eigentlich Konversion. Aber darüber spricht ja keiner. 

Was ist schon das Betrachten einer Anzeige gegenüber der Followerschaft bei Twitter? Oder dem Abonnement eines Newsletters/RSS Feeds?

Google hat mit seinen AdWords Anzeigen das Geschäftsmodell der ganzen Branche schon seit Jahren verändert. Don't pay for views. Aber die Branche will nicht mitziehen.

Sie wird wohl müssen. Komisch, das ausgerechnet ein in Kreativdingen so unbefleckter Laden wie 1&1 das erkannt hat. Der schreibt seine Kunden die folgenden klugen Zeilen:

"Ihr Internet-Auftritt soll neue Kunden bringen. Aber was nützt die schönste Homepage, wenn die Besucher ausbleiben? Und vor allem, wie bekommen Sie Besucher, die genau das suchen, was Sie bieten?
Ganz einfach: Bestellen Sie das 1&1 Werbe-Paket, und den Rest erledigen wir für Sie! Wir bringen Hunderte von qualifizierten Besuchern auf Ihre Website - garantiert!
Sie zahlen nur für den Erfolg! Schon ab 0,36 € pro Besucher!*

Mal sehen, wann die ersten Agenturen dies erkennen. Sie können den Pionierbonus kassieren. Denn das Kreativitäts-Mem ist in Deutschlands Werbeagenturen nicht so schnell auszurotten. Fürchte ich.


7 Ideen, wie Sie das neue YouTube Direct nutzen

Heute stellte YouTube einen neuen Service für Unternehmen und Organisationen vor: YouTube direct. Das Neue daran. YouTube Direct ermöglicht es, einen Upload Button für Videos direkt auf Ihrer Website einzubinden. Somit werden Sie zur Sammelstelle für Video Uploads, die dann sowohl auf Ihrer Website als auch bei YouTube angezeigt werden können. Wichtig ist hier das Wörtchen „können“. Denn als Websitebetreiber können Sie bestimmen, welche Videos veröffentlicht werden sollen und welche nicht. Was YouTube als hervorragendes Element für Zeitungen preist, die damit Bürgerjournalisten aktivieren wollen bietet gleichzeitig hervorragende Möglichkeiten für Werbung und PR. Hier sind 7 Ideen, was Sie damit anstellen können:

1. Einen Videowettbewerb ausrufen. Loben Sie einen Wettbewerb aus und rufen Sie zu Videoeinsendungen auf.

2. Rezensionen und Produktbewertungen sammeln. Integrieren Sie diese direkt in Ihren Onlineshop. Lassen Sie Ihre Kunden Videorezensionen verfassen und zeigen Sie diese beim passenden Produkt an. Oder sammeln Sie Statements zu Ihrem Unternehmen oder Ihrer Person, Ihrem Service usw.

3. Produkte demonstrieren. Lassen Sie ihre Kunden zeigen, wie sie Ihre Produkte einsetzen.

4. Reportagen und Berichte veröffentlichen. Warum sollen Sie nicht auf Messen und Konferenzen Videobeiträge von den Besuchern einsammeln? Ein Handy/Smartphone mit Videofunktion hat jeder in der Tasche.

5. VideoBlogparaden veranstalten. Geben Sie ein Thema vor und sammeln Sie dazu ausschließlich Videostatements.

6. Videoführungen und persönliche Erlebnisse sammeln. Lassen Sie Besucher Ihres Unternehmens Ihre Eindrücke per Video schildern. Das funktioniert glänzend in der Freizeitbranche. Man stelle sich mal die vielen Videos vor, die z.B. auf der Insel Mainau gedreht wurden. Warum sollen nicht Besucher ihre persönliche Führung durch eine Ausstellung, einen Freizeitpark, eine Messe dokumentieren?

7. Feedback und Fehlermeldungen einholen. Ist etwas kaputt, hat ein Anwender Problem mit Ihren Produkten? Dann lassen Sie sich ein Video einsenden, damit Ihr Service das Problem lösen kann. Sie müssen diesen Videokanal ja nicht öffentlich machen. Sie können ihn auch intern nutzen. (z.B. für einen Hotel-Quality-Check). Andrerseits: warum nicht typische Problemfälle darstellen und in einer von Ihnen gedrehten Video-Antwort demonstrieren wie sie gelöst werden. So können das Unternehmen und seine Kunden in einem Video-FAQ prima zusammenarbeiten.

Mehr über YouTube Direct

Get started today! Visit the YouTube Direct project page, where your developers can dive in right away. Click here: http://code.google.com/apis/youtube/ytdirect.html

And check out our FAQ.


Wie Sie durch den richtigen Einsatz von Produktvideos mehr Umsatz machen


Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt: mit Produktvideos im Onlineshop kann man die Verkaufsraten kräftig steigern. Aber: Es müssen schon die richtigen Videos sein. Werbefilmchen, bei denen sich blonde Mädchen am Stand räkeln und dabei von Ihrem Produkt träumen … sorry, das sind die ausgelutschten Werbeideen des letzten Jahrtausends. Bei Videos, die Kaufinteresse wecken sollen, kommt es vor allem darauf an, das Produkt besser darzustellen als es in Wort und Bild gelingt.

