Was überzeugt mehr auf Ihrer Website? Argumente in Stichwörtern oder eine Videoerklärung?

Welche Antwort würden Sie wählen? Fragen wie diese stellt die Website "Which Test Won" jede Woche den Empfänger ihres Newsletters und es macht richtig Spaß, diese für sich zu beantworten.

Natürlich erfährt man im Anschluß an das Voting auch das richtige Ergebnis - was oft zu verblüffenden Einsichten führt.

In dieser Woche haben die Betreiber über einen A/B-Splittest berichtet, den Google mit einer seiner Website-Angebote durchgeführt hat. Getestet wurde eine Version mit Stichwort-Aufzählungen und 2 Varianten einer Videoerklärung.

Ich sags gleich: Die Videos haben verloren. Obwohl sie aufwendiger herzustellen sind als die reine Textversion, schnitten sie in der Conversion um 20 - 30 % schlechter ab.

Guter Text gewinnt! Oder vielleicht waren die Videos auch einfach zu lang. Hier können Sie sich den Split-Test mal selber ansehen.


Was halten Sie eigentlich von: Qualitätssicherung in der Werbung?

Ist das nicht seltsam? Da verdankt Deutschland seinen wirtschaftlichen Erfolg zu recht großen Teilen seiner Ingenieurkultur. Aber es gibt Bereiche des Wirtschaftslebens, da spielen Ingenieurstugenden gar keine Rolle. Und oftmals existieren in Unternehmen regelrechte Parallelwelten.

Ich rede von der Parallelwelt Werbung.

Haben Sie den Eindruck, dass Testen, Messen und Qualitätskontrollen zum Standardrepertoire der Werbung gehören? Ich nicht. Ich bin der Überzeugung, dass wir diese Kultur des Testens & Messens, der Qualitätssicherung & -Qualitätskontrolle in Werbung & PR erst etablieren müssen. In den USA gibt es eine schöne Initiative, die vor allem Onlineshops die Nutzung von Splittests nahebringen will. Woche für Woche wird ein neues Testergebnis veröffentlicht. Bevor man es erfährt, darf man selber raten, ob man Version A oder B als Sieger sieht. Da hat man dann oft eine Aha-Erlebnis. Denn aus dem Bauch heraus hätte man doch oft ganz anders getippt...

Und dann noch die Qualitätskontrolle. Zahlreiche Websites weisen Mängel oder Fehler auf, die ihrem möglichen Erfolg im Wege stehen. Da sind zum Beispiel die Inhalte unklar, unverständlich oder kaum lesbar aufbereitet. Layout und Design helfen nicht, sie Besucher schneller ans Ziel zu führen. Besucher werden nicht motiviert oder aktiviert etwas zu tun. Interaktion und Kontaktangebote sind versteckt oder fehlen völlig. Wesentliche Elemente der Suchmaschinenoptimierung wurden nicht beachtet. Usw. 
Viele grundlegende Mängel kann man ganz leicht verhindern. Indem man vorher einen Qualitäts-Check durchführt.

Einen solchen standardisierten Website-Qualitätscheck habe ich mit meinem Institut für Marketeasing® entwickelt. Der Website-Check enthält 64 Prüfkriterien und gibt einem die Sicherheit, elementare Regeln und Elemente für den Erfolg der Website nicht zu übersehen oder zu vergessen. Dafür kostet er gerade mal 59,-- Euro.

Hier gibt es mehr Erläuterungen dazu und Infos, wie Sie den Website-Check für Ihr Unternehmen bestellen können.


Die beste Handwerker-Website des Jahres 2011

Die Handwerker-Website des Jahres ist: Ein Blog. Und zwar das Blog des badischen Malerunternehmers Werner Deck. Das hat den Wettbewerb von MyHammer mit der Wahl zur besten Handwerkerseite 2011 gewonnen.
Für die Leser hier ist Werner Deck kein Unbekannter, denn immer wieder überrascht er mit guten und unkonventionellen Werbeideen, über die ich hier und in meinen Büchern berichtet habe.

Zum Beispiel mit dem Plüschbärchen Clemens: Wie ein Plüschbärchen Mundpropaganda auslöst.
Und auch sein Blog stellte ich bereits unter dem Titel „Grandios erfolgreich“ hier vor fast exakt einem Jahr hier vor.

Aus der Presseinformation: Der Blog des Malermeisterbetriebs malerdeck, von Werner Deck, aus Eggenstein-Leopoldshafen bei Karlsruhe überzeugte bei der über sechs Monate laufenden Abstimmung in den drei Bewertungs-Kriterien „Design“, „Inhalt“ und „Benutzerfreundlichkeit“. Die Webseite erhielt die meisten Bewertungs-Punkte in der Kategorie „Maler & Lackierer“ und gewann dank des besten Abstimmungsergebnisses aller teilnehmenden Webseiten den Gesamt-Titel „Handwerker-Seite des Jahres 2011“.

