Originelle Geschäftsidee: Kaffee rösten mit dem Fahrrad

Kleinröstereien erleben einen Boom, vor allem auch in Deutschland. Die USA habe ich bisher immer für Starbucks Country gehalten, was sicher ein totales Vorurteil ist. In Davis, Kalifornien gibt es zum Beispiel einen Kleinröster, der mit dem Fahrrad nahegelegene Haushalte in einer Art Röstfrisch-Kaffee-Abo versorgt.

Das eigentlich Verrückte ist aber seine Röstmaschine, wie man im nachfolgenden Film sehen kann. Eine offene Propangasflamme und eine Rösttrommel, die mit Pedalkraft gedreht wird, reichen aus.

 

 


Werbefehler Nr. 73: Fachchinesisch

„Effizienz steckt bei ihm in nahezu jedem Detail. Im Inneren arbeiten erfolgreiche Effizienztechnologien: Für geringeren Verbrauch bei gleichzeitig spürbar mehr Dynamik und Durchzug sorgt TDI ® mit Common Rail System oder, durch aufgeladene Benzindirekteinspritzung, der TFSI ®-Motor mit Audi valvelift system. Hinzu kommt eine der effizientesten Getriebetechnologien: das neue, sehr sportliche 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe S tronic ®"


Das ist ein prima Text, der (vielleicht) jeden Fahrzeugingenieur anspricht. Leider aber nur den. Denn wer sich nicht die Mühe gemacht hat, sich vor dem Autokauf die Fachsprache der Fahrzeugbranche anzueignen, der versteht bei diesem Text vermutlich nur Bahnhof.

Dabei wissen wir: Verstehen ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass die Inhalte Ihrer Werbung auch bei den Umworbenen ankommen.

Ohne Verstehen passiert rein gar nix. Das handhabe ich übrigens ganz konsequent: Wenn ich ein Produkt nicht verstehe, dann kaufe ich es eben nicht. So habe ich mich schon in den 80er Jahren erfolgreich davor gedrückt, eine Highend-HiFi-Anlage zu kaufen. Genützt hat der HiFi-Branche das Fachchinesisch, mit dem sie Kunden anlocken wollte, übrigens gar nichts. Bekanntlich ist irgendwann das MP3-Format auf den Markt gekommen. Und das stellte eine gewaltige Qualitätsverschlechterung, aber eine große Vereinfachung für Musikliebhaber dar. Das HiFi-Kauderwelsch starb aus und wurde durch die einfache Botschaft ersetzt: „Musik zum Mitnehmen, immer und überall genießen“.

Besser beraten sind Sie, wenn Sie eine Sprache sprechen, die ankommt. Die Sprache des Kunden!

Zurück zu obigem Beispieltext eines deutschen Automobilherstellers: Neben Fachchinesisch kam da auch noch der Phrasendrescher mit eingeschaltetem Blabla-Generator zum Einsatz. Volles Rohr eben. Es wimmelt ja nur so von „Technologien“ und „Effizienz“ und „Denglisch“. Der Text ist spürbar aufgeladen mit Dynamik und Durchzug – aber könnte der Blabla-Generator das Gleiche nicht auch für einen Tennisschläger texten?

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Werbefehler Nr. 60: Ungenutzte Standardmails

Standard-E-Mails können Ihnen jede Menge Geld bringen. Denn im Gegensatz zu Werbe-E-Mails werden diese weitaus häufiger geöffnet und auch durchgelesen. Woran liegt das? Natürlich daran, dass jeder genug geschult ist, um Werbe-E-Mails als solche zu erkennen und dann einfach zu ignorieren.

Für Werbung interessiert sich niemand.

Aber für Bestellbestätigungen, Versandmitteilungen, Zahlungshinweise und vieles mehr. Eben für diese Standard-E-Mails, die oftmals aus einem Shopsystem heraus automatisiert versendet werden (so genannte Autoresponder).

Meist steht darin nur: „Ihre Bestellung hat unser Lager verlassen und ist auf dem Weg zu Ihnen.“
Das kann man auch freundlicher sagen. Und vor allem kann man an dieser Stelle in Sachen Servicefreundlichkeit punkten und nebenbei auf neue Angebote verweisen. Einfach, indem man Sätze anfügt wie: „Sollten Sie in der Zwischenzeit noch Fragen haben, so können Sie uns jederzeit kostenlos anrufen. Unter der Nummer XY sind wir von Montag bis Freitag 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr für Sie da. Wenn Sie außerhalb dieser Zeiten eine Frage haben, dann senden Sie uns doch einfach eine E-Mail. Wir werden Sie so schnell wie möglich bearbeiten. Interessieren Sie sich für die aktuellsten Neuzugänge in unserem Shop? Dann abonnieren Sie doch unseren Newsletter oder klicken Sie hier.“

Versenden Sie eine Bestellbestätigung an Erstkunden, dann bedanken Sie sich doch dafür. Etwa indem Sie ihm einen Dankeschön-Coupon beilegen – einzulösen bei der Zweitbestellung.

Zu den Standard-E-Mails, die Sie für mehr Umsatz nutzen können, gehören:

  • Bestellannahme
  • Bestellbestätigung
  • Versandmitteilung
  • Zahlungshinweis oder -bestätigung
  • Bitte um Feedback/Bewertung
  • Bitte um Weiterempfehlung
  • Erinnerungsmail
  • Dankesmail

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Creditplus: Eine Bank kommuniziert nach dem Karlsruher Manifest

Im Mai 2008 habe ich im Rahmen einer Gastvorlesung im Fachbereich Marketing an der Karlsruher Karlshochschule International University mit einem Studententeam Anforderungen an die faire Kommunikation zwischen Unternehmen und ihren Kunden formuliert. Entstanden ist das Karlsruher Manifest mit 21 Leitsätzen für Werbung und PR.

Es freut mich, dass sich nun ein Bankhaus wie die Creditplus zu diesem Manifest als Richtschnur für Ihre Kommunikation im Unternehmensblog bekennt (siehe hier). Sollten das nicht viel mehr Unternehmen tun?


Book2Look: So kann man Bücher vor dem Erscheinen mit Leseproben bewerben

Meine Autorenkollegin und Managementberaterin Anne Schüller hat mich vor kurzem auf ihr neues Buch "Touchpoints -  Auf Tuchfühlung mit dem Kunden von heute" aufmerksam gemacht. Ich bin gespannt auf den Inhalt, denn der Titel greift ein Thema auf, dass mir auch am Herzen liegt: Wie gestalten Unternehmen die Berührungspunkte mit ihren Kunden? So dass sie zum positiven Kundenerlebnis werden?  Oder hat das Unternehmen das Touchpoint-Management gar nicht im Griff? Oder, was sicher häufiger ist: Existiert gar kein Bewusstsein dafür, dass man Konzepte für die Gestaltung der Kundenerlebnisse entwickeln kann?