Ja, wer anhand eines Videos das Gefühl hat ein Produkt besser kennen zu lernen, der verliert auch die letzte Unsicherheit, ob er kaufen soll oder nicht. Hier sind 7 Ideen für Sie, mit welchen Inhalten Sie überzeugende und verkaufsstarke Produktvideos erstellen.

1. Zeigen Sie, wie etwas hergestellt wird.
Werben Sie mit einem besonderen Herstellungsverfahren? Ist Ihre Fertigung besonders hochwertig? Setzen Sie auf handwerkliche Qualität? Oder ist gar Ihr Produkt ohne ein besonderes Herstellungsverfahren undenkbar? Dann sollten Sie überlegen genau dies zu zeigen. Demonstrieren Sie in sachlichen Aufnahmen wie der Herstellungsprozess bei Ihnen abläuft.

2. Zeigen Sie, wie etwas angewendet, gehandhabt oder benutzt wird.
Wie bohrt man ein Dübelloch in eine glatte Fliesenwand? Wie filetiert man einen Fisch? Wie legt man die SIM-Karte ins Handy ein? Zwischen knifflig und banal sind die Themen, die Sie anhand solcher Erklärvideos zeigen können. Vorteil: Wenn es mit Ihren Produkten besonders einfach geht, ist dies ein überzeugendes Kaufargument. Da können Sie auch gerne mal ein Vergleichsvideo starten – Filterbeutel wechseln bei Staubsauger A (ohne Markennamen) – und bei Ihrem eigenen Modell.

3. Zeigen Sie, wie etwas gepflegt/gewartet/gereinigt wird.
„Das Pigmentöl mit einem Lappen fein auftragen und einziehen lassen. Dann mit einem nicht zu groben Schleifpapier nachschleifen!“ Hallo? Geht es nicht ein bisschen präziser? Was heißt fein auftragen? Welche Menge nimmt man, welchen Lappen und mit welcher Bewegung wird das Pigmentöl aufgetragen? Das alles kann man in einem solchen Video sehen – man braucht gar nicht mehr viele Worte. Man sieht schließlich wie es gemacht wird. Mit solchen Videos nehmen Sie vor allem den Kunden die Scheu, die der Meinung sind, etwas nicht selber machen zu können oder die fürchten, beim Kauf Ihres Produktes kämen aufwändige Pflegearbeiten auf sie zu.

4. Zeigen Sie, wie etwas funktioniert.
Bittesehr – auch das kann sehr überzeugend sein: Wir meinen hier eher die Darstellung der Funktionsweise eines Produktes. Angenommen ein Espressomaschinenhersteller argumentiert, dass sein Espresso besser schmeckt, weil seine Maschine mit höherem Druck arbeitet – dann legen Sie den Blick in das Innere frei und zeigen, was im Herzen der Maschine an Druck abgeht!

5. Zeigen Sie, wie etwas schmeckt oder wirkt.
Bitte sagen Sie jetzt nicht, man könne dies gar nicht zeigen. Wie funktionieren dann die ganzen Kochsendungen? Und wie schafft es der Weinhändler Gary Vaynerchuk nur anhand von Videos, in denen Weine verkostet werden, eine weltweite Fangemeinde und Umsätze in x-stelliger Höhe aufzubauen? (http://tv.winelibrary.com) Auch Wirkungsweisen können Sie darstellen, anhand der Veränderungen innerhalb eines Prozesses oder in Vorher/Nachher-Gegenüberstellungen.

6. Zeigen Sie, wie etwas verpackt/transportiert/geliefert wird.
Mit Staunen saß ich vor diesem Video der Firma Whitewall, einem Online-Photolabor (http://photolab.whitewall.com). Beeindruckt war ich vom darin gezeigten Aufwand, mit dem die bestellte Ware sorgsam und sicher verpackt wird. Es gibt Kantenschutz, maßgeschneiderte Verpackungskartonagen, dicke Luftpolsterfolie und vieles mehr. Alles dient dazu, ein hochwertiges Produkt ohne die kleinsten Kratzer zu Ihnen zu bringen. Übrigens: im Internet gibt es bei YouTube ein eigenes Genre so genannter Unboxing-Videos (Einfach mal den Suchbegriff „unboxing“ bei Google oder direkt bei YouTube eingeben). Also „Auspack“-Videos. Da zeigen Kunden wie eine Ware bei ihnen eintrifft und öffnen die Verpackung nun Schritt für Schritt. Drehen Sie das Ganze mal um! Zeigen Sie in Ihrem Verpackungsvideo mal, was Sie einem Versandpaket so alles beilegen, um Ihre Kunden zu begeistern.