Glückwunsch lieber Herr Deck von hier aus und noch viele spannende, gute Ideen!

 

 


Tipp: Personensuchmaschine Google Plus

Google Plus ist gerade mal ein paar Wochen alt, da gibt es schon eine spezielle Personensuchmaschine für das Netzwerk. Seltsamerweise nicht von Google selbst, sondern von einem anderen Anbieter.
Und diese Personensuchmaschine beantwortet viele "persönliche" Fragen.

Wenn Sie z.B. wissen möchten, ob Ihr Wettbewerber schon in Google Plus drin ist, welche Werbeexperten es in Ihrer nächsten Nähe gibt oder welche Siemens-Mitarbeiter ein Profil bei Google Plus haben: Die Suchmaschine findpeopleonplus.com gibt Ihnen die Antwort.

Geben Sie Namen, Berufe, Orte, Arbeitgeber und viele weitere mögliche Kriterien ein und sehen Sie, welche Informationen die Suchmaschine für Sie findet.


5 Gründe für Unternehmer, die neue Google Instant-Suche zu hassen

Seit letzter Woche hat Google die Internetsuche revolutioniert und Google Instant eingeführt. Neu daran: Schon während des Eintippens versucht Google zu erraten, was Sie wissen wollen. Nun erscheint unter dem Sucheingabefeld ein Box, die während des Tippens rät, welchen Suchbegriff Sie eingeben wollten. Noch während des Tippens erscheinen dann mehrere Treffervorschläge.

Beispiel: Während ich oben im Suchfeld das Wort "Werbung" eingab und erst die 3 Buchstaben „Wer“ getippt hatte, wollte mich Google zu „Wer-kennt-wen“ senden. Als ich dann den Begriff „Werbung“ vollständig eingetippt hatte, machte Google mir die folgenden Vorschläge: Werbungskosten, Werbungskostenpauschale, Werbungskostenpauschale 2009, Werbung englisch“. 
Wollte ich das wirklich wissen? Nein. Die Instant Suche führt also nicht zwangsläufig zu besseren Ergebnissen. Das geht nur, wenn Google über den Suchenden mehr weiß, als die Begriffe, die er gerade eintippt. Da Google Instant in Deutschland derzeit nur funktioniert, wenn Nutzer in ihr Google Konto eingeloggt sind, ist es kein Problem für Google mehr über den Nutzer zu erfahren. Google wertet bei der Suchanfrage dann unter anderem auch die folgenden Parameter aus:

  • Ihre persönlichen Suchvorlieben (welche Suchbegriffe haben Sie in der Vergangenheit verwendet? Welche Seiten haben Sie häufig besucht?)
  • Ihren Standort (Welche Seiten haben einen Bezug zu Ihrem augenblicklichen Standort?)


Mangelnder Datenschutz ist einer der 5 Gründe für Unternehmer, die neue Google Instant-Suche zu hassen.

1. Einwortsuche ade
Google killt die klassische Einwortsuche fast vollständig. Die können Sie erst wieder aktivieren, nachdem Sie die Enter-Taste drücken. Ich befürchte: Viele Nutzer beschränken sich auf die Google-Vorschlagsliste. Und damit sind manche bisherigen Optimierungsverfahren für Keywords hinfällig.

2. Kürzere Suchen
Nutzer werden schneller an das vermeintliche Ziel geführt – das ist ja auch der Sinn der Instant Suche. Aber: Surfer suchen weniger Seiten auf. Es wird schwerer Traffic von Google zu bekommen.

3. Intransparenz
Schon jetzt konnte man lediglich ahnen, wie Google funktioniert. Mit der neuen Instant Suche wurde das Google Suchverfahren noch undurchsichtiger. Im schlimmsten Fall wird Suchmaschinenoptimierung (SEO) bald vom soliden Handwerk zum Kaffeesatzorakel.

4. Individuelle Suchergebnisse
Google Instant verwendet verstärkt Informationen über den Suchenden (Standort, Auswertungen früherer Suchen), um ihm passende Ergebnisse zu zeigen. Das führt dazu, dass niemand mehr vorhersagen kann, welche Suchergebnisse Ihr Kunde sieht, wenn er nach Ihrem Unternehmen googelt.