Ich habe in der Vergangenheit immer wieder Artikel dazu in WerbePraxis aktuell geschrieben. Und jetzt freue ich mich, dass Anne Schüller am gleichen Thema gearbeitet hat und ein ganzes Buch dazu vorlegt.

Aufmerksam gemacht hat mich aber auch die Tatsache, dass Anne Schüller das neue Buch mithilfe von Book2Look vorstellt. Leseproben kann man mithilfe dieses Dienstes in ein kleines Widget packen und über Blogs und zig Social Media-Dienste weiter verteilen. Und wer sich über Neuerscheinungen aus einem bestimmten Fachgebiet informieren will, der kann Infos über neue Bücher auch abonnieren.

Allerdings können nur Verlage ihre Neuerscheinungen dort einstellen. Das ist kostenpflichtig. Für 1 bis 50 Neuerscheinungen werden per anno je Titel € 40,- fällig. Einen gleichartigen kostenlosen Service bietet dagegen Scribd.


Toller bewerben geht nicht. Oder doch?

"Sehr geehrte Damen und Herren, ich an Ihrer Stelle wäre echt voll genervt, wenn ich täglich unzählige Bewerbungen lesen müsste, die alle mit “Hiermit bewerbe ich mich…” anfangen."

 Stimmt. Deshalb fängt diese Bewerbung für einen Ausbildungsplatz als Tourismuskauffrau ganz anders an und geht auch so weiter.

"Wenn Sie mit dem Lesen bis hierhin gekommen sind und sich immer noch nicht dafür entschieden haben, mich zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen, dann dürfen Sie meine Bewerbung gerne ausdrucken und einen Papierflieger basteln. Mal ganz im Ernst, heutzutage schreibt doch fast jeder, der eine Ausbildung sucht, eine Bewerbung mit dem Gedanken, dass er sowieso eine Absage bekommt, bei mir wird’s wenigstens ein Papierflieger."

Das nenne ich mal einen ungewöhnlichen Text für eine Bewerbung. Ob er echt ist? Ob die Bewerbung zum Erfolg führt? Oder suchen 99 % der Betriebe doch nur angepaßte Kandidaten mit ganz normalen Bewerbungsschreiben?

Das vollständige Bewerbungsschreiben hat Jochen Mai in seinem Blog.


 


Was halten Sie eigentlich von: Qualitätssicherung in der Werbung?

Ist das nicht seltsam? Da verdankt Deutschland seinen wirtschaftlichen Erfolg zu recht großen Teilen seiner Ingenieurkultur. Aber es gibt Bereiche des Wirtschaftslebens, da spielen Ingenieurstugenden gar keine Rolle. Und oftmals existieren in Unternehmen regelrechte Parallelwelten.

Ich rede von der Parallelwelt Werbung.

Haben Sie den Eindruck, dass Testen, Messen und Qualitätskontrollen zum Standardrepertoire der Werbung gehören? Ich nicht. Ich bin der Überzeugung, dass wir diese Kultur des Testens & Messens, der Qualitätssicherung & -Qualitätskontrolle in Werbung & PR erst etablieren müssen. In den USA gibt es eine schöne Initiative, die vor allem Onlineshops die Nutzung von Splittests nahebringen will. Woche für Woche wird ein neues Testergebnis veröffentlicht. Bevor man es erfährt, darf man selber raten, ob man Version A oder B als Sieger sieht. Da hat man dann oft eine Aha-Erlebnis. Denn aus dem Bauch heraus hätte man doch oft ganz anders getippt...

Und dann noch die Qualitätskontrolle. Zahlreiche Websites weisen Mängel oder Fehler auf, die ihrem möglichen Erfolg im Wege stehen. Da sind zum Beispiel die Inhalte unklar, unverständlich oder kaum lesbar aufbereitet. Layout und Design helfen nicht, sie Besucher schneller ans Ziel zu führen. Besucher werden nicht motiviert oder aktiviert etwas zu tun. Interaktion und Kontaktangebote sind versteckt oder fehlen völlig. Wesentliche Elemente der Suchmaschinenoptimierung wurden nicht beachtet. Usw. 
Viele grundlegende Mängel kann man ganz leicht verhindern. Indem man vorher einen Qualitäts-Check durchführt.

Einen solchen standardisierten Website-Qualitätscheck habe ich mit meinem Institut für Marketeasing® entwickelt. Der Website-Check enthält 64 Prüfkriterien und gibt einem die Sicherheit, elementare Regeln und Elemente für den Erfolg der Website nicht zu übersehen oder zu vergessen. Dafür kostet er gerade mal 59,-- Euro.

Hier gibt es mehr Erläuterungen dazu und Infos, wie Sie den Website-Check für Ihr Unternehmen bestellen können.


Tolle Marketasing®-Idee eines französischen Restaurants: Werden Sie Küchenchef für einen Tag

Unternehmen, die das Marketeasing®-System einsetzen, behandeln ihre Kunden anders, als herkömmliche Unternehmen. Sie bauen bewusst an einer Erfolgsgemeinschaft mit dem Kunden. Nur wenn beide Seiten Erfolg haben, ist die Beziehung ausgewogen.

Die "Gemeinschaft mit dem Kunden" darf man nicht nur mit schönen Worten beschwören, sie muss auch erlebt werden. Dazu vermittelt das Marketeasing®-System mehrere Methoden. Unter anderem die Methode “ Bühne für den Kunden schaffen“. Unternehmen bieten Kunden die Gelegenheit, sich wie auf einer Bühne selbst zu präsentieren.

Ein richtiges Wow-Beispiel dafür kommt jetzt aus Paris. Dort hat Ludovic Dalavaud aus der Methode, Kunden eine Bühne zu bieten, ein Geschäftsmodell für sein Restaurant (50 Sitzplätze) gemacht. Es nennt sich 1jour1chef – im Deutschen etwas holpriger 1Tag 1Küchenchef – und macht den Traum vieler ambitionierter Hobbyköche wahr, für einen Tag Chef einer professionellen Küchencrew zu sein. Der Küchenchef bestimmt die Auswahl der Speisen, die Menüfolge, die Zutaten und die Art der Zubereitung, kann dabei aber auf die professionelle Unterstützung der Küchenmannschaft bauen.  Eine tolle Idee für Familienfeste oder Partys mit Freunden.

Genauso gut kann man aber auch den alltäglichen Gästen des Restaurants seine Kochkünste offenbaren. Doch jede Wette: die meisten Küchenchefs werden die 50 Restaurant-Plätze mit ihren Freunden und Bekannten selber füllen.

Auf der Website werden die bisherigen Küchenchefs und ihr Tag als Chef präsentiert.

Website: www.1jour1chef.com

Contact: www.1jour1chef.com/contact_ecriveznous.php

Gefunden im Springwise Newsletter


Kleine Kosten, große Wirkung: Preiswerte Werbung für Handwerker

Cover_handwerk magazin

Im aktuellen handwerk magazin 2/2012 ist ein umfangreicher Beitrag zum Thema "Kleine Kosten, große Wirkung" erschienen. Er enthält jede Menge Tipps, wie Handwerker mit geringem Werbebudget zu neuen Aufträgen kommen können. Für den Beitrag hat die Autorin Sabine Hölper mich, aber auch zahlreiche andere interviewt.