7. Zeigen Sie, welche speziellen Eigenschaften ein Produkt hat.
Natürlich können Sie sich auch auf ganz spezielle, herausragende Eigenschaften eines Produktes konzentrieren. So machte das Webportal 24mobilde.de einen Vergleichstest verschiedener Handys am Strand. Gewinner war ein Samsung Handy, das mit Wasserdichtheit warb. Man steckte es einfach in ein sprudelndes Wasserglas und ließ es klingeln.( http://www.24mobile.de/blog/die-besten-strandhandys-outdoor-handys-im-vergleich.html)

Links
http://photolab.whitewall.com
http://www.24mobile.de
http://tv.winelibrary.com
http://www.24mobile.de/blog/die-besten-strandhandys-outdoor-handys-im-vergleich.htm http://tv.winelibrary.com

Anmerkung: Artikel wie diesen poste ich künftig auf How2Marketing. Dort finden Sie praxisnahe Schritt-für Schritt-Anleitungen zu allen Marketingthemen.


Klasse Marketeasing-Aktion: Maßhemden für fast Null bestellen

Auch eine Art von Warenprobe. Wer noch nie ein Maßhemd getragen hat, kann jetzt (ab Montag!) ausprobieren, ob es ihm gefällt.Weil es schnell gehen muss, zitiere ich einfach mal aus der Pressemeldung

"In einer beispiellosen Marketingaktion verschenkt das neue Fashionportal youtailor 10.000 maßgeschneiderte Hemden. Die Berliner Muttergesellschaft BFB Handels GmbH will mit dem Coup auf ihr Angebot an handgefertigter Maßmode aufmerksam machen. Wer mitmachen will, ruft www.youtailor.de/masshemden-gratis auf, gibt seine Maße ein (es ist genau erklärt, wie man sich vermisst) und wählt sein persönliches Design aus (Business, Freizeit oder elegant). Vier Wochen später wird das individuelle Maßhemd nach Hause geliefert. Außer den Versandgebühren von 8,50 Euro fallen keine Kosten an. Jeder Verbraucher kann sich ein Hemd kostenfrei sichern, bis die Marke von 10.000 Kleidungsstücken erreicht ist. Die weltweit einzigartige Aktion startet am Montag, 2. November, um 8.00 Uhr morgens.
Mit der Kampagne will youtailor.de - wie es heißt - "Deutschlands Männer daran gewöhnen, ab sofort Maßkleidung zu tragen". Die Preise für die maßgefertigte Mode liegen nämlich nicht höher als beim Fashionshop um die Ecke. Hemden nach Maß gibt es nach der 10.000-Gratis-Aktion ab 39 Euro. "Ein gutes Hemd kostet auch bei Läden wie H&M oder P&C in der Regel mindestens 39 Euro. Aber dort gibt es Ware von der Stange, während wir auf diesem Preisniveau maßgeschneiderte Mode bieten. Außerdem spart man bei uns die Parkplatzsuche und das Gedränge der Innenstadt" sagt der youtailor-Geschäftsführer Martin Zapart. Er ist überzeugt: "youtailor läutet einen neuen Trend in der deutschen Fashionlandschaft ein: Maßkleidung für jeden Tag."
Ab 39 Euro erhält der Verbraucher (nach dieser Aktion) nicht nur die Passform nach Maß für den perfekten Sitz. Darüber hinaus gibt es viele weitere modische Details, um das Hemd an den eigenen Geschmack anzupassen. Dazu gehören Designs, Stoffauswahl, Farbkombinationen, Leiste, Knöpfe, Kragen, Manschette, Hemdabschluss, Rücken, Tasche, Monogramm, Schulterklappen, Accessoires - praktisch alles lässt sich individuell festlegen. "


Knuffiger Kiesel: Das Palm Pre im Test

Palm_posteingang Ist das nicht manchmal komisch. Da habe ich jahrelang überlegt, ob ich mir ein iPhone zulege oder lieber doch das Google Handy mit dem Android genannten Betriebssystem. Und jetzt habe ich gleich zwei der neuen Smartphones und iPhone Konkurrrenten im Haus und nutze sie beide begeistert. Vor etwa 4 Wochen gekauft habe ich mir das G2 Touch – hierzulande exklusiv vertrieben von T-Mobile. Und seit 1 Woche nutze ich das neue Palm Pre, ich habe es im Rahmen der Produkteinführung als Tester von O2 erhalten.
Erstes Fazit: Das neue Palm schlägt das G2 Touch gleich in ein paar mir wichtigen Kategorien um Längen. Und das ist umso erstaunlicher für mich selbst, da ich den Palm, wenn ich ihn nicht als Tester erhalten hätte, vermutlich nie in die Hand genommen hätte. Und da liegt er jetzt nun.Satt und rund – ein haptischer Wonneproppen mit seinen sanft gerundeten Ecken. Wie ein großer Kiesel, der sich beruhigend und handschmeichelnd anfühlt. Solche Smartheit geht dem G2 Touch leider ab. Ist zwar um einiges flacher gebaut, aber warum ist das Bedienfeld unter dem Display so seltsam geknickt?

