Coole Werbeidee: Drohne bringt Freibier

Zivile Drohnen sind ja weltweit im Kommen - so auch in Südafrika. Dort werden sie anlässlich eines Musikfestivals als individuelle Biertransporter eingesetzt. Die Drohnen wurden so konstruiert, dass sie eine Getränkedose transportieren können und diese dann direkt über dem Besteller ausliefern. An einem Fallschirm schwebt sie dann sicher zu Boden.

Bestellt wird via Smartphone und lokalisiert werden die durstigen Besteller natürlich über die GPS-Ortung. Während des Festivals kann so jeder Besucher eine Dose Freibier ordern.

Noch habe ich Zweifel, ob das nicht nur eine Fake-Meldung ist, mit der sich das OppiKoppi Festival, die Brauerei Windhoek und die Firma Darkwing Aerials (ein Unternehmen, das sich auf Filmaufnahmen via Drohne spezialisiert hat) weltweit ins Gespräch bringen wollen.

via Springwise

Wer mal wissen will, welch beindruckende Bilder Drohnen für Werbefilmer liefern können, der sehe sich mal dieses Imagevideo von Darkwing Aerials an.


Der Tag der einfallslosen Oster-Gewinnspiele

Heute ist der Tag der einfallslosen Oster-Gewinnspiele. Jedenfalls in meiner Mailbox.

Der Texterclub und SGV-Verlag schreibt: "Eier suchen und gewinnen

Der Osterhase hat uns schon besucht und fünf Ostereier mit Buchstaben für das Lösungswort auf unseren Webseiten versteckt. Schauen Sie doch gleich vorbei und gehen Sie auf die Suche! Und das gibt's zu gewinnen: 1. Platz: 50 % Rabatt auf die Texterseminare "Texten 1" und "Texten 2". Zwei Tage buchen, einen Tag zahlen. Wert: 595 Euro. 2. Platz:.. usw.
 
Das Projektwerk, eine Online-Börse für Freelancer und ihre Auftraggeber schreibt mir mit dem Betreff "Osteraktion bei Projektwerk":

"... pünktlich zum Osterfest liegt auch eine kleine Überraschung in Ihrem Nest!
Finden Sie das bunte Osterei und schon können Sie sich einen satten Oster-Rabatt sichern.
Wir haben auf projektwerk ein besonderes Osterei versteckt, das einen 50 %-Rabatt auf die Starter- oder Premium-Mitgliedschaft für Sie bereit hält."

Och nee. 50 % Rabatt füs Eiersuchen? Gabs diese Idee irgendwo gratis, weil beide Unternehmen die gleiche haben?

Welche einfallslosen (oder einfallsreichen) Ostergewinnspiele sind denn in Ihrer Mailbox gelandet?


Die etwas andere Art der Schaufensterwerbung. Oder: Warum Unternehmensgründer auch gute Geschichtenerzähler sein sollten

DSC07502Wer ein Unternehmen gründet, der sollte nicht nur lächeln, sondern auch gute Geschichten erzählen können. Eine gute Geschichte fliegt ihm gleich zu Beginn zu: Die Geschichte der Gründung. Wie kam es zur Idee, warum mache gerade ich das, warum habe ich den Standort gewählt, welche Ideen und Ziele habe ich für mein Vorhaben, warum sollten Kunden gerade zu mir kommen?

Ganz super finde ich, was die beiden Unternehmensgründerinnen Heide Hankel und Eva Hörster im Dortmunder Rosenviertel (Rosental 11) machen. Sie renovieren dort gerade ein Ladengeschäft, um darin ihr geplantes Feinkostgeschäft „Heidi & Eva. Weine & Gute Zutaten“) einzurichten. Die beiden erzählen die Geschichte ihrer Ladenrenovierung. Dabei haben Sie die Schaufenster mit Packpapier zugeklebt und teilen den Passanten jeden Tag schriftlich mit, was hinter dem Packpapier passiert.