Wenn Sie den Beitrag lesen wollen, können Sie hier das Handwerk magazin 2-12 - Marketing herunterladen. Vielen Dank an das handwerk magazin, das mir das PDF zur Verfügung gestellt hat.


Zum Valentinstag: Drei-Gänge-Menü aus der Spülmaschine

Vorspeise

Trüffelnudeln mit Carpaccio vom Hühnerbrüstchen und geschmorten Liebesäpfeln

Hauptgang

Filet vom schottischen Lachs mit Sauce von Zitrusfrüchten, gebratenem Fenchel und Safranrisotto

Dessert

Prickelnder Schokoladenkuchen, Sauerkirsch und Vanille-Ananas mit warmer Chili-Schokoladensoße

Mit dieser Menüidee hat es der fränkische Gastronom Richard Huth vom Würzburger Restaurant „Zum Stachel“ heute Morgen ins Morgenmagazin der ARD geschafft. Gestern war der Beitrag bereits im bayerischen Fernsehen zu sehen. Die Botschaft an die Männer: Auch ihr könnt kochen, sofern ihr es schafft, eine Spülmaschine einzuschalten.

Das Spülmaschinenmenü ist eine tolle PR für ihn und sein Traditionslokal. Und so funktioniert es: Das Restaurant liefert alle Speisen fertig gewürzt in mehreren Vakuumbeuteln an. Diese muss Mann dann nur noch in die Spülmaschine legen, die Spülmaschine laufen lassen (55-60°) und holt dann die Beutel mit den fertig gegarten Speisen heraus. Mit der Schere aufschneiden und schön auf den Teller drapieren – voilà.

Was so schräg klingt, funktioniert jedoch tatsächlich  und ist vermutlich sehr schmackhaft (ich habe es leider noch nicht selbst ausprobiert). Denn was Richard Huth hier nutzt, ist nichts anderes als die gerade sehr schicke Methode des Sous-Vide-Garens. Dabei werden Speisen mit allen Gewürzen in Vakuumbeutel eingeschweißt und im Wasserbad schonend gegart. Ergebnis: Die Speisen bleiben so wesentlich aromatischer und verlieren weniger Wasser.

Im Internet gibt es zahlreiche Anleitungen für das Garen mit der Spülmaschinen. Die Idee ist also weder neu noch einzigartig. Aber Richard Huth bewies das richtige Timing, um die Idee mit dem Valentinstagsmenü mediengerecht zu inszenieren. Huth ab!

Hier auf seiner Facebook-Seite können Sie mehr darüber lesen.


Jetzt ist es raus: Institut für Marketeasing® gegründet

Nicht heimlich, aber auch nicht unbemerkt, habe ich Ende letzten Jahres das Institut für Marketeasing® gegründet.

Marketeasing®? Da war doch was. Genau: Mein Buch, mit dem ich zum Umdenken in der Werbebranche und bei Unternehmern aufgefordert habe. Pull statt Push, Ehrlichkeit statt Bullshit, Social Media statt TV, Nähe statt Reichweite, Partizipation statt Manipulation, Community statt Zielgruppe – das war die Ultrakurzfassung des Buchs. Wer das Ganze lesen will, hier lang.

Man könnte sagen, vieles davon ist inzwischen eingetreten. Für viele (Social Media-)Berater mag das selbstverständlich sein. Aber nicht für gefühlte 99 % der Unternehmen hierzulande.

Denn noch haben sich die meisten Unternehmen in Deutschland nicht wirklich umgestellt auf die neuen Gegebenheiten. Das ist nicht verwunderlich. In den Köpfen steckt noch das alte Old School Marketing-Denken. Neue Kompetenzen müssen erlernt und zu einem neuen System des Agierens und Kommunizierens am Markt verknüpft werden. Dazu braucht es Schulung, Austausch, Information.

Und um genau das anzubieten habe ich das Institut für Marketeasing® gegründet.

Das Institut für Marketeasing® hat die Aufgabe konsumentenfreundliche, wirksame und anziehende Marketingmethoden zu untersuchen und zu dokumentieren und das Wissen um ihre Anwendung und ihren Einsatz zu fördern.

Schwerpunkte des Institutes sind die Ausarbeitung, Entwicklung und Anwendung des Marketeasing®-Systems in Form von persönlichen Beratungen, Weiterbildungsangeboten und Publikationen. Zum Programm des Instituts gehören Workshops, Coachings, Qualitätssicherungsverfahren (Website-Checks, Gütesiegel „Faire Kommunikation“), Wettbewerbe, Konferenzen.

Das Institut für Marketeasing® qualifiziert in Kürze auch Trainer, Werbeberater und Anwender und vergibt Lizenzen zur Nutzung des Systems.

Mitarbeit, Ideen und Kooperation sind jederzeit willkommen.

Wer sich über die dauernd vorkommende ®-Zeichen wundert: Marketeasing® ist eine beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) eingetragene Marke.


Seitensprung lohnt sich: Die Kunden-Untreue-Karte

Kennen Sie das vom Coffeeshop Ihres Vertrauens? Wer fünf Tassen Kaffee trinkt, erhält die sechste gratis. Dafür braucht man eine Bonuskarte, auf der jeder Kaffeegenuss mit Stempel oder Aufkleber dokumentiert wird. Eine uralte Idee, schließlich klebte schon Oma Rabattmarken im Heftchen. Fördern und belohnen wollen die Coffeeshop-Betreiber damit die Kundentreue.

Der Londoner Coffeeshop-Betreiber Gwilym Davies hat bereits vor 2 Jahren eine so genannte Dis-Loyalty-Card, also eine Kunden-Untreue-Karte, entworfen. Er schickt seine Kunden zur Konkurrrenz: zu 8 anderen Coffeeshops in East London. Wenn Sie überall dort einen Espresso getrunken haben und das Kärtchen von allen anderen gestempelt ist, dürfen Sie zu ihm zurückkommen und sich einen kostenlosen Espresso servieren lassen.

Das ist clever und sehr selbstbewusst. Gwilym Davies gehört zu den besten Baristas weltweit. Er gewann 2009 die World Barista Championships und hat seitdem einen eigenen Wikipedia-Eintrag. Es beweist auch, dass er sehr viel von seinen Kunden versteht. Denn der echte Kaffeekenner wird ohnehin da und dort probieren und die unterschiedlichen Nuancen der Kaffeeröstung und Zubereitung genießen wollen.
Verhindern, dass die Kunden zur Konkurrenz gehen, kann man ohnehin nicht. Aber man kann daraus einen Nutzen ziehen so wie Gwilym Davies. Der erhält dadurch Mundpropaganda wie kein anderer.
Spannende Frage: Ziehen Sie aus der Untreue Ihrer Kunden einen Nutzen?