Phase 1: Das Auspacken.
Palm_verpackung Die Palm Leute haben einiges für das nette Design getan. In einer weißen Box offenbart sich ein  Innenleben in knallorange. Kein Plastik, sondern gerillte Kartonstreifen bilden 3 Fächer in den das Handy selbst, die Kopfhörer und der eigenwillig gestaltete Steckdosenadapter liegen – Strom holt man sich hier mit einer Art USB-Kabel, das natürlich nur per Adapter in hiesige Steckdosen passt. Freude! Auch schön: Eine Softvelours Hülle ist gleich dabei um das Palm vor Kratzern zu schützen. Ich will ja hier keinen Vergleichstest zum G2 Touch schreiben – aber bei Optik und Haptik, bei der Verpackung und der liebevollen Gestaltung liegt der Palm um Längern vorn.

Phase 2: die Inbetriebnahme
Nachdem das Handy nun ausgepackt ist, geht’s erst mal ans Laden. Leider finde ich keine Öffnung, in die ein Kabel passen würde. Also Bedienungsanleitung befragen. Und siehe  da – auf der rechten Geräteseite ist der Anschluss, verdeckt von einem winzig kleinen Plastikkäppchen, das man sehr sehr umständlich aufpfriemeln muss. Wie lange das labbrige Ding an seinem Platz bleibt, wage ich nicht zu wetten. Ist sicher die erste Sollbruchstelle am Gerät.
Nach dem Anschalten geht es mit einer hübschen Animation weiter – und unbemerkt laden sich hier wohl ein paar Megabyte an Softwareupdate herunter. Auch muss man sich ein Palm Profil anlegen um Online-Verbindungen zu nutzen. Wozu das Ganze? Soll ein Techniker erklären – aber wenigstens ist es schnell erledigt. Dann nervt doch noch ein bisschen die „Einführungs-Animation“ auf dem Bildschirm – erst wenn man eine Bedienungsgeste nämlich das Unterhalb-des-Bildschirms-darüberwischen gelernt hat – inklusive Wiederholung, darf man weiter. Das ist ein bisserl arg oberlehrerhaft an der Stelle.

Palm tastatur Zum Totlachen fand ich eigentlich die kleine Tastatur, die nach dem Hochschieben des Displays zu Vorschein kommt. Aber nur solange bis ich sie ausprobiert habe: Es tippt sich damit eindeutig schneller und präziser als wenn man Buchstaben auf den Touchscreen-Bildschirm tippt. Ein bisschen komme ich mir beim Anblick der Tastatur zwar vor wie ein Rechenzwerg aus der gefürchteten Controlling-Abteilung – aber wenn man die Tastatur nicht braucht, versteckt man sie gleich wieder. Natürlich ist der Bildschirm ein Touchscreen und man kann – bis auf die Text- und Zahleneingaben – alle Funktionen mit der Bildschirmberührung bedienen. Mensch, dieses Zusammendrücken oder Vergrößern von Browserinhalten – das blitzschnelle Ändern von Hoch- auf Querformat, wie es alle Smartphones können – ist schon ein Spaßbringer. Aber ganz klasse, finde ich die Idee, wie man beim Palm offene Anwendungen schließt. Man schrumpft die bildschirmfüllende Anwendung einfach mit einem Druck auf den Mittelknopf und sie schnurren auf halbe Größe zusammen. Dann wischt man sie einfach vom Bildschirm und mit einem Papierknüllgeräusch ist sie geschlossen. Aus den Augen aus dem Sinn. Das kann das G2 Touch nicht – ob es beim iPhone kann? Keine Ahnung. Aber es ist das Feature das dazu beiträgt, dass man das Palm Pre so gerne in die Hand nimmt.

Weitere Eindrücke

Bedienungsfreundlichkeit, Übersichtlichkeit scheint mir beim Palm alles einen Tick besser gelöst als beim G2 Touch. Mannomann, wie oft habe ich in den ersten Tagen gegoogelt, weil ich beim G2 Touch nicht weiterwusste – und man ist schneller bei Google als bei der geräteeigenen Hilfe-Anleitung. Beim Palm erschließt sich das alles blitzschnell von selber.

Palm_desktop

Gerade mache ich die mitgelieferte Kurzanleitung auf und entdecke – es gibt noch weitere Funktionen, die ich noch nicht kannte, Text ausschneiden zum Beispiel. Und jetzt habe ich auch den Lautstärkeregler entdeckt. Ganz ohne Bedienungsanleitung geht’s also doch nicht.

Zum Schluss noch ein paar (un-)wichtige Details.

Das Einrichten von E-Mail-Konten ist bei beiden Handys super einfach. Aber am einfachsten beim Palm. Nur mit Benutzername und Passwort einloggen und das Gerät findet alle wichtigen Parameter für den E-Mail-Verkehr selbst. Beim G2 Touch muss man noch umständlich Server- und Portnummer eintragen – nein danke. Spaß machen die Google Maps Funktionen mit der Bestimmung des eigenen Standorts, die permanent aktualisierten Wetterfunktionen, die Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Einkaufsquellen.