5. Datenschutz
Die neue Instant-Suche ist ein weiterer Angriff auf Datenschutz. Anstelle sowenig Daten wie nötig über den Nutzer zu sammeln, erhöht Google die Anzahl der Parameter, die über den einzelnen Nutzer ausgewertet werden (so werden jetzt auch Tastaturanschläge ausgewertet!). Deutsche Datenschutzbehörden müssten hier schleunigst Protest einlegen. Das Profil des Tastaturanschlags ist so individuell wie ein Fingerabdruck und ermöglicht Google jeden einzelnen Nutzer der Suchmaschine zu identifizieren.


Umarmen Sie Kritik: 7 Gründe, weshalb Sie vor Kritik in Facebook & Co. keine Angst haben sollten

"Und was, wenn uns jemand kritisiert?" fragen sich viele Unternehmer bevor sie ein Blog starten oder ein Facebook oder Twitter-Konto eröffnen. "Mensch, der Rückkanal gehört heute einfach dazu", könnte man ihnen sagen. "Deine Kunden und die, die es werden sollen sind kein stummes Klickvieh. Sie wollen nun mal gehört werden und selber zu Wort kommen". Das wäre als Antwort vielleicht ein bisschen dürftig. Denn Kritik bringt dem Unternehmer mehr als es zunächst scheint.

Für einen Beitrag in WerbePraxis aktuell habe ich mal "7 Gründe, weshalb Sie vor Kritik in Facebook & Co. keine Angst haben sollten" zusammengestellt. Das sind sie:

1. Kritik deckt Fehler auf

Das ist der eigentliche Sinn von Kritik ‑ vor allem dann, wenn sie von außen kommt. Sie zeigt Ihnen Fehler oder Schwächen, die Sie selbst nie entdeckt hätten. Somit trägt sie zur Verbesserung von Produkten und Dienstleistungen, von Service oder Logistik bei.

2. Permanente Kritik = permanente Verbesserung

Sie können Kritik nicht mehr hören? Schade. Dann vertun Sie die Chance, sich permanent zu verbessern. Wer sich von seinen Kunden auf kleine Fehler oder Schwächen hinweisen lässt, der hat die Chance, am Ende nahezu perfekt dazustehen. Das gelingt nicht vielen Unternehmen.

3. Kritiker sind Fans. Manchmal

Vieles spricht dafür, dass Kritiker sogar zu den Fans Ihres Unternehmens gehören. Denn es kostet nun mal Zeit, sich hinzusetzen und eine Kritik zu schreiben. Man setzt sich nur mit einem Unternehmen auseinander, dass es einem auch wert ist. Kritiker sind Fans. Aber nicht immer. Manchmal sind es auch wutschnaubende Monster. Einem Fan und seiner Kritik müssen Sie volle Aufmerksamkeit widmen. Einem wutschnaubenden Monster natürlich auch. Denn so besteht die Chance, es zu besänftigen und zu einem Fan zu machen.

4. Kritik ist Dialog

Oftmals besteht der engste Kontakt zum Kunden dann, wenn es um Reklamationen geht. Hierin liegt auch die größte Chance. Denn aus der bloßen Geschäftsbeziehung wird mit einem Mal ein intensiv geführter Dialog.

5. Kritik verhindert Betriebsblindheit

Besser als jeder Vorschlagskasten im Betrieb ist die Kritik von außen. Denn man selbst und die eigenen Mitarbeiter sind oft der Meinung, man tue doch schon sein Bestes. Man versucht doch jeden Tag alles richtig zu machen. Es fällt dann oft schwer, zu hören, was man nicht alles richtig macht. Aber es verhindert auch Betriebsblindheit.

6. Kritik ist motivierend

Stellen Sie sich nur mal die Mitarbeiter vor, deren Arbeit kaum jemand wahrnimmt. Zum Beispiel den, der die Pakete für den Versand zusammenstellt. Aber wenn mal was nicht so geklappt hat, steht er plötzlich im Rampenlicht. Plötzlich zeigt sich: seine Arbeit ist für das Unternehmen wichtig. Sehr wichtig sogar. Und Kritik zeigt, dass eine Tätigkeit wahrgenommen wird, deshalb steckt in Kritik auch etwas unheimlich motivierendes. Wichtig für Sie als Chef: Nicht von oben auf die Kritisierten drauf schlagen. Sondern zum Besserwerden ermuntern und sie selbst Lösungsvorschläge erarbeiten lassen.

7. Kritik schadet dem Wettbewerber

Klingt komisch, ist aber so. Denn die Unternehmen, die aktiv zu Kritik auffordern, sind nun mal die, die ihre Verbesserungschancen nutzen. Es sind lernende Unternehmen, die im Wettbewerb schon bald die Nase vorn haben werden.