Soll man Zielgruppen zwangsbeglücken?

Seit Jahren rate ich Unternehmen, vor allem im Konsumbereich, von der Zielgruppendenke Abschied zu nehmen. Denn die Praxis zeigt: Oft will man mit riesigen Werbebudgets die Produkte bestimmten Leuten nahe bringen. Aber dann kaufen es ganz andere. Im Bereich der Onlinewerbung ist das Zielgruppenmodell ja längst verschwunden und durch raffinierte Targetingmethoden ersetzt.

Beim Marketingberater Anton Dostal finde ich auch ein gutes Beispiel contra Zielgruppendenke:

"Die beste Zielgruppe ist nicht die, die nach Meinung der Anbieter die Leistung/das Produkt am dringendsten braucht. Reinigungsmittel werden nicht von den Menschen mit den schmutzigsten Wohnungen am meisten gekauft, sondern von denen, die die saubersten haben."

Sich aber nun ausgerechnet an die Menschen mit den schmutzigsten Wohnungen zuwenden, nennt Anton Dostal Zwangsbeglückung.

"Gerade im Dienstleistungssektor ein oft und gern geübter Fehler. Versuchen Sie erst gar nicht Ihre Kunden zu „bekehren“!  „Sie müssten eigentlich …!“ Geht so gut wie immer in die berühmte Hose.

Da könnte was dran sein.


Werbefehler Nr. 14: Nabelschau und Schwanzvergleich

Wir, wir, wir! Das Schlimmste, was Sie in Ihren Werbetexten machen können, ist, von sich selbst zu reden. Wir sind die Größten! Unsere Ingenieure vollbringen Höchstleistungen! Unser Unternehmen besteht schon seit 1735! Wir legen Wert auf beste Rohstoffe!

Man könnte meinen, die meisten deutschen Unternehmen leiden unter dem Dieter Bohlen-Komplex: große Klappe und immer im Mittelpunkt stehen wollen. Dabei verraten Texte, in denen vor allem Worte wie „wir“, „unser“ oder „ich“ vorkommen, dass das Unternehmen eines sicher nicht beherrscht: Die Welt mit den Augen des Kunden zu sehen. Sich in seine Wünsche und Bedürfnisse hineinzuversetzen. Da ist man schnell bei der Frage: Ist das Unternehmen überhaupt kundenfreundlich? Hat es überhaupt Lösungen, die mir als Kunde helfen oder mein Leben bereichern?

„Unsere Pumpe arbeitet mit 35 PS.“ Aber wozu? Wichtiger als die Leistung eines Produktes in Zahlen darzustellen, ist es, den Nutzen für den Kunden hervorzuheben. Was nützen ihm die 35 PS? Mögliche Antworten darauf: Er ist schneller mit der Arbeit fertig. Die Arbeit wird sauberer oder sorgfältiger erledigt. Oder er spart beim Pumpen sogar noch Geld. Merke: 100 € sind gar nichts. Aber sie werden zu einem Mehrwert, wenn man damit einen Theaterbesuch, ein romantisches Abendessen oder seine Miete bezahlen kann.

Die Ich- und Wir-Sager betrachten also nur den eigenen Bauchnabel, anstatt die Welt um sich herum wahrzunehmen. Eng damit verwandt ist die nächste Gruppe. Die betrachten vor allem ihre Wettbewerber und vergleichen sich permanent mit diesen. „Schwanzvergleich“ nannten wir Jungs das in der Umkleidekabine.

Wann immer Sie entdecken, dass in Ihren Werbetexten zu viel von sich selbst oder von Ihren Wettbewerbern geredet wird, ist was faul. Streichen Sie die entsprechenden Passagen. Überlegen Sie, welche Informationen den Kunden wirklich interessieren und wie Ihre Produkte sein Leben angenehmer gestalten können. Sprechen Sie den Kunden direkt an. Es muss ja nicht so sein, dass Sie ihn duzen wie bei Ikea.

Ihre Werbetexte sind um ein Vielfaches besser, wenn Sie das „Wir“ durch das Wort „Sie“ ersetzen.

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Vertipper Domains: Wieso falsche Domainnamen wichtig sind

Das Internet ist für die Anbahnung von Geschäften und damit die Gewinnung von Kunden unverzichtbar. Erstes und wichtigstes Mittel im Kampf um die Online-Aufmerksamkeit ist dabei die Wahl des richtigen Domainnamens.

Aber auch der falsche Domainname ist wichtig.

So können Sie z.B. die Deutsche Postbank auch unter der Internetadresse www.psotbank.de erreichen. Denn das Unternehmen hat diese und andere falsche Schreibweisen seines Namens für sich registriert und leitet diese auf die richtige Adresse um.

Solche so genannten Vertipper-Domains sollten Sie ebenfalls für sich nutzen – sonst schnappt sie Ihnen womöglich die Konkurrenz weg. Und dann wird das Internet-Geschäft woanders hin geleitet.

Checken Sie daher, welche Buchstabendreher und Vertipper bei Ihnen besonders häufig vorkommen und lassen Sie auch Domains mit diesen falschen Schreibweisen für sich registrieren. Es gibt viele Arten von Tastaturvertippern:

  • Auslassen (ein Buchstabe fehlt)
  • Verfehlen (ein Buchstabe ist falsch, da daneben getippt wurde)
  • Einfügung (sogenannter „fetter Finger“, es wurden versehentlich 2 Buchstaben gedrückt, ein Buchstabe ist zu viel)
  • Vertauschen (Buchstaben wurden verdreht)

90 % aller Vertipper weisen nur einen der oben genannten Fehler auf. Kombinationen aus 2 oder 3 Fehlern sind daher äußerst selten. Es genügt also, nur die wichtigsten Vertippfehler zu registrieren.


Werbefehler Nr. 100: Ein stummes Produkt

Als einer meiner Söhne 4 Jahre alt war, da schenkten ihm die Großeltern zu Weihnachten einen Roboter.

Das Plastikmonster konnte von selber geradeaus laufen und dabei mit den Armen schlenkern. Bis es eine Wand erreichte oder umfiel. Es konnte blinken und alarmartige Laute ausstoßen. Bis ich ihm die Batterien entfernte. Als stummes Produkt wurde Robotti schnell uninteressant und noch vor Silvester konnte ich ihn unbemerkt entsorgen.

Hüten Sie sich vor stummen Produkten. Denn ein erfolgreiches Produkt ist nicht stumm. Es quiekt und trötet aber auch nicht. Es erzählt eine Geschichte.

„Ich wurde mit der Hand geknetet und im Steinofen gebacken“, sagt das Brot.
„Ich bin der erste Achtzylinder-Geländewagen mit 3-Liter-Normverbrauch“, sagt der SUV. (Schön wär’s.)
„Ich bin keine braune Kuh, sondern lila“, sagt eine Schokoladenmarke.