Über die WLan Funktion bin ich mit dem Palm jetzt nahezu rund um die Uhr online. Mir als Handyhasser sind diese Smartphones plötzlich nicht nur ans Herz gewachsen, sondern begleiten mich jetzt den ganzen Tag. Man kann mit ihnen zwar auch telefonieren – aber alles andere macht mehr Spaß.
Der Palm Pre ist für mich der Sieger nach Sympathiepunkten. Nur schade, dass ihm die geniale Wikitude-Funktion fehlt – das Einblenden von Sehenswürdigkeiten in den Kamerasucher. Aber die fehlt ja dem iPhone auch.

Tipp: Am Workshop "Citizen Entrepreneurship" teilnehmen

Wer das sehr empfehlenswerte Buch "Kopf schlägt Kapital" von Prof. Günter Faltin gelesen hat, dem bietet sich die Gelegenheit, gemeinsam mit dem Autor an die Umsetzung seiner Unternehmensgründung zu gehen.

Am 7. November veranstaltet die Stiftung Entrepreneurship in Kooperation mit der Freien Universität Berlin den Workshop „Citizen Entrepreneurship“ im Rahmen des Vision Summit 2009.

Nach der Keynote von Prof. Muhammad Yunus geht es darum, Techniken kennen zu lernen, mit deren Hilfe aus Anfangsideen ökonomisch tragfähige und innovative Konzepte herausgearbeitet werden können. Ein weiterer Schwerpunkt widmet sich dem Thema „Gründen aus Komponenten“. Gründern wird damit die Möglichkeit gegeben, professionell zu starten und sich auf die Kernaufgaben zu konzentrieren.
Mit dabei sind u.a. Prof. Frithjof Bergmann (New Work-New Culture), Claudia Langer (Utopia), Ron Hillmann (Online-Marketing), Holger Johnson (Ebuero AG), Otto Herz, Dr. Gerhard Huhn, Hernando de Soto (Video-Übertragung) u.v.m.

Ich selbst habe vor 2 Jahren an einem derartigen Workshop teilgenommen und war von den Inhalten und der Atmosphäre begeistert.

Die Stiftung Entrepreneurship und die RatioDrink AG übernehmen den Großteil der Kosten. Die Teilnehmer müssen lediglich einen Unkostenbeitrag in Höhe von 30,-€ zahlen.

Mehr dazu unter www.entrepreneurship.de/vision-summit-2009

Wie Ikea den Billy-Geburtstag feiert

Ikea_billy_marketeasing Genau richtig finde ich. Billy gehört mit 41 Millionen verkauften Exemplaren wohl zu den Möbelklassikern - zumindest stückzahlmäßig. jetzt ist es 30 Jahre auf dem Markt und IKEA feiert den Geburtstag. Und genau zur Geburtstagsfeier greift das Möbelhaus auf eine Marketeasing-Technik zurück, die da lautet: Gib dem Kunden eine Bühne. 

"Bühne für den Kunden
Gibt es Möglichkeiten, Ihren Kunden Selbstdarstellungsmöglichkeiten einzuräumen? Jede Menge! Sie reichen von der einfachen Idee, Ihren Kunden Platz im Schaufenster einzuräumen bis zur Casting-Show „Popstars“, die ganz normale Menschen mit ein wenig Gesangstalent zu Bühnenstars und Plattenverträgen pushen will. Dass Fotogeschäfte die Hochzeits-, Porträts- oder Aktfotos Ihrer Kunden im Schaufenster ausstellen, ist nichts Neues. Seltener und ungewöhnlicher ist es, wenn eine Bank ihr Schaufenster für Geschäftskunden freigibt, damit diese eine Möglichkeit der Selbstdarstellung finden können. Das Prinzip „Bühne für den Kunden“ ist mittlerweile im Internet eines der Erfolgskonzepte schlechthin.

...Unter dem Motto „Love Mercedes“ forderte Mercedes Benz USA seine Kunden auf, sowohl Fotos und Geschichten einzusenden, die ihre ganz persönlichen Erlebnisse mit „ihrem“ Mercedes ausdrücken. Unter der Microsite „Love Mercedes“ sind die-se persönlichen Erfahrungen versammelt. Vor allem die langjährigen Mercedes Besitzer, die mit ihrem Fahrzeug tatsächlich eine Art Liebesbeziehung pflegen, wur-den durch diese Kampagne angesprochen und zum Einsenden ihrer Beiträge motiviert. Die besten dieser Fotos und Storys lieferten den Stoff für Anzeigen und TV-Spots. Einer dieser Spots war George und Luzstella Koschel gewidmet, die ihren Mercedes 270 im Jahre 1970 in Deutschland selbst abholten, anschließend mit ihm auf Europareise gingen und ihn dann nach Kalifornien ausführten.
Bei den erfolgreichsten Werbekampagnen der letzten Jahre allerdings haben die Konsumenten selbst die Kontrolle übernommen. Für einen Old School-Werber sind Werbebotschaften immer auch Beweise seiner eigenen Kreativität. Für ihn ist es undenkbar, dass die Konsumenten, die von der Werbung vorgelegten Motive und Stilelemente aufnehmen und zu neuen Aussagen zusammensetzen.
"

Billy-Besitzer sollen ihr Billy-Regal fotografieren auf der Website hochladen, dort einen Film erstellen und können es dann mit etwas Glück in einem TV-Spot besichtigen. IKEA nennt schon mal die ersten Sendetermine.