1. Tag:. Rigipswände sind raus. Olli hat gewütet

2. Tag Schutt ist weg. Unser Tagesheld war heute Karl ...

10. Tag: Jeanne & Margaux waren zu Besuch und haben ganz viele bunte Stühle zusammen gebaut. 


Schon stellt sich der erste PR-Erfolg ein: 3. Tag. Die Presse war da. Vielen Dank an den PR-Berater Wolfgang Bergfeld, der die tolle Idee gefunden hat, Fotos machte und mir das Bildmaterial zusandte. Er baut übrigens gerade auf dieser Website ein Portal mit wertvollen Infos für Bewerber auf.


Pay what you want: Zahlen Sie, was Sie wollen

Originelle Preismodelle beobachte ich seit Jahren und habe bereits mehrfach darüber geschrieben.

Jetzt hat auch ZEITONLINE über eine solche Aktion berichtet, die mit großem Erfolg durchgeführt wurde.

Vom 1. Dezember 2012 bis zum 6. Januar 2013 durften die Besucher des Zoos in Münster selbst bestimmen, wieviel ihnen der Zoobesuch wert war. Das Ergebnis bescherte dem Zoo gleich mehrere Rekorde: bester Dezember überhaupt, bester Tag des Jahres. Mehr als 56.000 Menschen kamen im Aktionszeitraum in den Zoo - das waren 5 x mehr als im Jahr zuvor.

Interessant: Während ein normales Ticket 14 Euro kostet, zahlten die Besucher nun nur noch 4,76 Euro im Durchschnitt. Trotzdem nahm der Zoo das 2,5-fache ein. Dafür sorgten auch die Cafeteria und die Parkgebühren.


Was macht das Schwein in der Bibliothek?

Bildschirmfoto 2013-01-11 um 09.04.45Es wird zerlegt. Passend zu der Meldung, dass wir Deutschen pro Kopf 60 kg Fleisch jährlich verzehren, stoße ich auf diese unappetitliche Nachricht: Die Johnson County Bibliothek hat eine Veranstaltung unter dem Motto "Books & Butchers" ins Leben gerufen. Im Rahmen dieses Events hat da am 2. November 2012 ein Metzger ein Schwein vor rund 100 Zuschauern zerlegt. "Erwarten Sie keine langweilige Präsentation", so der Werbetext, "wir haben ein richtiges Schwein, mit richtigen Messern und schneiden wirklich in richtiges Fleisch. Das wird richtig unterhaltsam!"

Spätestens bei diesen Zeilen wird es richtig eklig. Die einzige inhaltliche Begründung für dieses Spektakel findet sich auch auf der Website: Der Metzger habe sein Know-how natürlich aus Büchern.

Eine böse Vorahnung befällt mich. Veranstaltungen wie diese werden wir wohl auch bald in Deutschland sehen. Denn ich befürchte, dass sich zwar weniger Bibliotheken als vielmehr dahinsiechende Buchhändler in ihrer Verzweiflung auf zweifelhafte Eventideen in Kürze nur so stürzen werden.


Kundenfreundliche Idee: Wir verstecken Ihre Weihnachtsgeschenke bis zum Fest

Wohnen Sie in einem 2-Zimmer-Apartment und möchten das neue Fahrrad für Ihren Sohn bis zum Weihnachtsfest verstecken? So dass es der Sprössling auch dann nicht findet, wenn er mal wieder seine Murmeln unter dem Bett sucht? Das dürfte ein Problem sein.

Nicht, wenn Sie das Fahrrad bei dem Fahrradhändler aus dem Rheinland gekauft haben, der seinen Kunden anbietet, bis zum Heiligabend alle gekauften Artikel kostenlos für die Kunden aufzubewahren. Ein schönes Beispiel finde ich. Da schafft es ein Händler perfekt, sich in seine Kunden hineinzuversetzen und somit kann er Ihnen so überraschende Serviceleistungen anbieten.

Gefunden im E-Mail-Newsletter meiner Kollegin Bettina Steffen. Vielen Dank!

 

 


Freitag, der 13. - ein Anlass für Rabatte?

Unternehmen brauchen offenbar immer Anlass, um Kunden mit Rabatten oder kostenlosen Geschenken zu locken. Da muss jetzt auch Freitag, der 13. den Anlass bieten.