Ein stummes Produkt ist ganz einfach hergestellt. Sie müssen es nur genauso machen, wie es alle anderen tun: nichts Neues, nichts Überraschendes, nichts Besseres und nichts Bemerkenswertes in Ihr Produkt packen. Wer ein solches Produkt verkaufen will, der kann es nur mit sehr viel Geld und sehr viel Werbung probieren.

Wer es aber schafft, dass über sein Produkt gesprochen wird, der kann sich jede Menge Werbung sparen.

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Wirbelnde Werbetafeln: Das möchte ich 2012 mal in Deutschland sehen

Bereits im 19. Jahrhundert wurden Werbetafeln in London, Paris oder Berlin durch Innenstädte getragen. Wer sich alte Dokumente dazu ansieht, staunt über die kunstvollen Gebilde, mit denen die ersten Unternehmen mit Menschen Reklame machten.

Später haben sich dann die eher langweiligen Sandwich-Männer etabliert. Sie trugen vorne und hinten eine Werbetafel, mit Gurten über die Schulter gehängt.

Die nächste Innovation hat lang auf sich warten lassen und kommt jetzt aus den USA: Wirbelnde Werbetafeln. Das Unternehmen AArrow Advertising hat die Werbetafeln zu Hinweispfeilen gemacht und engagiert „Werbeträger“ mit akrobatischen Fähigkeiten. Die wirbeln die Werbetafeln jetzt kunstvoll in die Luft. Doch sehen Sie selbst, was die SignSpinner, wie sie sich nennen, drauf haben:


Die 100 größten Werbefehler: Leseprobe

Werbefehler: Kein Ziel

Was wollen Sie denn mit Ihrer Werbung bewirken? „Das ist doch klar“, lautet meist die Antwort, „mehr verkaufen.“ Egal, ob Sie Ihre Firmenfassade neu anstreichen, Ihr Unternehmen in Google Places eintragen oder Ihren Stammkunden einen Gutschein senden. Am Ende wollen Sie immer mehr verkaufen. Aber, sind Sie sicher, dass die bestimmte Werbemaßnahme, die Sie vorhaben, tatsächlich auch zum mehr Verkaufen führt? Nein, das sind Sie in den meisten Fällen nicht. In den meisten Unternehmen gibt es eine Fülle von Werbemaßnahmen, die alle irgendwie zum Erfolg beitragen. Welche Werbemaßnahme aber besser wirkt als andere, lässt sich meist nicht sagen.

Abhilfe schaffen Sie, indem Sie ein klares Werbeziel für jedes einzelne Werbevorhaben definieren. Zum Beispiel so:

  • Mit unserem neuen Flyer wollen wir im Zeitraum von sechs Monaten 25 neue Kunden im Postleitzahlengebiet 7 erreichen.
  • Wir wollen, dass 20 % unserer Kunden unsere Website mindestens einmal wöchentlich besuchen.

Ziele sollten Sie so konkret wie möglich beschreiben. Das hilft allen Beteiligten, sich darauf zu konzentrieren, wie dieses Ziel erreicht werden kann. Stecken Sie aber nur Ziele, die Sie auf realistische Weise erreichen können. Dazu gehört auch, dass Ihr Unternehmen in der Lage ist, 25 Neukunden zufriedenzustellen oder einen Besucheransturm auf Ihrer Website auch technisch zu gewährleisten.
Wichtig ist aber auch: Wenn Sie die Zielerreichung nicht nachweisen können, dann haben Sie sich das falsche Ziel gesetzt. Sie meinen, das gibt’s nicht? Doch das geht. Vor allem bei der so genannten Imagewerbung. Da heißt es dann: „Wir wollen unser Ansehen bei Investoren und Geschäftspartnern verbessern.“ Na schön, aber wie definieren Sie „Ansehen“? Wie ist das momentane Image zu ermitteln und wie ermitteln Sie seine Verbesserung? Sie sehen, in vielen Zieldefinitionen steckt manchmal nur heiße Luft.

Nicht messbare Ziele sind keine Ziele!



Werbefehler: Nichts testen

Testen ist in Deutschland nicht gerade beliebt. Und zwar in jedem Wortsinn. „Woher weiß ich, ob mir eine Facebook Seite überhaupt was bringt?“, fragte mich neulich ein Zuhörer während des Vortrags. „Probieren Sie es aus“, gebe ich die passende Antwort. Testen im Sinne von Ausprobieren scheint aber vielen richtig suspekt. Dabei ist es die einzige Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln.
Doch auch das Testen im Sinne von Vergleichstests ist nicht sonderlich beliebt. Dabei sind Split-Tests eine ganz einfach zu handhabende Sache, die jede Menge aufschlussreicher Ergebnisse liefert.
Beim Split-Test testen Sie bestimmte Werbemittel, Eigenschaften, Gestaltungsmerkmale oder Texte gegeneinander. Zum Beispiel platzieren Sie einmal Text A auf Ihrer Website und dann Text B. Nach einigen Tagen sehen Sie nach, welcher Text zu mehr Klicks, Abos, Bestellungen etc. führte. Splittests geben Ihnen Antworten auf die unterschiedlichsten Fragen:

  • Ist ein graues Logo besser als ein grünes?
  • Sollen wir den Bestellknopf nach oben oder nach unten setzen?
  • Mit welchem Formular erhalten wir mehr Newsletter Anmeldungen?
  • Führen große Abbildungen zu mehr Verkäufen?
  • Wirkt die Formulierung „Supersparpreis“ besser als „Schnäppchenrabatt“?
  • Machen wir eine Bestellkarte zum Abtrennen oder legen wir sie lose bei?

Wer Websites testen und optimieren will, hat es übrigens ganz einfach. Dafür gibt es von Google das so genannte Website-Optimierungstool. Sofern Sie Google Analytics installiert haben, können Sie mit dem Website-Optimierungstool jedes Element Ihrer Website gegen ein anderes testen. Loggen Sie sich in Ihr Google Konto ein und wählen Sie das Website Optimierungstool. Sie finden es unter „Meine Produkte“. Um einen Test einzurichten, folgen Sie den bei Google gegebenen Anweisungen – Sie werden Schritt für Schritt geführt.

 

Werbefehler: Die Website ohne Schlüsselwörter

Eine der Voraussetzungen, das Google Ihnen Besucher zu Ihrer Website sendet, ist die, dass sie Text enthält. Denn, wie wir schon erwähnt haben: Nur Text ist für Google auswertbar. Wie aber können Sie sicherstellen, dass Google Ihnen die richtigen Besucher sendet? Die richtigen Besucher sind die, die Interesse an Ihren Produkten und Ihrem Unternehmen haben.
Das geht über die Keywords. Wenn auf der Website eines Bäckers von Brötchen, Broten, Kuchen und Torten – oder was immer er in seinem Angebot hat – die Rede ist, dann kommen auch Besucher auf seine Website, die sich für diese Produkte interessieren.