Zitat aus "Marketeasing. Werbung total anders"


Wie erlebt der Kunde Ihr Produkt? Nutzen Sie die 6 Augenblicke der Wahrheit

Kunden haben eine recht präzise Vorstellung von Unternehmen und ihren Produkten. Und die gewinnen sie nicht aus der Werbung, sondern aus den persönlichen Erfahrungen, die sie an wichtigen Berührungspunkten mit Ihrem Produkt oder Ihrer Firma machen. Hier sind die "touchpoints":

1. Der Kunde entdeckt das Produkt – im Regal, im Webshop, im Schaufenster.
Wie ist seine Verpackung, wie ist es präsentiert, welche Versprechen macht es in Bild und Text?  An dieser Stelle ist Ihr Produkt einem gnadenlosen Wettbewerb ausgeliefert. Im Regal steht es neben Dutzenden von Alternativen. Weil Verkaufsentscheidungen am POS fallen, hat sich der Wasch- und Nahrungsmittelriese Procter & Gamble der Sache ganz besonders stark angenommen. Eine eigene Abteilung mit 50 Mitarbeitern macht sich Gedanken darüber, wie man den FMOT (First Moment of Truth) gestaltet. Kein Wunder: Über 70 % der Kaufentscheidungen werden am POS getroffen! Zwischen 3 bis 7 Sekunden dauert der Moment der Kaufentscheidung. Besonders starke Verpackungen schaffen etwas, was die Verlierer nicht können: Sie stoppen den Verbraucher in seinem bisherigen Einkaufsweg und bringen ihn dazu, das Produkt in die Hand zu nehmen und in den Einkaufswagen zu legen.
Diesen First Moment of Truth können sich übrigens auch Versender zunutze machen. Der Olivenölhändler arteFakt, der ausschließlich im Versandhandel tätig ist, hat die ganz normale Kartonversandpackung umgestaltet. Anstatt eines grauen oder braunen Pappkartons erhält man einen von einem Künstler gestalteten Pappkarton. Wow!

2. Der Kunde packt das Produkt aus.
Stimmen Verpackung und Inhalt überein? Ist das Produkt außen besser präsentiert als innen, kommt es zu Enttäuschungen. Typischer Fall von Enttäuschung: Mogelpackungen. Ein Negativerlebnis kann auch dann nur selten wieder gut gemacht werden, wenn das Produkt hält, was es verspricht. Wer hier besonders clever sein will und beim zweiten Moment der Wahrheit punkten will, überrascht den Kunden im Innern. Womit? Mit einer kostenlosen Bonusgabe. Spielzeug für die Kleinen, ein Geschenk, eine Produktzugabe – etwa um auf andere Artikel des Sortiments aufmerksam zu machen.

3. Der Kunde benutzt das Produkt zum ersten Mal.
Wie leicht wird ihm die Inbetriebnahme gemacht? Kommt er intuitiv damit zurecht? Liegt es gut in der Hand? Gibt es keine Bedienungsschwierigkeiten? Sind Bedienungsfehler ausgeschlossen? Macht die Benutzung Spaß? An dieser Stelle zeigt sich, ob die Produktdesigner und Hersteller ganze Arbeit geleistet haben. Wichtig ist es, in dieser 3. Stufe der Wahrheit überhaupt zu erfahren, wie es dem Kunden erging. Ein kleiner Aufkleber kann Ihnen dabei helfen: Fragen zur Benutzung? Feedback zum Produkt? Rufen Sie uns an. Oder besuchen Sie unser Forum.

4. Der Kunde lernt das Produkt lieben.
Der häufige Gebrauch des Produktes macht Spaß. Auch im Dauerbetrieb tauchten keine Probleme auf – im Gegenteil. In den ersten Tagen und Wochen des Benutzens entdeckt der Kunde neue Features: Der Kunde wird vom ungeübten zum erfahrenen Benutzer. Diese 4. Stufe kann Sie in der Kundenbeziehung sehr viel weiter bringen.

5. Das Produkt geht kaputt.
Der kritische Punkt in jeder Kunde-Produkt-Beziehung. Wenn der Kunde sich dann nicht zu helfen weiß, wird er den Ärger auf Ihr Produkt oder Ihr Unternehmen übertragen. Für diesen Fall müssen Sie Sorge tragen, dass der Kunde weiß, wie er Sie erreichen kann: Service-Telefonnummern, ein Webforum, eine E-Mail-Adresse müssen in allen Werbemitteln, die den Kunden erreichen groß und deutlich kommuniziert werden.

6. Der Kunde lernt Ihren Service kennen.
Den Unterschied zwischen einem Telefonroboter und einer menschlichen Stimme brauchen wir nicht zu erklären. Schuhversender Zappos z.B. legt allergrößtes Gewicht darauf, dass die Menschen seinen Service kennen lernen. Denn er will mit Service Stammkunden erzeugen! Banal aber wahr: Kompetenz und Freundlichkeit helfen da eine ganze Menge! Und die Erreichbarkeit. Wer rund um die Uhr erreichbar ist, hat jetzt im Wettbewerb die Nase vorn. In wenigen Jahren wird dieser Service allgemeingültig sein.