"Nur heute, 13 % auf alles", schreibt mir der Napo-Shop. Und Amazon sagt "Freitag, der 13. - na und? Und verspricht "Gratis Glück für Kindle", also ein paar kostenlose Bücher zum herunterladen.

Ist das jetzt originell? Und braucht es überhaupt einen Anlass, um Rabattaktionen zu starten. Was meinen Sie?

Welche Rabattaktionen sind Ihnen heute begegnet?


Hören Sie auf normal zu sein: Die Hausfrauen-Küche im Fünf-Sterne-Hotel

Um bemerkenswert zu werden, hilft eines fast immer: Die ausgetretenen Pfade der Branche verlassen und es einfach mal wagen, anders zu sein.

Das hat die indische Hotelgruppe The Gateway Hotels  jetzt getan. In den Küchen der insgesamt 17 Häuser ( Zimmerpreise um die 400 US-Dollar) kochen nun auch indische Hausfrauen neben den Profiköchen. Das Menü, das die Hausfrauen nach ihren eigenen Rezepten kochen, wird als regionale Küche nach Hausfrauenart verkauft und kommt super an.

Die Hausfrauen haben einen eigenen Bereich in der Profiküche, der mit den üblichen Gerätschaften ausgestellt ist, die sie von ihrem eigenen Haushalt her kennen. Sterneküche und Hausfrauenküche in einem Haus? Warum eigentlich nicht?

Mehr dazu, auch Bildmaterial hier. Via Zukunftsletter

 


Kleine Kosten, große Wirkung: Preiswerte Werbung für Handwerker

Cover_handwerk magazin

Im aktuellen handwerk magazin 2/2012 ist ein umfangreicher Beitrag zum Thema "Kleine Kosten, große Wirkung" erschienen. Er enthält jede Menge Tipps, wie Handwerker mit geringem Werbebudget zu neuen Aufträgen kommen können. Für den Beitrag hat die Autorin Sabine Hölper mich, aber auch zahlreiche andere interviewt.

Wenn Sie den Beitrag lesen wollen, können Sie hier das Handwerk magazin 2-12 - Marketing herunterladen. Vielen Dank an das handwerk magazin, das mir das PDF zur Verfügung gestellt hat.


Seitensprung lohnt sich: Die Kunden-Untreue-Karte

Kennen Sie das vom Coffeeshop Ihres Vertrauens? Wer fünf Tassen Kaffee trinkt, erhält die sechste gratis. Dafür braucht man eine Bonuskarte, auf der jeder Kaffeegenuss mit Stempel oder Aufkleber dokumentiert wird. Eine uralte Idee, schließlich klebte schon Oma Rabattmarken im Heftchen. Fördern und belohnen wollen die Coffeeshop-Betreiber damit die Kundentreue.

Der Londoner Coffeeshop-Betreiber Gwilym Davies hat bereits vor 2 Jahren eine so genannte Dis-Loyalty-Card, also eine Kunden-Untreue-Karte, entworfen. Er schickt seine Kunden zur Konkurrrenz: zu 8 anderen Coffeeshops in East London. Wenn Sie überall dort einen Espresso getrunken haben und das Kärtchen von allen anderen gestempelt ist, dürfen Sie zu ihm zurückkommen und sich einen kostenlosen Espresso servieren lassen.

Das ist clever und sehr selbstbewusst. Gwilym Davies gehört zu den besten Baristas weltweit. Er gewann 2009 die World Barista Championships und hat seitdem einen eigenen Wikipedia-Eintrag. Es beweist auch, dass er sehr viel von seinen Kunden versteht. Denn der echte Kaffeekenner wird ohnehin da und dort probieren und die unterschiedlichen Nuancen der Kaffeeröstung und Zubereitung genießen wollen.
Verhindern, dass die Kunden zur Konkurrenz gehen, kann man ohnehin nicht. Aber man kann daraus einen Nutzen ziehen so wie Gwilym Davies. Der erhält dadurch Mundpropaganda wie kein anderer.
Spannende Frage: Ziehen Sie aus der Untreue Ihrer Kunden einen Nutzen?