Aber die Website eines Bäckers kann durchaus eine Menge Text aufweisen, sich irgendwie toll anhören und dabei kein Quäntchen Futter für den Google Suchbot enthalten.
Lesen Sie doch mal selbst:

„Wir stellen unsere Produkte mit größter Liebe und Sorgfalt nach allen handwerklichen Traditionen her. Dabei verwenden wir die besten Zutaten und Rohstoffe von ausgesuchten Lieferanten, die wir persönlich kennen und schätzen. Das sind wir unserem guten Ruf und unserer langen Tradition auch schuldig. Unser Unternehmen wird bereits in der 3. Generation von unserer Familie fortgeführt. Qualität, Sorgfalt und Geschmack – das ist unser Rezept.“

Legen Sie den Text mal einem Unbekannten vor und lassen Sie ihn raten, welche Produkte das Unternehmen herstellt. Dürfte schwer sein: Denn der Text enthält kein Sterbenswörtchen, das darauf hindeutet, es mit einem Backbetrieb und seinen Produkten zu tun zu haben.

Gegenprobe: Googeln Sie jetzt nach „Bäcker“ und sehen Sie nach, welcher Bäcker bei Google an erster Stelle steht. Bei meiner heutigen Suchanfrage war das der Kalle-Bäcker. Er landete zwar nicht auf Platz 1 der Suchanfragen und musste sich hinter diversen Bäckerportalen und einem erotischen Bäckerroman einreihen, hat es aber dennoch von der gesamten Branche am besten gemacht. In seinem Text kommt mehrfach das Wort „Kalle-Bäcker“ vor, aber auch die Begriffe Brot, Weizenmischbrot, Brot backen, Brot verkaufen, Brotverkäuferin, Quarkkeulchen, Schaubacken, Kinderbacken, Brotherstellung, Brötchenherstellung, Bäckerhandwerk und viele mehr.

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Die 100 größten Werbefehler: Das Vorwort

Fehler sind immer doof. Aber wenn Sie als Unternehmen Werbung machen, sind Fehler nicht einfach nur doof oder peinlich. Sondern sie kosten Geld. Fehler sorgen dafür, dass Sie mehr Geld für Werbung ausgeben müssen als nötig wäre. Oder sie verhindern, dass die erwünschten Umsätze auch hereinkommen. Wie Sie es auch drehen und wenden. An der Fehlerbekämpfung kommen Sie nicht vorbei.

Denn weniger Fehler = mehr Geld. Oder, um es mit der guten alten Pareto-Regel zu sagen: 20 % weniger Fehler, 80 % mehr Erfolg.

Mit diesem Buch decken Sie die schlimmsten Fehler auf. Was sind das überhaupt für Fehler? Die unterschiedlichsten! Manche passieren aus Unkenntnis manche aus Schusseligkeit manche aus einem Mangel an Planung und Voraussicht. Bei wieder anderen haben die Beteiligten entweder nicht lange genug nachgedacht oder ihr Denken galoppierte komplett in die falsche Richtung. Wieder andere passieren aus bloßer Eitelkeit oder weil jemand besonders originell sein wollte.

Es gibt zwei Arten das Buch zu nutzen. Entweder man liest es durch, lacht sich über die darin enthaltenen Fehler der anderen schlapp und murmelt dabei ein unhörbares „Ichdochnicht“. Oder man sieht es als Checkliste, die man Schritt für Schritt abhakt, um mehr Erfolg zu haben.

Ich kann beides empfehlen.

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Die 100 größten Werbefehler … und was Sie dagegen tun können: Das Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1: Grundlegende Fehler
Werbung   
Imagewerbung   
Kein Budget   
Kein Ziel   
Keine Erfolgskontrolle   
Uniformität   
Lüge und Übertreibung   
Zu viel Kreativität   
Spam   
Unpersönlicher Auftritt   
Gesichtslose Unternehmen   
Kein Rückkanal   
Das Naheliegende vergessen   
Nabelschau und Schwanzvergleich   
Nichts testen   
Sex
   
Kapitel 2: Die größten Werbefehler bei Name, Logo und Erscheinungsbild   
Der falsche Name   
Logo zu kompliziert   
Die falsche Schrift   
Schriftzug in Versalien   
Die falschen Farben   
Unwirksame Visitenkarten
   
Kapitel 3: Die größten Fehler in der Anzeigenwerbung   
Anzeigenwerbung   
Keine Antwortelemente   
Keine Erfolgskontrolle   
Zu große Anzeigen   
Kein Anzeigenrahmen   
Die falsche Platzierung
   
Kapitel 4: Die größten Werbefehler bei Werbeplakaten   
Logo zu klein   
Zu viele Elemente   
Absender nicht erkennbar   
Keine Fernwirkung
   
Kapitel 5: Die größten Werbefehler im Internet   
Keine Website   
Die unsichtbare Website   
Zu viel auf der Startseite   
Das Flash-Intro   
Unklare Navigation   
Veraltete Informationen   
Die Website ohne Schlüsselwörter   
Zu wenige Informationen   
Das Impressum fehlt oder ist fehlerhaft   
Anonyme Download-Dateien   
Formulare   
Keine Kundenbewertungen   
Kein Blog   
Kein YouTube-Kanal   
Keine Teilnahme an sozialen Netzwerken   
In Foren schweigen   
Kein Google Places Eintrag   
Nicht twittern
   
Kapitel 6: Die größten Werbefehler bei E-Mails   
Keine Einwilligung der Empfänger   
Die fehlende E-Mail-Signatur   
Die falsche E-Mail-Adresse   
Die falschen Worte   
CC an alle   
Zu langsame Reaktion   
„Dies ist eine automatisch generierte Mail ... bitte nicht antworten.“   
Falsche Betreffzeile   
Ungenutzte Standardmails   
Zu viele Mails   

Kapitel 7: Die größten Werbefehler bei Drucksachen
Schlecht gestaltete Titelseite   
Die falsche Auflage   
Kein Basislayout   
Kein DIN-Format   
Zu viele Informationen
   
Kapitel 8: Die größten Werbefehler in der Außenwerbung   
Keine Außenwerbung   
Der falsche Standort   
Keine Fahrzeugwerbung   
Heruntergelassene Jalousien und ungenutzte Schaufenster   

Kapitel 9: Die größten Werbefehler bei Werbefotos   
Werbefehler: Bilder von Bildagenturen   
Unscharf, verwackelt, unterbelichtet   
Der falsche Fotograf   
Falsch vereinbarte Nutzungsrechte   

Kapitel 10: Die größten Fehler bei Werbebriefen und Werbetexten   
Fachchinesisch   
Denglisch   
Keine persönliche Anrede   
Kein Kundennutzen   
Keine Handlungsaufforderung   
Das PS vergessen   

Kapitel 11: Die größten Werbefehler in der PR
Keine PR   
Seine Ansprechpartner nicht kennen   
Die relevanten Medien nicht kennen   
Keine Pressefotos erstellen   
Die Presse nerven   
Keine Online-PR   