AdWords Days: 2 Tage für bessere AdWords Kampagnen

Fast jedes Unternehmen, das online Dienstleistungen oder Produkte anbietet, nutzt AdWords, um Neukunden zu gewinnen. Aber 100% dieser Unternehmen sind bei der Erarbeitung und Umsetzung ihrer Kampagnen auf sich allein gestellt. Woher bekommt man das nötige Know how? Wer steht für einen Erfahrungsaustausch zur Verfügung? Bislang Fehlanzeige. Die AdWords Days werden versuchen, das zu ändern - eine 2 Tages-Konferenz, die am 9./10. September in Köln stattfindet. Dort gibt es ein geballtes Programm zu allen relevanten AdWords Themen, z.B.:

  • Such-Kampagnen: Wie auch nur diejenigen klicken, die bei Ihnen klicken sollen
  • Content-Kampagnen: So pushen Sie Ihren Traffic nach vorne
  • Geomarketing mit Goggle AdWords: Wie Sie sich in regional begrenzten Märkten erfolgreich bewegen
  • Der Rechtsrahmen bei Google AdWords: Wie entscheiden die Gerichte – und worauf müssen Sie vor der Schaltung Ihre Kampagnen ganz besonders achten
  • Keywordfeintuning: Wie Sie die verschiedenen Schaltungsoptionen bestmöglich nutzen und irrelevante Suchanfragen ausschließen
  • Targetingoptionen: So schneiden Sie Ihre Kampagnen perfekt auf Regionen, Länder und Zeiträume zu

Zu den Top-Referenten zählen die beiden amerikanischen AdWords Gurus Howard Jacobsen und Brad Geddes.
Disclaimer: Ich werde selbst auf den AdWords Days sprechen. Zusammen mit einigen anderen aus der Szene bieten wir die Site-Clinic an. Wer will, kann dort seine Landingpages kostenlos - aber öffentlich vor dem ganzen Auditorium - analysieren und kritisieren lassen und erhält Verbesserungsvorschläge. Vielleicht nichts für zarte Seelen, aber für alle, die Kritik nutzen wollen, um voranzukommen.

Zur Infoseite AdWords Days 2009
Zum Blog Adwords Days 2009



Kundenbindung ist doof

Kundenbindung ist eines der bescheuerten Wörter, die ich schon lange aus meinem Wortschatz gestrichen habe. Denn keine Kunde will gebunden werden. Kunden wollen frei sein in ihren Entscheidungen und brauchen keine Unternehmen, die sie an die Kette legen. Es ist eines der Wörter, das typisch ist für das Old School Marketingdenken. Alles nur vom Unternehmen und nicht vom Kunden her gedacht. Wenn Unternehmen über Kundenbindung nachdenken, kommen wahrscheinlich so Sachen wie Handy-Knebelverträge dabei heraus.

Schön dass es erfolgreiche Unternehmer gibt, die das anders sehen. Wie zum Beispiel der Boss der dm-Kette Götz Werner:
"Dabei geht es allerdings nicht um Kundenbindung, wie die meisten im Handel glauben. Es geht ­darum, dass sich der Kunde gern mit uns verbindet.
profil: Wie schaffen Sie diese Verbindung?
Werner: Durch Werbung, durch Sponsoring, durch das Auftreten unserer Mitarbeiter. Das Wichtigste ist die Mund-zu-Mund-Propaganda. Die eigenen Mitarbeiter müssen am Stammtisch gut über das Unternehmen reden. Viele Unternehmensführer unterschätzen, dass die wichtigsten Werbeträger die eigenen Mitarbeiter sind. So, wie wir unsere Mitarbeiter behandeln, behandeln sie dann unsere Kunden.

Zitat aus: profil online


Das ist der Durchschnitts-Twitterer

"Jung (32 Jahre), männlich (74%) und gebildet (78% haben Abitur). Zwei von drei betreiben einen eigenen Blog und schreiben über Technik, web2.0-Themen oder Privates. Jeder zweite stammt aus der Medien- oder Marketingbranche und jeder Vierte ist Führungskraft oder Unternehmer/in. Und die meisten (83%) schreiben hauptsächlich auf deutsch.
Frauen, so könnte man sagen, verstecken sich eher und wählen Fantasienamen.
Bemerkenswert: Deutsche Twitternde haben mehr Follower als sie selber followen, klingt komisch, ist aber so."

Mehr darüber in der 1.Deutschen Twitterumfrage.


Wird Märklin von seinen Fans gerettet?

Ohne Fans kann ein Unternehmen auf Dauer nicht existieren. Was bereits 2006 in "Marketeasing" zu lesen war, könnte jetzt für Märklin tatsächlich zur Rettung werden. Denn der Insolvenzverwalter des traditionsreichen Modelleisenbahnherstellers hat das Potenzial der Fans erkannt. Er erwägt nun die Umwandlung des Unternehmens in eine Publikumsgesellschaft.