Kapitel 12: Die größten Werbefehler im Kundenkontakt   
Nicht wissen, was über Sie gesprochen wird   
Nicht mit den Kunden reden   
Die Kunden für dumm halten und nicht klüger machen   
Alle Kunden gleich behandeln   
Neukunden bevorzugen   
Vergesslichkeit   
Keine Coupons   
Keine Berufskleidung   

Kapitel 13: Die größten Werbefehler im Umgang mit Dienstleistern   
Kein Briefing
Kein Kostenvoranschlag
Der falsche Dienstleister (Agenturauswahl)
Keine Erfolgskontrolle   

Kapitel 14: Die größten Werbefehler beim Produkt
Die falsche Verpackung
Die ungenutzte Bedienungsanleitung
Ein stummes Produkt

Jetzt downloaden bei Amazon für 4,99 €


Die 100 größten Werbefehler und was Sie dagegen tun können - ein Ratgeber für mehr Werbeerfolg

Cover_100werbefehler


Bibliografische Angaben:
Die 100 größten Werbefehler … und was Sie dagegen tun können.
Bernd Röthlingshöfer
ISBN 978-3-00-036335-1
Kindle Edition
Preis 4,99 Euro

Wo geworben wird, da passieren Fehler. Ganz gravierende sogar. Und viele davon passieren gar nicht mal so selten. Sie kommen sogar in den besten Unternehmen vor. Allen Fehlern gemeinsam ist es, dass sie den angestrebten Werbeerfolg behindern.

Deshalb habe ich mir mal die größten Werbefehler, die mir beinah täglich unterkommen, vorgeknöpft. Warum? Weil es schließlich darum geht, Fehler zu erkennen, abzustellen und seine Werbemaßnahmen zu verbessern. Und deshalb habe ich das Buch geschrieben. Manchmal genügt ein kurzer Hinweis. Mal sind es detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die Ihnen zeigen sollen, wie Ihre Werbung sofort besser werden kann.

Fehler kommen übrigens bei allen Arten der Werbung vor.  Egal, ob es um das Logo („zu kompliziert)“, das Werbeplakat („Absender nicht erkennbar“), die Anzeigenwerbung („keine Antwortelemente“) den Werbebrief („keine Handlungsaufforderung“) geht. Eine besonders üppig sprießende Fehlerwiese bietet das Internet und die E-Mail-Werbung. Hier reichen Fehler von juristischen Pannen, die zu Abmahngründen führen („fehlerhaftes Impressum“, „keine Werbeeinwilligung“) bis hin zu kreativen Pannen („Flash-Intro“) oder mangelnder Aufgeschlossenheit gegenüber sozialen Netzwerken („in Foren schweigen“). Auch mit grundsätzlich falschen Vorstellungen („Sex sells“, „zu viel Kreativität“ „Imagewerbung“) muss mal aufgeräumt werden.

Am besten benutzen Sie das Buch zur Selbstanalyse und sehen dann, welche Optimierungsmöglichkeiten Sie am leichtesten und schnellsten nutzen können.

Die 100 größten Werbefehler … und was Sie dagegen tun können ist ausschließlich als elektronisches Buch bei Amazon erhältlich. Es kostet 4,99 EUR, umfasst ca. 120 Seiten und ist auf PC, Mac, iPad, iPhone, Kindle usw. lesbar.

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Leseprobe


Innovation: Tue das Gegenteil von dem, was alle tun

Haben Sie auch das Gefühl, dass alles immer schneller und hektischer wird?

Keine Sorge, dieses Gefühl hat jeder. Aber nur wenige sind bisher auf die Idee gekommen, im Kundenservice eine Entschleunigung anzubieten. Sprich: einen Service einzurichten, bei dem nicht alles schneller, sondern langsamer zugeht. Der finnische Supermarkt K-Citymarket hat genau das getan. Die Supermarktkette hat nun Extrakasssen eingerichtet, für Kunden, die es nicht so eilig haben. An der langsamen Kasse werden die Waren vom Personal in aller Ruhe eingepackt. Für die Wartenden an dieser Kasse stehen Sessel bereit. (Quelle: Trendletter)

Das zeigt: Innovation entsteht, wenn man Dinge völlig anders macht, als alle anderen. Stellen Sie Ihre Dienstleistungen mal völlig auf den Kopf. Was würde passieren, wenn Sie das Gegenteil von dem machen, was alle tun?


Heute ist Verkaufsstart für mein neues Buch: Die 100 größten Werbefehler

Eben ist mein neues Buch in den Verkauf gekommen: Die 100 größten Werbefehler ... und was Sie dagegen tun können.

Das hab ich gleich mal mit einem doppelten Espresso gefeiert.

Es ist das bislang einzige meiner Bücher, das ausschließlich als E-Book erhältlich ist. Da ich das Buch als Selbstverleger in Eigenregie veröffentlicht habe, konnte ich den Preis ganz allein bestimmen. Daher ist das auch das preiswerteste meiner Bücher geworden. Für 4,99 € können Sie es bei Amazon herunterladen.

Manche meiner Blog-Leser erinnern sich vielleicht noch. Zu dem Buch gibt es eine lange Vorgeschichte. Im Mai 2008 habe ich den Versuch gestartet, dieses Buch über die 100 größten Werbefehler, gemeinsam mit meinen Leserinnen und Lesern zu schreiben. Und jetzt ist es erst fertig. Warum es so lange gedauert hat? Nun, es kamen erheblich weniger Beiträge oder Hinweise, als erhofft. Und bei den wenigen Beiträgen musste ich dann noch sieben. Lange war ich unschlüssig, ob ich das Buchprojekt dann überhaupt weiter verfolgen sollte. Zuguterletzt habe ich es selbst geschrieben, da mir das Thema nach wie vor wie vor am Herzen lag.

Drei meiner Leserinnen und Leser lieferten mir tolle Beispiele. Herzlichen Dank an:

Karl-Heinz Heidtmann, selbstständiger Berater, Prozessbegleiter und Trainer in Weyhe bei Bremen. Sein Spezialgebiet ist dabei die 1:1-Betreuung von Mitarbeitern im Kundenkontakt, sei es im Verkaufsaußendienst, im telefonischen Kundenkontakt oder bei Präsentationen und Messen. Seine Schwerpunkte sind Verkaufs- und Präsentationstrainings, Telefon- und Messetrainings. Neben dieser beruflichen Adresse Heidtmann & Kollegen, sind auch seine kritischen Reflexionen und klugen Analysen im Blog Heidtmanns Z(w)eitgeist sehr lesenswert.