"Das sei eine einmalige Marketingchance und so könnte das Potenzial der bis zu 70.000 Fans genutzt werden, sagte Insolvenzverwalter Michael Pluta in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Er habe viele Zuschriften von Privatleuten erhalten, die bereit seien, 100 oder 500 Euro in Märklin zu investieren. "Ich glaube, das Kapital, das wir brauchen, ist am Markt von den Fans zu bekommen."

Und wer rettet Opel? Könnte eine geniales Web 2.0./Crowdsourcing-Projekt werden...

Zitate: Die Presse.com


The next big thing? Holt Google jetzt Cash aus Bildern?

Pixazza
Die Idee ist alt. Aber die perfekte Umsetzung rückt jetzt vielleicht näher. Stell dir vor Du siehst Schnappschüsse von Promis, perfekt eingerichtete Wohnungen oder entdeckst eine wunderbaren Terracotta-Topf aus Urlaubsfotos. Jetzt wüsstest Du gerne was das für ein Artikel ist, wo Du ihn kaufen kannst und was er kostet? (Was ist das bloß für ein ultrakurzes Kleid, das Angelina Jolie trägt?) Also drauf klicken und Infos über das Produkt einholen.
Dass man diese Tags und Links in Bilder einbauen kann, dafür sorgt das Web-Startup Pixazza. Sie sehen das Angebot ganz unbescheiden als eine Art AdSense für Bilder. Und so funktionierts:

  • Webseitenbetreiber bauen einen Javascript Code in ihre Website ein
  • Dann können sie kleine Preisschilder in ihre Bilder einbauen
  • Scrollt man nun über das Preisschild, erhält man weitere Informationen über das gezeigte oder ein ähnliches Produkt
  • Außerdem kann man den Artikel bei einem der Partner von Pixazza zu kaufen.

ZDnet weiß: "Die Zuordnung der Produkte erfolgt jedoch nicht automatisch. Stattdessen bedient sich das Unternehmen im Internet angeworbener Hilfskräfte, die die Gegenstände in den Bildern den Produkten der Werbekunden von Pixazza zuordnen. Verkauft der Werbetreibende eines seiner Produkte, erhalten der Betreiber der Website, auf der das Bild gezeigt wurde, die Hilfskraft, die das Produkt zugeordnet hat, und Pixazza eine Provision".

Zunächst bietet Pixazza seinen Werbedienst nur für Bekleidung an. Andere Produkte wie Möbel, Reisen, Elektronikgeräte und Sportartikel sollen im Laufe des Jahres folgen. Was das Ganze mit Google zu tun hat? Nun, Google hat sich gerade mit 5,75 Mio Dollar an Pixazza beteiligt.



Wie man blitzschnell und unkompliziert Kundenfeedback einholt

Das zeigt uns gerade Mobilfunkanbieter blau.

"Werden Sie blau-Tester!
Verbesserung der blau.de-Website

Für die Überarbeitung unserer Website www.blau.de brauchen wir SIE! Testen Sie bei uns im Hamburger Büro exklusiv die neuen Funktionen und sprechen Sie mit unseren Entwicklern und Produktmanagern über mögliche Verbesserungen. Als Aufwandsentschädigung erhalten Sie von uns 50 Euro Guthaben für Ihr blau.de-Konto. Einzige Voraussetzungen: Sie wohnen in Hamburg oder Umgebung (für Reisekosten können wir leider nicht aufkommen) und Sie haben an einem Wochentag nachmittags ca. zwei Stunden Zeit für uns. Die Anzahl der blau-Tester-Plätze sind begrenzt. Bewerben Sie sich jetzt unter Angabe Ihres Namens, Alters und Telefonnummer per E-Mail an blautester@blau.de."

Gefällt mir der Laden. Und deshalb bin ich da auch schon länger Kunde.


35,64 Millionen kaufen online

Neue Zahlen gibts heute von der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) zur Internetnutzung in Deutschland.

  • 42,84 Mio. Menschen sind im Netz (66,0 Prozent der deutschen Wohnbevölkerung ab 14 Jahren).
  • 69,7 Prozent der Internetnutzer sind seit mehr als drei Jahren im Netz, das entspricht 29,10 Mio. Menschen.
  • Neun von zehn Surfern (93,9 Prozent) gehen von zu Hause ins Internet, ein Drittel (32,6 Prozent) am Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz und knapp ein Drittel (30,4 Prozent) bei Freunden oder Verwandten bzw. anderweitig.
  • Die beliebteste Art, von zu Hause aus online zu gehen, ist mit Abstand DSL, das in den eigenen vier Wänden von 69,1 Prozent der Onliner genutzt wird (ISDN: 19,0 Prozent).
  • Mit einem Anteil von 97,3 Prozent, das entspricht 40,61 Millionen Menschen, haben sich fast alle Internetnutzer schon einmal online über Produkte informiert.
  • Insgesamt haben 85,4 Prozent der Onliner, das sind 35,64 Millionen Menschen, in den vergangenen 12 Monaten Produkte online gekauft.

Quelle: www.agof.de/internetfacts.