Karin Janner, aus Wien stammende Berlinerin, die als Marketingberaterin, Konzeptionerin und Trainerin/Workshopleiterin tätig ist. Sie sagt: „Typisch Berlin – viele meiner Kunden haben gute Ideen, aber wenig Geld. Ich habe mich daher auf Low-Budget-Methoden spezialisiert. Gerne tüftle ich Strategien und Maßnahmen aus, mit denen man mit einem kleinen Budget möglichst viel erreichen kann.“ Sie schreibt selbst. Unter anderem das spannende NewMarketing-Blog. Außerdem ist sie Gründerin ihres eigenen Unternehmens Spieltz, das sehr empfehlenswerte individuelle Brettspiele auf LKW-Planen herstellt.

Christa Schwemlein, Betriebswirtin aus Mannheim mit langjähriger Erfahrung in der Finanz- und Lohnbuchhaltung, Planning und Controlling, Organisationstalent und leidenschaftliche Bloggerin. Als Unternehmerin gründete sie zusammen mit ihrem Mann die PC-Betreuung Schwemlein, einen Rundum-Service für PC, Netzwerke und Internet.

Anmerkung: Das Buch wird zunächst ausschließlich als E-Book über den Amazon Kindle Store vertrieben. Um es lesen zu können, benötigen Sie kein Kindle-Lesegerät.

Sie brauchen dazu eine kostenlose Kindle Lese-App. Die gibt es für PC, Mac, iPad, iPhone, Android usw. auf dieser Seite.

 

 

Mit der E-Book-Idee teste ich nun für mich zum ersten Mal den ausschließlichen Online-Selbstvertrieb.


Netter Google Service: What do you Love?

Kennen Sie schon den Suchservice von Google, namens „What do you Love“?

Er ist so etwas wie eine Super-Such-Seite. Wer einen Suchbegriff eingibt, der bekommt sozusagen das gesamte Google Wissen zum Suchbegriff angezeigt: Webseiten, Videos, Bilder, Nachrichten, Buchvorschläge und vieles mehr.

Die Zusammenstellung aller Medien auf einen Blick macht diese Supersuche so interessant. Probieren Sie es doch aus, um nach sich selbst zu googeln. Oder um Branchenbegriffe möglichst umfassend im Auge zu behalten.

http://www.wdyl.com


Das wundert mich nicht: Werbeerfolg wird kaum gemessen

Soeben erhalte ich eine Presseinformation über den "Werbereport Dienstleistungsgewerbe 2011/12" der die lokalen Marketingaktivitäten von lokalen Dienstleistern wie bspw. Handwerker, Finanzberater auch Ärzten in Deutschland untersucht. Die gemeinsame Studie des Institut für Marketing und Kommunikation (imk) und der auf Mittelstandsmarketing spezialisierten Internetfirma WinLocal basiert auf der bundesweiten Befragung von 1.600 Betrieben sowie 1000 Verbrauchern.

Erschreckend, dass keine Erfolgskontrolle betrieben wird. Aber andererseits wundert es mich überhaupt nicht.  "Keine Erfolgskontrolle" gehört zu den "100 größten Werbefehlern" und wird daher auch in meinem in Kürze erscheinenden Buch "Die 100 größten Werbefehler ... und was Sie dagegen tun können" behandelt.

Hier ein paar Ergebnisse aus der Studie, was die Online-Werbung betrifft:

  • 27 % weiß eigenen Angaben zufolge gar nicht, dass die Messbarkeit bei Online-Werbung möglich ist
  • 71 % führen gar keine Erfolgskontrolle durch
  • 3 % lassen sich von dem von ihnen beauftragten Online-Vermarkter einen Report geben, der den Erfolg (oder Misserfolg) messbar nachweist

Weitere Informationen: www.winlocal.de


Weihnachtsgeschenk-Tipp: Ihr eigener Kaffeemix

Suchen Sie ein Weihnachtsgeschenk, das speziell für einen einzelnen Kunden gefertigt werden soll? Keine Massenauflage, sondern ein Einzelstück, so individuell wie möglich? Dann wäre vielleicht Kaffee, Deutschlands beliebtester Muntermacher etwas für Sie.

Auf der Website sonntagmorgen.com können Sie eine individuelle Kaffeemischung in Auftrag geben: Mischen Sie Ihren Kaffee aus 9 reinen Ländersorten und durch den Zusatz von Aromen. Geben Sie dem Kaffee Ihren eigenen Namen und fertig ist das höchst individuelle Geschenk. 1.716 Kombinationen sind derzeit möglich.

Kosten: 250 g  z.B. Mix aus 125g Nicaragua Maragogype/ 125 g Äthiopien Yirgacheffe  6,55 Euro zzgl. 3,90 Porto und Verpackung

Website: http://www.sonntagmorgen.com


Klasse: Split-Tests zum Miträtseln

Welches Onlineformular wird häufiger ausgefüllt? Welcher Text führt zu mehr Bestellungen? Gewinnen große oder kleine Bilder mehr Käufer?

Alles Fragen, die man sich beim Gestalten einer Website oder eines Onlineshops immer wieder stellt. Die Antwort darauf könnte einfach sein. Ein Spli-Test, bei dem 2 Versionen gegeneinander getestet werden, könnte die Antwort bringen.

Aber die deutschen Unternehmen sind Testmuffel. Amerikanische Unternehmen aber auch. Deshalb hat die amerikanische Online-Journalistin Anne Holland eine Website und einen Newsletter ins Leben gerufen, um die Idee von Tests weiter zu verbreiten.

Nun darf man einmal pro Woche miträtseln, welche von zwei Versionen der jeweilige Testsieger war. Das macht Spaß und lehrreich ist es obendrein.

Hier geht es zur Website: http://whichtestwon.com/


Die beste Handwerker-Website des Jahres 2011

Die Handwerker-Website des Jahres ist: Ein Blog. Und zwar das Blog des badischen Malerunternehmers Werner Deck. Das hat den Wettbewerb von MyHammer mit der Wahl zur besten Handwerkerseite 2011 gewonnen.
Für die Leser hier ist Werner Deck kein Unbekannter, denn immer wieder überrascht er mit guten und unkonventionellen Werbeideen, über die ich hier und in meinen Büchern berichtet habe.

Zum Beispiel mit dem Plüschbärchen Clemens: Wie ein Plüschbärchen Mundpropaganda auslöst.
Und auch sein Blog stellte ich bereits unter dem Titel „Grandios erfolgreich“ hier vor fast exakt einem Jahr hier vor.

Aus der Presseinformation: Der Blog des Malermeisterbetriebs malerdeck, von Werner Deck, aus Eggenstein-Leopoldshafen bei Karlsruhe überzeugte bei der über sechs Monate laufenden Abstimmung in den drei Bewertungs-Kriterien „Design“, „Inhalt“ und „Benutzerfreundlichkeit“. Die Webseite erhielt die meisten Bewertungs-Punkte in der Kategorie „Maler & Lackierer“ und gewann dank des besten Abstimmungsergebnisses aller teilnehmenden Webseiten den Gesamt-Titel „Handwerker-Seite des Jahres 2011“.

Glückwunsch lieber Herr Deck von hier aus und noch viele spannende, gute Ideen!